Leichtathletik

Rothaarsteig-Marathon: Darum ist der „Naturlauf“ im Trend

Auf geht’s: Beim Start in Schmallenberg-Fleckenberg sind die Sportler hochkonzentriert.

Auf geht’s: Beim Start in Schmallenberg-Fleckenberg sind die Sportler hochkonzentriert.

Foto: Georg Giannakis

Schmallenberg-Fleckenberg.  Im beschaulichen Schmallenberg-Fleckenberg war beim 16. Falke-Rothaarsteig-Marathon jede Menge los. Was die Läufe besonders macht.

Es ist nicht so, dass die Schützenhalle in der beschaulichen Schmallenberger Ortschaft Fleckenberg in 365 Tagen im Jahr keine größeren Menschenansammlungen erlebt. Nicht zuletzt das traditionelle örtliche Schützenfest belegt das. Doch am vergangenen Samstagmorgen droht die Festhalle aus allen Nähten zu platzen. Keine Schützen, sondern unzählige laufsportbegeisterte Menschen belagerten diesmal den beliebten Treffpunkt der Fleckenberger. Der Grund dafür: die 16. Ausgabe des Falke-Rothaarsteig-Marathons.

Organisatoren fiebern mit

Die populäre und anspruchsvollen Laufsport-Veranstaltung zog etwa 1300 Laufsportler aus Nah und Fern an – eine starke Zustimmung. Die Euphorie und die Vorfreude auf das, was die Marathonis, Halbmarathonis sowie Walker und Nordic-Walker erwartete, war bereits in der Schützenhalle zu vernehmen.

Mit erhöhtem Herzschlag wirbelte auch die Organisatorenriege, bestehend aus Mitgliedern der drei Ausrichtervereine VfL Fleckenberg, dem Ski- und Tennisclub Fleckenberg und dem Ski-Club Jagdhaus, umher, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. „Ein ganzes Jahr lang haben wir alles gegeben, um diese Momente zu erleben. Jetzt sind sie wieder da. Und wir sind ziemlich stolz darauf“, sagte Reimund Gawehn. Der 65-Jährige weiß, wovon er redet, schließlich ist einer der Initiatoren des Rothaarsteig-Marathons und demnach von Beginn an mit dabei.

Vor dem Start ging es auch bereits im angrenzenden Speiseraum der Schützenhalle trubelig zu. Jede Menge Torten warteten dort bereits auf den Verzehr der Besucher und später auch der Läufer. „Mehr als 120 Torten und Kuchen wurden von unseren fleißigen Backfrauen frisch gebacken. Die gehen jedes Mal weg wie warme Semmeln“, sagte Reimund Gawehn. Die Erlöse des Verkaufs seien für die Jugendarbeit der Vereine vorgesehen.

Auf die nasse Strecke begaben sich dann jedoch erstmal die vielen Läuferinnen und Läufer. Begleitet wurden sie von lauten, dumpf klingenden Trommelgeräuschen, die ihnen eine Sambagruppe spendete. Das Team heizte die Stimmung unter den Zuschauern mächtig ein.

Den Bedingungen zum Trotz

Nach dem erfolgten Startschuss erklang dann auch lauter Beifall für die vielen Sportler, die den Bedingungen trotzten. Motiviert nahmen die Athleten unter anderem die Königsdisziplin des Tages, die 42,195 Kilometer lange Marathonstrecke, auf sich. Auch über die Halbmarathon-Distanz (22,6 km) starteten Läufer und ebenso Walker und Nordic Walker in verschiedenen Wettbewerben. Bergauf und bergab ging es dabei für die läuferischen Protagonisten. Einsetzender Regen macht die nach einigen Kilometern noch nasser, als sie ohnehin schon waren.

Das auf dem Straßenasphalt und auf den Schotterwegen aufspritzende Wasser führte schnell dazu, dass Matsch und Dreck nahezu vollständig das Schuhwerk der Sportler zogen und sichtbare Spuren hinterließen. „Das ist ein Naturlauf. Die meisten Sportler wissen, was auf sie zukommt, gerade bei derartigem Wetter“, so Gawehn. Nebelschwaden und Schauer sorgten auf den Höhenlagen diesmal für eine außergewöhnliche Kulisse und, trotz schlechter Witterung, für gute Leistungen. 150 Ehrenamtler halfen bei der Organisation mit. Die im Zielbereich eintreffenden Sportler wurden wie bei den Starts gebührend in Empfang genommen.

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