Segeln

So erleben Arnsberger Jungsegler die Freiheit auf dem Wasser

Jetzt wird’s ernst: Im Zuge der Segelwoche bereiten sich diese Nachwuchssegler auf ihre Ausfahrt auf dem Möhnesee vor.

Jetzt wird’s ernst: Im Zuge der Segelwoche bereiten sich diese Nachwuchssegler auf ihre Ausfahrt auf dem Möhnesee vor.

Foto: Georg Giannakis

Arnsberg/Möhnesee.  Sich für Wasser begeistern, mutig sein und Lust auf Sport haben: Das sind gute Voraussetzungen für die Jugendsegelwoche am Möhnesee. So läuft’s:

„Segeln ist Freiheit und hat etwas Abenteuerliches an sich“, argumentieren die Mädchen und Jungen euphorisch. Sie bringen damit ihre Begeisterung für den Wassersport zum Ausdruck. Obwohl einige von ihnen in diesen Tagen gerade mal ihre persönliche Premiere erleben und als Neulinge in der Anfängerklasse erstmals mit einem Segelboot in Berührung kommen, sind sie verzückt. Denn bei der traditionellen Jugendsegelwoche des Yachtclubs Westfalia Arnsberg (YCWA) erhalten sie das theoretische und praktische Rüstzeug für fachgerechtes und sicheres Segeln.

Im Zuge der sportlichen Woche, die an diesem Sonntag endet, sind nicht nur Anfänger am Start: Auch viele weitere Kinder und Jugendliche aus der Fortgeschrittenenklasse werden theoretisch und praktisch fortgebildet. 30 Teilnehmer im Alter von acht bis 15 Jahren sind es diesmal, die von erfahrenen Trainern mit grundlegendem und speziellen Fach-Wissen versorgt werden – eingebettet in ein facettenreiches Aktivitäten- und Verpflegungsprogramm, bei dem vor allem der Spaß nicht zu kurz kommt.

Segeln wird weitervererbt

„Vielen dieser Kinder hier ist das Segeln regelrecht in die Wiege gelegt worden, denn die meisten ihrer Eltern sind ebenfalls seit ihrer Jugend leidenschaftliche Segler. Und auch deren Eltern wiederum waren bereits aktive Segler. Segeln wird quasi weitervererbt. Man sieht, dass die Kinder und Jugendlichen mit viel Herzblut dabei sind. Die Freude ist ihnen deutlich im Gesicht abzulesen“, erklärt Jugendwartin Petra Schramm-Kokenkemper – und sie behält Recht. Mit forschem Elan sind gerade die Jungen und Mädchen in den jeweiligen Gruppen damit beschäftigt, die niedlich wirkenden Einsteigerboote sowie die deutlich größeren Jollen für die anstehende Übungsfahrt auf dem Möhnesee aufzurüsten. Leinen werden gezogen, Segel gerichtet und befestigt – und dann geht’s rein ins Vergnügen.

Die vom Yachtclub gesponserten dunkelblauen T-Shirts, die die Teilnehmer sonst den ganzen Tag über an ihrem Oberkörper tragen, sind mittlerweile gegen Neoprenanzug und Schwimmweste eingetauscht worden. Und während bereits einige Wassersportler schon durch den See schippern und ihre Trainingsfahrt aufgenommen haben, weilen andere noch in den theoretischen Arbeitskreisen. Sie erhalten nochmals letzte Anweisungen und wertvolle Tipps. „Denkt daran, dass ihr Kollisionen vermeidet. Ihr kennt mittlerweile alle die wichtigsten Verkehrsregeln und solltet diese nun stets beachten“, appelliert Gregor Recker die sechsköpfige Gruppe daran, ihre entsprechende Sorgfaltspflicht auf dem Wasser nicht außer Acht zu lassen.

Dann ist es soweit: Nach der „Trockenübung“ beginnt auch für diese Nachwuchssegler der praktische Teil im Wasser, um dort das zuvor theoretisch Erlernte zu demonstrieren. Achten und Nullen werden fahren, Wenden einstudiert und viele weitere Einheiten gezeigt. Auch die neunjährige Freda Schladör aus Möhnesee-Körbecke widmet sich – samt Begleitung eines Trainers – den Pflichtübungen. Freda ist zwar Anfängerin, zeigt gleichwohl aber Willensstärke.

Auch richtig Kentern will gelernt sein

Eine Sache macht der jungen Nachwuchsseglerin ganz besonders viel Spaß: „Das Kentern! Mir gefällt es sehr, wenn ich ins Wasser fallen muss“. Aber warum denn eigentlich „müssen“? Sophie Eggenstein, Jüngstenwartin des YCWA, klärt auf: „Weil es wichtig ist, dass die Kinder auch die Gefahren-Situationen, die mit einem Segelboot eintreten können, kennenlernen und sich diesen Herausforderungen stellen.“

Die Teilnehmer, die in dieser Woche beim Yachtclub Westfalia Arnsberg aus- und fortgebildet werden, meistern auch diese Einheit mit Bravour. Die Mädchen und Jungen zeigen, dass sie das Talent haben, irgendwann womöglich ambitionierte Segelsportler werden zu können und offenbaren jetzt schon eine unbändige Leidenschaft für diesen Wassersport – ähnlich wie es ihre Eltern einst taten und ihnen dies noch immer als Segler vorleben.

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