Fussball kompakt

SV Bachum/B. steht im Pokalfinale - SV Herdringen verliert

Halbfinale im Fußball-Kreispokal: A-Kreisligist SV Bachum/Bergheim schafft die Sensation und besiegt Landesligist SV Hüsten 09 mit 2:0 (0:0).

Halbfinale im Fußball-Kreispokal: A-Kreisligist SV Bachum/Bergheim schafft die Sensation und besiegt Landesligist SV Hüsten 09 mit 2:0 (0:0).

Foto: Philipp Bülter

Bachum/Herdringen.   Der SV Bachum/Bergheim steht im Pokal-Endspiel des Kreises Arnsberg und der SV Herdringen vor dem Abstieg in die A-Kreisliga.

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Der Fußball-A-Ligist SV Bachum/Bergheim hat die Sensation geschafft und steht nach einem 2:0 (0:0)-Sieg gegen Landesligist SV Hüsten 09 im Pokal-Endspiel des Kreises Arnsberg. In der Bezirksliga 4 kassierte dagegen der SV Herdringen mit der 0:3 (0:0)-Niederlage gegen die SG Serkenrode/Fretter einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Kreispokal Arnsberg

Halbfinale: SV Bachum/Bergheim - SV Hüsten 09 2:0 (0:0). Sensationell steht A-Kreisligist SV Bachum/Bergheim im Endspiel des Fußball-Kreispokals. Die Mannschaft von Trainer Sascha Kampmann trifft nach dem 2:0-Erfolg gegen Landesligist SV Hüsten 09 nun an Himmelfahrt, Donnerstag, 30. Mai, in Voßwinkel auf den Sieger des zweiten Halbfinalspiels, das am Dienstag, 30. April, 19.30 Uhr, Bezirksligameister TuS Langenholthausen sowie Titelverteidiger und Westfalenligist SC Neheim bestreiten. „Schön wäre natürlich, wenn es dann in Voßwinkel gegen den SC Neheim gehen würde. Aber wir nehmen auch den TuS Langenholthausen“, sagte Sascha Kampmann nach einem denkwürdigen Pokalfight.

Seine Mannschaft hatte in den 94 Spielminuten dank einer couragierten Vorstellung durchaus verdient den Topfavoriten SV Hüsten 09 bezwungen. Die Bachumer verbarrikadierten sich tief in der eigenen Spielhälfte, machten die Räume eng und es so den Hüstenern sehr schwer. Der Landesligist war zwar klar dominant, hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, doch es haperte an wirklich zwingenden Tormöglichkeiten. Nur Christopher Gierse (36.), Mark Winkler (51.) und Marcel Kern (65.) drängten auf einen Hüstener Treffer, doch Bachums Torhüter Onur Kütük zeichnete sich mehrfach aus.

Aus dem Nichts fiel nach einem Standard die Führung für den SV Bachum/Bergheim, die Tristan Kaiser (50.) markierte. In der Folge fiel den Gästen kaum etwas Vernünftiges ein, die Versuche blieben zumeist stümperhaft, so dass der A-Ligist immer sicherer wurde und nach einer tollen Kombination durch Matthias Bast die Entscheidung erzielte (75.). „Der Gegner wollte es mal wieder mehr als wir. Wir als Trainerteam sind derzeit ratlos, warum das so ist. Mir kommt es manchmal so vor, als sei den Jungs in dieser Saisonphase der Spaß am Fußball verloren gegangen“, sagte Klaus Borschel, Trainer des SV Hüsten 09.

SV Bachum/Bergheim: Kütük; Tom Pawelczyk, Strunz (33. Ulrich), Marco Mikolaiski, Tim Pawelczyk, Bork, Bast (89. Niermann), Kaiser, Jäkel, Sascha Mikolaiski (73. Magney), Menne. - SV Hüsten 09: Drölle, Rossi, Rodrigues Gomes, Winkler, Plett (65. Oestersporkmann), Happe, Rogalski (86. Schultealbert), Gierse, Völker, M. Kern, Gebhardt. - Tore: 1:0 (50.) Kaiser, 2:0 (75.) Bast.

Bezirksliga 4

SV Herdringen - SG Serkenrode/Fretter 0:3 (0:0). In der Tabelle der „Fußball-Bundesliga des Sauerlandes“ hat der SV Herdringen nach der Niederlage im Nachholspiel gegen die SG Serkenrode/Fretter jetzt drei Punkte Rückstand auf den rettenden viertletzten Platz, auf dem der SV Oberschledorn/Grafschaft steht - hinzu kommt das schlechtere Torverhältnis gegenüber der Mannschaft aus dem Altkreis Brilon.

In der ersten Halbzeit war der SV Herdringen die dominierende Mannschaft, bekam aber einfach nicht den Ball über die Linie. Christian Emming (9.) traf nur den Pfosten und Daleri Kalandarzola (23.) sowie Daniel Strotmeyer (30.) scheiterten jeweils an SG-Keeper Marcel Grajewski.

Auch nach dem Wechsel hatte Herdringen weitere gute Möglichkeiten, aber auch Florian Meyer (55.) und Janik Aßmann (65./Latte) brachten den Ball nicht im SG-Tor unter. Anschließend ließ bei Herdringen ein wenig die Kraft nach und die SG Serkenrode/Fretter nutzte die nun vorhandenen Freiräume eiskalt. Felix Schmidt-Holthöfer, der in der 76. Minute noch Pech mit einem Pfostenschuss hatte, stellte anschließend mit einem Doppelpack (78./81.) die Weichen auf Auswärtssieg. Den 3:0-Endstand erzielte Moritz Heimes in der Nachspielzeit.

„Die Jungs haben sehr gut gespielt und sind sehr hohes Tempo gegangen, aber wir belohnen uns einfach nicht für den Aufwand, den wir betreiben“, sagte Herdringens Trainer Peter Kozok nach Spielende und weiter: „Wir glauben weiter an den Klassenerhalt. Noch sind fünf Spiele zu spielen.“

SV Herdringen: Zelder; Kurschus, Rossi, Meyer, Mutlu, Zweimann, Kalandarzola (67. Niemand), Strotmeyer, Emming, Aßmann, Rabah (68. Mahzoz). - Tore: 0:1 (78.) Felix Schmidt-Holthöfer, 0:2 (81.) Felix Schmidt-Holthöfer, 0:3 (90.+1) Heimes.

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