Handball-Bezirksliga

SG Ruhrtal, TV Arnsberg und TV Neheim feiern wichtige Siege

Foto: Heinz-Werner Schroth

Sauerland.   In der Handball-Bezirksliga der Herren haben die SG Ruhrtal, der TV Arnsberg und TV Neheim wichtige Siege eingefahren.

Besser hätte der 25. Spieltag für die SG Ruhrtal in der Handball-Bezirksliga der Herren nichtlaufen können. Die Spielgemeinschaft gewann ungefährdet beim Tabellenvierten TV Lössel und konnte sich zudem über Schützenhilfe des VfS Warstein (24:23 gegen Spitzenreiter HSG Herdecke/Ende) und TV Wickede (28:24 gegen den Tabellendritten SG Attendorn-Ennest) freuen. „Noch zwei Siege, dann sind wir durch“, stellte Ruhrtal-Trainer Frank Moormann zufrieden fest.

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holten der TV Arnsberg, der nach dem Sieg beim TuS Ferndorf III nun so gut wie gerettet ist, und der TV Neheim, der nach dem Heimerfolg gegen die HSG Gevelsberg/Silschede II auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht. Aufsteiger HV Sundern unterlag dagegen bei der HSG Hohenlimburg II, liegt aber ebenfalls weiter über dem Strich.

Herren-Bezirksliga: TV Lössel - SG Ruhrtal 22:29 (10:15). Dem TV Lössel merkte man das fehlende Selbstvertrauen nach vier Niederlagen in Serie deutlich an. Die SG Ruhrtal nutzte dies und lag nach neun Minuten mit 5:1 in Führung. Spielmacher Alex Blanke vergab zwar zwei Siebenmeter am Stück, führte ansonsten aber klug Regie. Für die Strafwurf-Ausführung fand sich zudem mit David Bauerdick ein glänzender Vertreter. Bauerdick war am Ende bei nur einem einzigen Fehlwurf mit elf Treffern der herausragende Schütze auf Seiten der SG Ruhrtal. Über 8:3 (17.) zog der Tabellenzweite auf 15:9 davon und beherrschte die Szenerie bis zum 21:14. „Danach habe ich vielleicht einen Tick zuviel gewechselt“, teilte Frank Moormann selbstkritisch mit, denn Lössel schöpfte durch drei Tore in Folge neue Hoffnung, und verkürzte auf 22:25 (54.). Nach einer Auszeit und der Rückkehr zur Stammbesetzung sorgten Kreisläufer Veit Schmidt und Steffen Röttger mit jeweils zwei Treffern für einen optimalen Endspurt.

SG Ruhrtal: Basler; Bauerdick (11/6), Röttger (5), Humpert (5), Schmidt (4), Blanke (2), Struwe (1), Probst (1), Rapude, M. und T. Weber, Gräbener.

HSG Hohenlimburg II - HV Sundern 30:23 (13:12). Das relativ klare Endergebnis täuscht, denn Sundern war gegen die mit Landesliga-Akteuren gespickten Hohenlimburger über weite Strecken ein gefährlicher Gegner. Der Schachzug von HV-Trainer Frank Schaden, bei den Schiedsrichtern auf einen harzfreien Ball zu bestehen, kam für die HSG völlig unerwartet. Bislang hatte sich kein Verein getraut, auf Haftmittelverzicht zu bestehen. Ein Großteil des Heimvorteils war damit dahin. Zudem war Sundern in puncto Umschaltspiel den behäbigen Hausherren deutlich überlegen und verwandelte einen 4:6-Rückstand (12.) binnen zehn Minuten in eine 11:7-Führung.

Neben Torjäger Chris Spielmann, der zudem mit einigen tollen Pässen glänzte, taten sich auch Andreas Grote und Linksaußen Julian Maas als Vollstrecker hervor. Zudem konnte Keeper Marco Bies so manchen freien Wurf entschärfen. „Leider haben wir uns zu viele technische Fehler geleistet. Der Vorsprung hätte noch viel höher ausfallen können“, befand Schaden. Nach dem 12:10 (25.) hatte sein Team dann einen Hänger, außerdem wirkte sich die schärfere Bewachung von Chris Spielmann aus. Nach dem 12:17 nahm Schaden eine Auszeit und seine Truppe konnte anschließend auf 16:17 verkürzen. Der HV Sundern konnte jedoch die Verunsicherung des Favoriten nicht dauerhaft nutzen.

HV Sundern: Bies, Vucic; Spielmann (7/2), Grote (5), Schindler (3), Bartenstein (2), Rapude (2), Maas (2), Waelter (1), Hemsath (1), Beste, Brechmann, Sterz.

TuS Ferndorf III - TV Arnsberg 27:28 (14:19). Obwohl der TuS Ferndorf III seine Nachwuchs-Asse aufgeboten hatte, setzte sich der TVA nach spannendem Spielverlauf durch. „Das Ding haben wir in Halbzeit eins verloren“, meinte TuS-Coach Michael Schröder, der das Fehlen seiner abwehrstarken Rückraumakteure André Genz und Lucas Schneider als Hauptgrund für den 14:19-Pausenrückstand anführte. Die von Ingo Willeke gecoachten Arnsberger präsentierten sich deutlich engagierter als zuletzt. Neben den stark verbesserten Mähl-Zwillingen Phillipp und Yannick vermochten auch Flügelspieler Bastian Erk und Shooter Johannes Dame Akzente zu setzen.

TV Arnsberg: Spindeldreher; P. Mähl (7/4), Dame (5), Y. Mähl (5), Erk (5), Röhrig (3), D. Capristo (2), Pauleck (1), Fischer, Regniet.

TV Neheim - HSG Gevelsberg-Silschede II 29:24 (16:9). „Die Jungs haben so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Da war Tempo drin und auch die nötige Aggressivität in der Abwehr“, lobte Neheims Trainer Ludger Klinkemeier. Den Neheimern kam entgegen, dass die Gäste nur mit sieben Feldspielern angereist waren. Mit einem 4:0-Lauf zum 6:3 übernahmen die Hausherren das Kommando und verschafften sich bis zu 34. Minute eine beruhigende 19:10-Führung. „Man hat gemerkt, dass wir den Sieg mehr wollten. Aber um nicht Viertletzter zu werden, werden wir wohl noch vier bis fünf Punkte benötigen“, sagte Klinkemeier.

TV Neheim: Baukmann, Reudenbach; Hackmann (7), Koch (6), M. Pater (5/4), Hemeke (4), T. Frohne (3), Bräutigam (3), F. Pater (1/1), Ilskens, Schulte, Caruso, Spitthoff.

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