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Schock: Laura Nolte stürzt in Whistler im Monobob schwer

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Etwas wackelig auf den Beinen: Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg, stürzte mit dem Monobob in Whistler. 

Etwas wackelig auf den Beinen: Laura Nolte, Bobpilotin des BSC Winterberg, stürzte mit dem Monobob in Whistler. 

Foto: Screenshot / ibsf.org

Whistler/Winterberg.  Was für ein Schockmoment: Beim Weltcup-Auftakt in Whistler stürzte Bobpilotin Laura Nolte (Winterberg) im Monobob schwer. Wie es ihr geht.

René Spies schlug die Hände über dem Kopf zusammen und verfolgte die Bilder, die im kleinen Bildschirm vor ihm zu sehen waren, sichtlich angespannt. Zum Auftakt des Bob-Weltcups in Whistler/Kanada war bereits seine unerfahrene Pilotin Lisa Buckwitz im Monobob im zweiten Lauf gestürzt – und nun stürzte auch Laura Nolte, die Olympiasiegerin im Zweierbob, als letzte Starterin des Wettbewerbs in Führung liegend in Kurve 13 schwer.

Nolte rutscht noch ins Ziel

Weil die Pilotin des BSC Winterberg mit ihrem auf der Seite liegenden Monobob ebenfalls über die Ziellinie rutschte, kam auch Nolte in die Wertung und belegte beim Sieg der Kanadierin Ribi Bianca den siebten Platz mit einem Rückstand von 2,39 Sekunden. Beste Deutsche wurde Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) auf Rang fünf (+0,79). Buckwitz (BRC Thüringen) belegte den neunten Platz (+3,99).

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„Es war ein sehr schwieriges Rennen für uns. Alle drei waren zum ersten Mal auf der Bahn“, sagte Chef-Bundestrainer René Spies. Im ersten Lauf stellte das für Nolte aber ganz offensichtlich kaum ein Problem dar. Sie startete als letzte der nur neun Pilotinnen, brannte die zweitbeste Startzeit ins Eis und zeigte ihre ganze Qualität an den Lenkseilen. Eine Hundertstelsekunde betrug der Vorsprung auf Lokalmatadorin Bianca Ribi zur Halbzeit.

Nolte: Sturz in der Fifty-Fifty

Auch der Start in Lauf zwei gelang der BSC-Pilotin mit der drittbesten Startzeit. „Das war eine sehr souveräne Vorstellung von Laura. Aber in der Kurve 12, 13 – in der Fifty-Fifty – war es wirklich fifty-fifty in der Ausfahrt“, sagte Spies: „Leider hat sich der Bob auf die für uns falsche Seite gedreht mit dem Sturz.“

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Das könne passieren beim ersten Start auf einer so schwierigen Bahn wie jener in Whistler, sagte der Cheftrainer weiter. Nolte begab sich wie Buckwitz zur Untersuchung durch die medizinische Abteilung. „Sie hat Probleme mit der Schulter und der Rippe. Ich hoffe aber, dass sie im Zweierbob am Samstag starten kann“, sagte René Spies über Nolte. Buckwitz, die sich ebenfalls an die Schulter fasste, war für den Zweierbob-Wettbewerb als Vorsichtsmaßnahme ohnehin nicht vorgesehen.

Nolte bedankt sich

Am Samstagmorgen (Ortszeit Winterberg) meldete sich Nolte via Instagram, zeigte auf einem Foto mit dem linken Daumen nach oben und bedankte sich für die zahlreichen Genesungswünsche. „Abgesehen von Rippenschmerzen, Prellungen und Schürfwunden fühle ich mich okay“, schrieb sie.