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SG Bödefeld/Henne-Rartal: Darum ist Coach wohl weiter im Tor

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Der Trainer steht im Tor – und das wird wohl auch so bleiben. Max Szafranski (Mitte) während eines Spiels der SG Bödefeld/Henne-Rartal.

Der Trainer steht im Tor – und das wird wohl auch so bleiben. Max Szafranski (Mitte) während eines Spiels der SG Bödefeld/Henne-Rartal.

Foto: Thomas Nitsche

Schmallenberg.  Die SG Bödefeld/Henne-Rartal will ihre guten Leistungen in der Fußball-Bezirksliga 4 bestätigen. Doch die Torwartposition bereitet Probleme.

Die SG Bödefeld/Henne-Rartal hat nach der Corona-Aufstiegssaison 2020/2021 zuletzt als „Aufsteiger“ eine gute Spielzeit in der Fußball-Bezirksliga 4 absolviert. Am Ende belegte die Mannschaft mit 49 Punkten den sechsten Tabellenplatz der „Bundesliga des Sauerlandes“. In der neuen Saison geht es jetzt darum, diesen positiven Trend zu bestätigen.

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„Nach der guten letzten Saison wollen wir uns in der Liga etablieren und zudem unsere jungen Spieler, die nach und nach mehr Verantwortung übernehmen müssen und bekommen werden, weiterentwickeln“, sagt Trainer Max Szafranski, der aber auch weiß, dass die Qualität in der „Bundesliga des Sauerlandes“ gestiegen ist. „Allein schon die beiden Landesligaabsteiger werden das Niveau anheben. Zudem sehe ich die Aufsteiger in diesem Jahr deutlich stärker als die Absteiger der letzten Saison. Außerdem ist es für uns als Dorfverein teilweise wahnsinnig, welche Summen andere Vereine in dieser Liga in Spieler investieren“, betont Szafranski.

Szafranski geht ins dritte Jahr

Max Szafranski geht als Trainer in sein drittes Jahr bei der SG Bödefeld/Henne-Rartal. Der 30-jährige Fan von Bundesligist FC Schalke 04 hat eine intakte Truppe beisammen, die auch gegen die vermeintlich größeren Teams in der Bezirksliga 4 mithalten kann. Nicht umsonst haben die Spieler um Torjäger Leon Hermes zuletzt gegen die drei Erstplatzierten gepunktet. Dem späteren Aufsteiger SV Schmallenberg/Fredeburg wurde sogar eine von zwei Niederlagen beigebracht – und dann auch noch zu Hause auf dem Wormbacher Berg.

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Gegen den Zweiten BC Eslohe (2:2) und den Dritten TuS Sundern (3:3) wurde jeweils ein Zähler geholt. „Wir müssen in jedem Spiel, egal wie der Gegner heißt, unsere Leistung abrufen. Dabei dürfen wir nicht einen Prozent weniger bringen“, sagt Max Szafranski, der großen Wert auf das Kollektiv legt: „Ich möchte keinen Spieler herausheben. Wir ziehen alle an einem Strang, und das soll auch so bleiben. Es wird ja nicht immer nur positiv laufen, es werden auch noch Rückschläge kommen. Und dann wird sich zeigen, ob wir in einer Negativphase genauso zusammenstehen.“

Die SG setzt auf die Entwicklung

Wie in den Jahren zuvor setzt man bei der SG Bödefeld/Henne-Rartal weiterhin auf die Jugend und auf talentierte Spieler aus der Kreisliga. Nun wurden mit Niklas Sommer von der SG Reiste/Wenholthausen und Marc Brüß von der SG Eversberg/Heinrichsthal/Wehrstapel Spieler geholt, die bereits Bezirksliganiveau haben. Dazu kommen Max Busch und Jonas Dünnebacke aus der eigenen Jugend sowie Niels Krapp vom FC Remblinghausen, der in der gemeinsamen JSG gespielt hat. Jonathan Müller und Erik Wüllner wurden außerdem aus der A-Jugend hochgeschrieben.

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Nicht mehr zur Verfügung stehen Eric Schörmann und Marcel Koch, die beide jeweils wegen einer schweren Verletzung aufgehört haben. Dazu gibt es noch verletzungsbedingte Ausfälle: Oliver Göddeke und Fabian Göddeke haben bisher noch nicht trainiert. Bei beiden muss abgewartet werden, wann sie wieder einsteigen können. Auch Cedric Hermes, der gerade erst zurückgekommen ist, wird aus gesundheitlichen Gründen vorerst nicht zur Verfügung stehen.

Szafranski und das Thema Tor

Hinzu kommt, dass Max Szafranski weiterhin im Tor aushelfen muss. „Am liebsten würde ich dauerhaft von der Linie coachen, aber da unser einziger Torwart Moritz Mester vermutlich aus beruflichen Gründen und der Verletzung der vergangenen Saison nicht immer spielen wird, werde ich wohl weiterhin das eine oder andere Mal noch selbst ins Tor gehen müssen“, so einer der jüngsten Trainer in der „Bundesliga des Sauerlandes“.

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Mit der Vorbereitung sei er nicht unzufrieden gewesen, so Szafranski. „Im Training müssen wir immer wieder schauen, dass einige Spieler nach Verletzungen der letzten Saison nicht überlastet und langsam aufgebaut werden. Trotzdem herrscht ein guter Schwung im Training – das ist auch nötig“, erklärt er.

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