Fussball-Bezirksliga

TuRa Freienohl mit dem schlechtesten Saisonstart seit 2015

Foto: Frank Saul

Freienohl.  TuRa Freienohl hat in der Fußball-Bezirksliga 4 aus den ersten acht Spielen nur fünf Punkte geholt.

Fußball-Bezirksligist TuRa Freienohl hat den schlechtesten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2015 hingelegt. Aus dem ersten acht Partien hat die Mannschaft von Trainer Freddy Quebbemann nur fünf Punkte geholt (1 S., 2 U., 5 N.) und rangiert in der Tabelle der „Bundesliga des Sauerlandes“ auf dem viertletzten Platz. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Zähler.

„Die Tabelle lügt nicht. Fünf Punkte waren alles andere als geplant oder gewünscht“, sagt Coach Freddy Quebbemann. „Die Ergebnisse haben in den vergangenen Wochen nicht gestimmt. Die Stimmung und die Trainingsbeteiligung sind aber nach wie vor gut.“

Acht „Kracher“ verloren

Ein Grund für das bisher nicht gute Abschneiden ist der vor der Saison eingeleitete Umbruch. „Wir haben uns vor der Serie dazu entschlossen, mit jungen Spielern aus der Freienohler Jugend, der Reserve sowie mit Jungs aus der Umgebung eine schlagkräftige Truppe ohne finanziellen Aufwand zusammenzustellen und zu entwickeln. Das geht nicht von heute auf morgen und braucht seine Zeit. Intern bewerten wir das nicht an Zu-Null-Spielen oder geschossenen Toren“, stellt Quebbemann klar.

Mit Tom Salinus (SV Hüsten 09), Kenneth Blaschke (FC BW Gierskämpen) und Kamil Mika (inzwischen SV Hüsten 09) haben im Sommer 2018 drei Leistungsträger den Verein verlassen. Nach Ende der Saison 2018/19 kamen mit Dirk Stoltefaut (SV Hüsten 09), Janik Hülsmann (TuS Langenholthausen) und Mark Werner (Laufbahnende) sowie den verletzungsbedingten Ausfällen von Steve Banyik (Kreuzbandriss) und Dominik Beule (inzwischen Laufbahnende) weitere fünf Spieler dazu. Quebbemann: „Wir haben acht Kracher in den vergangenen 15 Monaten verloren. Mit den besagten Spielern würden wir um den Aufstieg in die Landesliga und nicht um den Klassenerhalt spielen.“

Nach Auskunft Freddy Quebbemanns hätte TuRa Freienohl vier Punkte mehr auf dem Konto haben müssen und spricht dabei die Spiele beim TuS Sundern (2:3), bei den Sportfreunden Hüingsen (0:1) und gegen den SV Oberschledorn/Grafschaft (2:2) an. „In Hüingsen sowie Sundern haben wir starke Leistungen gezeigt und hatten die Möglichkeit, jeweils einen Zähler zu holen. Gegen Oberschledorn verlieren wir nach der 2:0-Führung in den letzten Minuten noch zwei schon sicher geglaubte Punkte. Nehmen wir diese vier Zähler dazu, dann würden wir mit neun Punkten voll im Soll stehen“, teilt Quebbemann mit.

TuRa Freienohl hat aber statt neun nur fünf Zähler auf dem Konto und erwartet in der Küppelkampfbahn nun am Sonntag, 6. Oktober, Tabellenführer FSV Bad Wünnenberg/Leiberg. Da trifft die beste Offensive (26 Tore in sieben Spielen) auf die viertschlechteste Abwehr (19 Gegentore in acht Spielen). Quebbemann: „Wir haben überhaupt nichts zu verlieren. Wünnenberg ist kein Gegner, mit dem wir uns auf Augenhöhe befinden. Aber auch gegen solche Gegner bekommt man seine Chancen und vielleicht haben wir ja endlich einmal auch das Matchglück auf unserer Seite.“

Richtungsweisendes Heimspiel

Nach der Partie gegen die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg geht es bereits am Dienstag, 8. Oktober, um 20 Uhr mit dem vorgezogenen Heimspiel vom 10. Spieltag gegen den Tabellenvorletzten TuS Voßwinkel weiter. Für beide Mannschaften ist dies eine richtungsweisende Partie. Freddy Quebbemann: „Ich bin optimistisch und guter Dinge, das wir unsere intern gesteckten Ziele erreichen werden. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.“

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