Fussball

Stadionsprecher des SC Neheim sitzt in Südafrika fest

Sind zurzeit im Urlaub in Südafrika: Philip Stallmeister, Stadionsprecher und Beiratsmitglied des Fußball-Westfalenligisten SC Neheim, mit Lebensgefährtin Marlene Müller.

Sind zurzeit im Urlaub in Südafrika: Philip Stallmeister, Stadionsprecher und Beiratsmitglied des Fußball-Westfalenligisten SC Neheim, mit Lebensgefährtin Marlene Müller.

Foto: Privat

Kapstadt/Neheim.  Philip Stallmeister, u.a. Stadionsprecher des SC Neheim, ist mit seiner Lebensgefährtin in Südafrika im Urlaub und wartet auf einen Rückflug.

„Es wirkt gerade irgendwie, als ob wir einen Kinofilm von Roland Emmerich in der Realität erleben“, beschreibt Philip Stallmeister die aktuelle Situation mit der Corona-Pandemie rund um den Globus. Der 44-Jährige Stadionsprecher des SC Neheim, der zudem im Beirat des Fußball-Westfalenligisten sitzt, ist zurzeit mit seiner Lebensgefährtin Marlene Müller in Südafrika im Urlaub. „Es geht uns gut, auch wenn Corona hier immer mehr ein Thema wird“, sagt Stallmeister im Gespräch mit der Sauerlandsport-Redaktion. Trotzdem gibt es ein Problem. Denn: Offen ist noch, wann und wie das Paar zurück nach Deutschland kommt. Der für Sonntag, 29. März, geplante Rückflug ist gestrichen worden.

Auf der Krisenliste registriert

„Die Nachricht, dass unser Rückflug gecancelt wurde, hat uns die Fluggesellschaft am vergangenen Freitag um 23.59 Uhr geschickt“, berichtet Stallmeister, der mit seiner aus Südafrika stammenden Lebensgefährtin in Möhnesee-Günne wohnt. „Wir waren zu diesem Zeitpunkt in dem kleinen Ort Sedgefield bei Knysna (Stadt in der Westprovinz von Südafrika; Anmerkung der Redaktion). Allerdings war in unserem Appartement das Internet ausgefallen und so haben wir die Mail erst am nächsten Morgen gelesen.“ Wie geht es jetzt weiter? „Wir haben uns bereits frühzeitig beim Auswärtigen Amt auf der Krisenliste registriert. Jetzt warten wir auf Antwort“, sagt Stallmeister.

Am 29. Februar war das Pärchen von Frankfurt aus nach Kapstadt geflogen. „Da war es in Deutschland ja noch relativ ruhig. Es wurde unter anderem noch Fußball gespielt“, erinnert sich der freiberufliche PR-Journalist. „Danach ging dann alles rasend schnell.“

Inzwischen hat die Corona-Pandemie auch Südafrika erreicht. „Als wir vergangene Woche in Oudtshoorn bei Marlenes Schwägerin und Bruder waren, lag die Zahl der Infizierten noch im mittleren zweistelligen Bereich. Jetzt sind es etwa 500. Daher wurde bereits vorige Woche angeordnet, dass keine Einreisen mehr aus Risikogebieten, unter anderem aus Deutschland, mehr erfolgen“, erklärt Stallmeister.

Ab Donnerstag, 26. März, um Mitternacht gibt es sogar eine Ausgangssperre für 21 Tage. „Es wird im Gegensatz zu Deutschland früher reagiert“, sagt der Stadionsprecher des SC Neheim. „Hier ist alles sehr konsequent, denn die Sorge ist groß. Wir haben aber sowieso größere Menschenmengen gemieden, weil die großen touristischen Hotspots nicht unsere Ziele waren.“

Rundreise mit Selbstversorgung

Philip Stallmeister und Lebensgefährtin Marlene Müller, die seit 2002 in Deutschland ist, bei der Firma „Kuchenmeister“ in Soest im Werksverkauf arbeitet und bei der Trommelgruppe „Samba Piranhas“ aus Langscheid musiziert, haben eine Rundreise durch Südafrika gemacht. Übernachtet haben sie in kleinen Wohnungen mit Selbstversorgung. Dort hatten sie dann auch Kontakt nach Deutschland.

„Wir schauen nun, dass wir einen Platz im Rückholprogramm erhalten“, sagt Stallmeister abschließend und ergänzt: „Ich freue mich auf den Tag, an dem ich wieder Tore des SC Neheim im Binnerfeld durchsagen kann.“

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