Handball-Bezirksliga

Remis zwischen TVA und HV Sundern - TV Neheim siegt deutlich

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Sauerland.  In der Handball-Bezirksliga der Herren gab es eine Remis zwischen dem TV Arnsberg und HV Sundern. Der TV Neheim gewann deutlich.

Es fielen insgesamt 54 Tore – doch einen Sieger gab es im Nachbarschaftsduell der Handball-Bezirksliga der Herren zwischen dem TV Arnsberg und dem HV Sundern nicht. Nach einer dramatischen Schlussphase, in der beide Teams den entscheidenden Treffer dicht vor Augen hatte, endete die Partie vor etwa 150 Zuschauern mit einem 27:27-Remis. Derweil schaffte der TV Neheim die Trendwende und holte nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie wieder einen Sieg.

TV Arnsberg – HV Sundern 27:27 (15:16). Wie das so ist bei einem Unentschieden: So richtig zufrieden sind beide Parteien nicht. Arnsbergs Coach Frank Mähl beklagte eine „katastrophale Wurfausbeute“ mit unter anderem drei vergebenen Siebenmetern und war zudem mit der Abwehrleistung vor allem in Hälfte eins („Wir haben zu spät attackiert“) unzufrieden. Andererseits gelang es seinem Team, in der kritischen Phase Mitte des zweiten Abschnitts, als die Gäste mehrfach auf drei Tore enteilt waren, die Nerven zu bewahren und sich wieder heranzukämpfen.

Auch Sunderns Trainer Frank Schaden empfand das Remis nur als Trostpreis: „Als wir uns abgesetzt hatten, gab es mehrere klare Möglichkeiten, um endgültig davonzuziehen.“ Positiv bewertete er die mannschaftliche Geschlossenheit. Zudem war das Offensivspiel nicht nur von Goalgetter Chris Spielmann abhängig, vielmehr konnten sich auch Linksaußen Jan Waelter, Daniel Lammert und Thomas Maassen in Szene setzen. Letzterer hätte zum Matchwinner avancieren können, doch sein finaler Strafstoß wurde von Hennig Peitz abgewehrt. Dadurch kam der TVA in Ballbesitz und schaffte es trotz Unterzahl (Johannes Mevenkamp hatte die Rote Karte kassiert), die komplette letzte Minute im Angriff zu bleiben. Vergeblich warteten die Sunderaner auf eine Zeitspiel-Entscheidung.

Abwehrspezialist auch offensiv stark

Die erste Viertelstunde stand im Zeichen der Gäste, die nach dem Erfolg in Warstein mit breiter Brust angetreten waren. Die Arnsberger gerieten mit 6:9 in Rückstand, legten dann aber einen 4:0-Lauf mit Doppelpack von David Capristo hin, der bis zum Seitenwechsel noch vier weitere Mal zuschlug und so verhinderte, dass der HVS davonzog. Nach dem Seitenwechsel war es vor allem der bislang eher als Abwehrspezialist aufgefallene Rechtsaußen Paul Hübner, der positiv für den TVA auffiel: Er traf nach dem 22:24 drei Mal – 25:25. Sein wichtigster Treffer aber war das 27:27, denn danach zielte Spielmann neben den Kasten, ehe es zur Glanztat von Peitz kam.

TV Arnsberg: Peitz, Mittelstädt; Hübner (7), D. Capristo (6/2), Dame (3), Röhrig (3), Fischer (2), Pauleck (2), Erk (2/1), Stratenschulte (1), Giacosa (1), P. Capristo, Mevenkamp, Regniet. - HV Sundern: Vucic; Spielmann (6), Maassen (6/2), Lammert (5), Waelter (4), Grote (2), Maile (2), Hemsath (2), Bartenstein, Raffenberg, Rapude, Beste.

TV Neheim – TuS Linscheid-Heedfeld 37:28 (17:12). Der TV Neheim, zuletzt nach zwei Niederlagen in Serie verunsichert, begann sein Heimspiel gegen die Linscheider verhalten (7:7, 15.), doch dank einer Tempoverschärfung stand es rasch 15:9 (25.). Ohne Marko Domjanic (zurück nach Kroatien) angetreten, blieben die Gäste auch deshalb wenig effektiv, weil Ex-Profi Deni Opolcer der harzfreie Ball gar nicht passte. Er blieb völlig wirkungslos.

Ein ums andere Mal konnte der TV Neheim nach Ballgewinnen zügig nach vorne spielen, wovon letztlich Hannes Koch mit elf Toren am meisten profitierte. Im zweiten Abschnitt blühten zudem Sören Frohne und Kreisläufer Alex Zvercikov, der für den verletzten Torben Frohne einsprang, mit je sechs Treffern auf. „Wir haben den Gegner mit unserer variablen Abwehr vor unlösbare Probleme gestellt“, war TVN-Coach Klaus-Dieter Erbuth hochzufrieden.

TV Neheim: Baukmann, Lüsebrink; Koch (11), Zvercikov (7), S. Frohne (6), Hackmann (4), M. Pater (4/3), Caruso (2), F. Pater (2), T. Frohne (1), Coeppicus-Röttger.

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