Fußball

So läuft die Trainersuche bei Bezirksligist TuS Sundern

Taktgeber auf dem Spielfeld: Sebastian Held (links) ist beim TuS Sundern nicht nur sportlich flexibel einsetzbar, sondern könnte auch eine Lösung für die Frage nach einem neuen Trainer sein.

Taktgeber auf dem Spielfeld: Sebastian Held (links) ist beim TuS Sundern nicht nur sportlich flexibel einsetzbar, sondern könnte auch eine Lösung für die Frage nach einem neuen Trainer sein.

Foto: Philipp Bülter

Sundern.  Wie geht es nach dem Rückzug des bisherigen Coaches Carsten Krämer weiter bei Fußball-Bezirksligist TuS Sundern? Wie die Trainersuche abläuft.

Der Anfang ist gemacht: Mit dem 2:2-Remis beim ebenfalls ambitionierten BC Eslohe hat der TuS Sundern zumindest in puncto Einsatzbereitschaft, Wille und Disziplin wieder in die Spur gefunden. Heiß diskutiert wird nun die Frage, wer neuer Trainer des Fußball-Bezirksligisten wird. Nach dem Rückzug von Ex-Coach Carsten Krämer erscheinen derzeit drei Optionen wahrscheinlich.

Option eins: Mühle macht’s

Andreas Mühle ist die direkte Nachfolge Carsten Krämers zunächst einmal als Interimstrainer angetreten. In Eslohe coachte der 52-Jährige erstmals wieder die Sunderner Bezirksliga-Herren. Der Auftritt des TuS gelang, wenn auch der jeweilige Punktgewinn beiden Teams tabellarisch gesehen wenig weiterhalf.

Ob Mühle nun als fester Trainer der ersten Mannschaft weitermacht, ist ungewiss. Das Problem: Der Macher beim TuS ist im Verein bereits Sportlicher Leiter und ebenso Coach der B-Junioren in der Landesliga 2. Und vor allem letztgenannte Position bedeutet ihm viel, wie Andreas Mühle betont: „Auch die B-Junioren benötigen hundertprozentige Aufmerksamkeit. Die Jugendabteilung ist für die Weiterentwicklung des Vereins sehr wichtig.“

Er gehe seine Aufgaben beim TuS Sundern stets „mit hoher Intensität“ an, sagt Mühle. Da die B-Junioren passenderweise erst wieder mit dem Heimspiel gegen die SpVgg. Vreden am Sonntag, 3. November, um 11 Uhr in das Ligageschehen eingreifen, verschaffe ihm aktuell etwas Luft. Ein Kompromiss könne sein, dass er als Trainer der ersten Herrenmannschaft „bis zum Winter“ weitermache und man danach einen neuen Trainer installiere.

Option zwei: Held übernimmt

Sebastian Held, Kapitän des TuS Sundern, verfügt über viel Erfahrung und ist eine der Führungsfiguren innerhalb der Mannschaft. Der 28-Jährige könnte beim TuS als Spielertrainer fungieren. „Vorstellen kann ich mir erstmal viel. Natürlich ist eine interne Lösung auch eine Option. Ich traue Sebastian Held auch die Rolle als Spielertrainer zu. Ob das dann beim TuS Sundern der Fall sein wird, muss man sehen“, sagt Mühle.

Nachdem auch Held zuletzt schwankend in seinen Leistungen gewesen war, überzeugte er in Eslohe von Spielminute eins an und lebte seinen Mitspielern Willen und Einsatzbereitschaft vor. In seiner offensiven Rolle auf der rechten Außenbahn wusste der TuS-Kapitän vor allem in Hälfte eins zu gefallen. Mühle: „Basti hat stark gespielt.“

Auch Sebastian Held erkennt insbesondere in der Art und Weise, wie der TuS agierte, einen Fortschritt. „Wir haben eine Reaktion gezeigt. Das war ein wichtiges Signal“, findet er. Zur Frage, ob er überhaupt als Spielertrainer zur Verfügung stehen würde, sagt der ehemalige Junioren-Coach Held: „Auch wenn ich mir grundsätzlich ein Traineramt vorstellen kann, so ist es glaube ich in der aktuellen Situation erstmal wichtiger, dass sich jeder Spieler auf sich konzentriert und sich mit guten Leistungen für die Mannschaft einbringt.“ Wichtig sei nun, die „positive Körpersprache“ aus der Eslohe-Partie zu konservieren.

Option drei: Ein Externer wird’s

Nach Informationen dieser Zeitung gibt es reichlich Interessenten für das Traineramt beim ambitionierten Bezirksligisten. Der TuS Sundern denkt natürlich auch darüber nach, einen externen Trainer zu verpflichten. Wichtig ist dabei laut Mühle Gründlichkeit vor Schnelligkeit: „Wir haben wohl nicht innerhalb der nächsten Tage einen neuen Trainer. Zuletzt sind wir sehr gut damit gefahren, nicht die schnellstmögliche Lösung zu nehmen, sondern in Ruhe abzuwägen.“

Dass jedoch ein möglicher Kandidat wie der Ex-Coach des Regional- und dann Oberligisten Westfalia Rhynern, Torsten Garbe aus Arnsberg-Müschede, beim TuS Sundern landen könnte, erscheint recht unwahrscheinlich. Die Trainersuche beim TuS verspricht also weiterhin Spannung.

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