Fußball

Pokalhit in Hagen: Eine historische Chance für den SC Neheim

Erwartet eine große Herausforderung für seine Mannschaft: Alex Bruchhage, Trainer des Westfalenligisten SC Neheim.

Erwartet eine große Herausforderung für seine Mannschaft: Alex Bruchhage, Trainer des Westfalenligisten SC Neheim.

Foto: Thomas Nitsche

Neheim.  Fußball-Westfalenligist SC Neheim könnte erstmals in das Westfalenpokal-Viertelfinale einziehen. Warum Coach Alex Bruchhage vor dem Gegner warnt.

Es ist eine große Chance: Die Fußballer des SC Neheim können heute Abend Vereinsgeschichte schreiben und erstmals in das Viertelfinale des Fußball-Westfalenpokals einziehen. Allerdings muss mit Gegner Hagen 11, Aufsteiger und unangefochtener Tabellenführer der Landesliga 2, ein dicker Brocken aus dem Weg geräumt werden.

Wie ist die aktuelle Form der beiden Kontrahenten? Wer ist der Favorit? Wer wartet im Viertelfinale? Diese Zeitung beantwortet alle wichtigen Fragen zum Achtelfinalduell, das um 20 Uhr auf der Bezirkssportanlage Emst angepfiffen wird.

Der Weg ins Pokal-Achtelfinale

Unmittelbar in Runde eins sorgten sowohl der SC Neheim als auch Hagen 11 direkt für dicke Sensationen. Die Hagener, in dieser Saison noch ohne Pflichtspielniederlage, bezwangen als Landesliga-Neuling den ASC 09 Dortmund, immerhin Oberligist, mit 14:13 nach Elfmeterschießen. Der SC setzte sich derweil nach zwei Treffern von Rejhan Zekovic mit 2:1 gegen ASC-Ligakontrahent TSG Sprockhövel durch.

In der zweiten Runde des Westfalenpokals lieferte das Team von Coach Alex Bruchhage dann gegen den FC Gütersloh, ebenfalls Oberligist, erneut einen tollen Fight ab. Wieder markierte „Reki“ Zekovic einen Doppelpack, Johannes Thiemann erzielte dann das dritte Neheimer Tor und der SC gewann mit 3:2. Die Hagener schlugen Neheims Ligagegner SV Sodingen 3:1 und qualifizierten sich somit ebenfalls für das Achtelfinale.

Die Lage in den Ligen

Durch die 0:1-Niederlage beim FC Brünninghausen ist der SC Neheim (neun Partien, elf Punkte) in der Westfalenliga 2 auf Tabellenplatz acht abgerutscht. In den vergangenen drei Punktspielen sammelte der SC zwar nur zwei Zähler ein, doch zuvor gab es erstmals in dieser Spielzeit drei Pflichtspielsiege in Serie. Der SC befindet sich derzeit im Soll.

Unterdessen stürmte Hagen 11 eine Liga tiefer als Aufsteiger an die Tabellenspitze der Landesliga 2. Acht Ligapartien, acht Siege, 24 Punkte, exakt drei erzielte Tore pro Spiel: Die Hagener sind ganz sicher kein gewöhnlicher Aufsteiger. Spieler wie Ex-Profi Gaetano Manno, Torjäger Tim Bodenröder (acht Treffer) und Niklas Wilke können den Unterschied ausmachen. „Unser Gegner hat eine Riesenqualität im Kader – vor allem offensiv – und würde auch in der Westfalenliga eine gute Rolle spielen. Mir ist es aber lieber, wenn wir die Konkurrenz gar nicht erst unterschätzen können, sondern an unsere Leistungsgrenze gehen müssen“, sagt Alex Bruchhage.

Die Personalien

Den Hausherren fehlt mit den gesperrten Tim Schattling und Kevin Ropiak Qualität – doch Hagens Trainer Stefan Mroß macht das keine Sorgen. „Kein Problem, wir haben viele Spieler, die sich aufdrängen und die beiden adäquat ersetzen können“, sagt er.

Auf Seiten des SC Neheim kehren der zuletzt gesperrte Mahmut Yavuzaslan und außerdem der wiedergenesene Burak Yavuz zurück in das Aufgebot. Osman Albayrak und Felix Fleck werden den Gästen dagegen fehlen.

Die Favoritenrolle

„Der SC Neheim ist der klare Favorit. Die Neheimer haben mit Gianluca Greco und Rejhan Zekovic eine starke Offensive und bringen viel Tempo auf den Außenbahnen mit“, sagt Elfer-Trainer Stefan Mroß.

Die Favoritenrolle interpretiert Alex Bruchhage anders. „Die Hagener haben einen Lauf und ich erkenne auch deshalb keinen Favoriten für dieses Spiel – es ist völlig offen. Trotzdem haben wir schon zwei Oberligisten aus dem Westfalenpokal geworfen und wollen wieder eine Runde weiterkommen. Wir haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass wir gegen starke Mannschaften mithalten können“, sagt er.

Die Runde der letzten Acht

Stefan Mroß zeigt sich stolz über die bisherigen Auftritte seiner Mannschaft. „Das bisher Erreichte verdient höchste Wertschätzung“, findet der Elfer-Coach. Auch wenn die Liga oberste Priorität habe, würde er sich natürlich über den Einzug in das Westfalenpokal-Viertelfinale freuen.

Dorthin will auch der SC Neheim, der – bezwingt er die Hagener – in der Runde der letzten Acht auf den Sieger der Partie RW Maaslingen (16. der Landesliga 1) gegen den Oberliga-Dritten TuS Ennepetal, die heute Abend zeitgleich auf Naturrasen in Petershagen-Maaslingen stattfindet, treffen würde. Auf den SC wartet eine historische Gelegenheit.

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