Fußball

SC-Coach Alex Bruchhage: „Das war gar nichts!“

Verärgert: SC-Coach Alex Bruchhage.

Verärgert: SC-Coach Alex Bruchhage.

Foto: Thomas Nitsche

Neheim.  Der SC Neheim hat beim 0:2 gegen den SV Horst-Emscher schlecht gespielt und damit unfreiwillig im Abstiegskampf der Westfalenliga eingegriffen.

So baut man unfreiwillig einen Ligagegner auf – und zieht sich den Missmut der Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib zu. Nach einer über weite Strecken mangelhaften Leistung hat der SC Neheim sein gegen den SV Horst-Emscher mit 0:2 (0:0) verloren und damit den Abstiegskampf in der Fußball-Westfalenliga 2 wieder spannender gemacht.

Die Gäste aus Gelsenkirchen durften nach 92 Spielminuten im Binnerfeld jubeln. Ein Gefühl, das die Mannschaft um den nicht mehr topfitten Ex-Profi Benjamin Wingerter nach zuvor 16 Partien ohne Sieg kaum noch kannte. Sie verkürzten den Abstand auf den Relegationsplatz auf vier Zähler.

Ein gebrauchter Tag für die Gastgeber

Der SC dagegen war unkonzentriert und leistete sich haarsträubende Abspiel- sowie Ballannahme- und Mitnahmefehler. Die oft so gute Form der vergangenen Monate: weg. „Das war gar nichts! Wir haben nicht klar gespielt, uns nicht gegenseitig unterstützt und sind diesmal die Deppen der Nation“, fauchte Alex Bruchhage, Coach des SC Neheim. Zu offensichtlich hatten zuvor viele seiner Spieler den spielerisch limitierten, aber immer bissigen Gegner nicht ernst genommen. Der SV Horst-Emscher wollte seine letzte Chance, die Westfalenliga zu erhalten, nutzen. Nach den ersten 60 Spielminuten, in denen die etwa 100 Zuschauer „ein richtig schlechtes Fußballspiel – von beiden Seiten“ (O-Ton Alex Bruchhage) gesehen hatten, verpassten die Gastgeber bei Patrick Nettesheims Schlenzer an den Pfosten (74.) und Marius Michlers Riesenmöglichkeit – er schoss aus drei Metern über das gegnerische Tor (75.) – die Führung.

Anstatt für Ruhe zu sorgen und die Gäste mit einem Gegentor in die Landesliga zu schicken, baute der SC die Gelsenkirchener mit eigenen Fehlern in der Defensivarbeit auf. Der just eingewechselte Mohamed Bouachria markierte das 1:0 (80.) aus Sicht der Gäste, das Mitspieler Pascal Roith zwei Minuten später zum 2:0-Endstand veredelte (82.). „Man gewinnt 16 Spiele nicht und fährt dann nach Neheim, um zu siegen. Das war mannschaftlich geschlossen ein gebrauchter Tag“, sagte Bruchhage.

SC Neheim: Zielonka; Wulf, Wagner (84. Greis), Meyer, E. Yavuzaslan, Busch, Thiemann, J. Michler (46. Yilmaz), Nettesheim, Greco (46. M. Michler), M. Yavuzaslan.

Tore: 0:1 (80.) Bouachria, 0:2 (82.) Roith.

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