Volleyball

Nach Fabelleistung bleibt der RC Sorpesee bescheiden

Angriffslustig: Die Drittliga-Volleyballerinnen des RC Sorpesee möchten die nun laufende Saison im oberen Tabellendrittel abschließen.

Angriffslustig: Die Drittliga-Volleyballerinnen des RC Sorpesee möchten die nun laufende Saison im oberen Tabellendrittel abschließen.

Foto: Ralf Litera

Sundern-Langscheid.  Aufstieg in die 2. Bundesliga? Solche Träume kommen für die Drittliga-Volleyballerinnen des RC Sorpesee noch zu früh. Wie der Auftakt gelang.

Trainer Julian Schallow zog im Anschluss sinnbildlich seinen Hut: Die Drittliga-Volleyballerinnen des RC Sorpesee haben mit dem glatten 3:0-Auswärtssieg beim USC Münster II, dem Meister der Vorsaison, für die erste dicke Überraschung dieser noch so frischen Spielzeit gesorgt. Aufstiegsträume keimen im bodenständigen Langscheid aber (noch) nicht.

Schallow, von Beruf Diplom-Wirtschaftsingenieur, hat am Sorpesee einen Kader mit viel Qualität zusammengebastelt. Zum Aufgebot zählen drei neue Spielerinnen und zwei Rückkehrerinnen. Zuspielerin Alexandra Sharipov (25), Spitzname „Schappi“, ist ebenso neu wie die erst 15-jährige Marie Metger, die wie Milena Wünnenberg (16) zuvor beim RC Sorpesee II spielte. Kirsten Prachtel und Katharina Schallow – sie genießt gemeinsam mit ihrem Mann Julian Schallow und Tochter Mila ihr Familienglück – kehren jeweils nach einer Babypause für den RCS zurück auf das Spielfeld. Victoria Vornweg absolviert einen Auslandsaufenthalt in Kanada und greift erst wieder in der Rückserie ein.

Akribische Vorbereitung

Nach dem Überraschungscoup in Münster – der USC II hatte in den 23 Saisonspielen der vergangenen Spielzeit nur eine Niederlage kassiert – rangiert der RC Sorpesee nach dem ersten Spieltag auf Platz drei der 3. Liga West. Nach Platz fünf in der Vorsaison und Rang vier in der Spielzeit 2017/2018 wäre dieser dritte Platz durchaus eine Wunschmarke für das Abschneiden in dieser Saison, sagt Ute Schlecht, Vorsitzende des RCS: „Wir wollen oben mitmischen und im oberen Drittel der Tabelle landen.“

Insgesamt sehen sich die Langscheider aber in der 3. Liga „gut aufgehoben“, betont Schlecht. „Wir verfolgen einen pädagogisch verantwortbaren Leistungssport. Unsere Parole ist, dass sich alle Spielerinnen verbessern wollen und wir gemeinsam dafür arbeiten“, erklärt sie.

Ein Pfund, mit dem die heimischen Volleyballer bereits seit Jahren wuchten können, ist ihr akribisch arbeitender Coach. „Julian hat auch in dieser Vorbereitung wieder früh mit dem Training angefangen und aus meiner Sicht eine sehr detaillierte und gute Vorbereitung durchgezogen“, sagt Ute Schlecht. Eingebunden waren hier auch Spielerinnen der zweiten Mannschaft, aus deren Reihen nun Milena Wünnenberg und Marie Metger den Sprung in das Drittliga-Aufgebot geschafft haben.

Für die Langscheiderinnen scheint in dieser Saison viel möglich zu sein – womöglich sogar die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

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