Volleyball

RC Sorpesee: Kleine Nummern und große Persönlichkeiten

Sticht auch in dieser Saison im Team des RC Sorpesee heraus: Michelle Henkies, die den Libero-Part ausfüllt.

Foto: Ralf Litera

Sticht auch in dieser Saison im Team des RC Sorpesee heraus: Michelle Henkies, die den Libero-Part ausfüllt. Foto: Ralf Litera

Sundern.   Mit überragender Körpergröße kann ein Volleyball-Quartett des RC Sorpesee nicht aufwarten. Seine Ausstrahlung ist dagegen umso größer.

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Mit überragender Körpergröße können die vier letzten Vorstellungen aus dem Kader des Volleyball-Drittligisten RC Sorpesee für die Saison 2017/18 zwar nicht aufwarten. „Aber Größe definiert sich ja auch durch die Ausstrahlung und Persönlichkeit und auf dieser Skala liegen unsere kleinen Nummern definitiv ganz weit vorne“, ist RCS-Trainer Julian Schallow überzeugt.

Die Nummer 5 im RCS-Ensemble trägt wie auch im vergangenen Jahr Lara Drölle. Die angehende Polizistin hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einer der Top-Strippenzieherinnen im Volleyballzirkus entwickelt. Neben ihren fast schon unverschämten technischen Möglichkeiten arbeitet „Fette Hänna“, wie sie trotz ihrer makellosen Physis von ihren Kolleginnen gerufen wird, auch vermehrt an ihrer Spielübersicht und taktischen Varianten. „Auch wenn Zuspielerinnen eigentlich erst mit über 30 so richtig gut werden, hat Lara mit ihren 18 Jahren schon ein bemerkenswertes Set an Zuspielmöglichkeiten beisammen“, urteilt Schallow. Dieses Pfund möchte sie ab dem kommenden Samstag in die Waagschale werfen und ihr Team mit deutlich verbesserter Power zu neuen Siegen führen.

Sprung ins kalte Wasser

Eine absolute Newcomerin und noch dazu das Nesthäkchen der Truppe erwartet die RCS-Anhänger in der kommenden Saison mit der Rückennummer 4. Bonnie Bastert, die hochveranlagte Mitte und Annahme-Außen aus den Reihen der zweiten Mannschaft des RCS, wagt den Sprung in das kalte Wasser der Dritten Liga. Ihre technische Grundausbildung genoss „Bebe“ Bastert beim TuS Nuttlar unter der Anleitung von Franz-Josef Bathen und Uwe Lück. Dass die beiden wieder einmal ganze Arbeit geleistet haben und Bonnie Bastert auf ein solides Fundament aufbauen kann, wird die Schülerin in der bevorstehenden Saison unter Beweis stellen. „Seid dabei, wenn eine junge Wilde im Schulzentrum die ersten Schwimmversuche unternimmt“, rührt Schallow die Werbetrommel.

Nach der Jüngsten im Team folgt die Erfahrenste. Mit Katharina Schallow, geb. Schulte-Schmale, kann das Team vom See auch in dieser Saison auf die Dienste einer der besten Annahme- und Abwehrspielerinnen der vergangenen Jahre zählen. „KC“, wie sie kurz gerufen wird, hat zwar seit ihrer Hochzeit mit Julian Schallow den Namen gewechselt, ihrer Spielweise aber tut dies keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, profitieren doch gerade die erfahrenen Spielerinnen übermäßig von den neuen Reizen im Rahmen der Vorbereitung und haben sich weiter entwickeln können. Da heißt es für Katharina Schallow Anleiten und an die Hand nehmen, eine Rolle, die die sympathische Physiotherapeutin aber sehr gut kennt: aus ihrem Beruf als Leiterin des Physiozentrums Sundern. „Und auch zu Hause“, fügt sie lachend hinzu…

Schickes Blau und aggressives Rot

Last but not least komplettiert der RCS seinen Kader mit der Nummer 1 und wie es sich für eine echte Nummer 1 gehört, sticht sie heraus und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Mit ihrem schicken Blau oder auch dem aggressiven Rot trägt Libera Michelle Henkies als Einzige in der Runde eine andere Farbe, ein klares Signal für ihre Ausnahmestellung als Abwehr- und Annahmeexpertin im Team. Als gelernte Zuspielerin ist sie dabei zudem prädestiniert, das Umschaltspiel des RCS in der kommenden Spielzeit auf einen neuen Level zu heben. „Aus taktischer Sicht gibt es eh kaum eine Position, auf der sich Mitchel nicht wohl fühlt und Punkte sammeln kann“, sagte Schallow. So wagte die junge Studentin in der Vorbereitung sogar einen Ausflug auf die Mitte. „Das war auch echt gut“, kommentierte Co-Trainer Linus Tepe damals. Als Libera sei sie, so der Experte, aber noch besser.

Vier echte Typen im niedrigen Nummernkreis des RCS und alle vier haben vor, sich sportlich und persönlich weiter zu entwickeln. Für den Moment aber heißt es für alle Volleyballverrückten im Sauerland: „Cool, dass die Bande so zusammen ist.“

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