Fussball-Bezirksliga

TuS Sundern will im Spitzenspiel den Spitzenreiter stoppen

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Sundern.  Der TuS Sundern erwartet die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg zum Top-Spiel in der Bezirksliga 4. Was sagen die Verantwortlichen aus beiden Lagern?

Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Die Tabelle der Fußball-Bezirksliga 4 wird zurzeit von der FSV Bad Wünnenberg/Leiberg angeführt. Die Mannschaft aus dem Kreis Paderborn steht nun am Sonntag, 15. September, im Top-Spiel beim TuS Sundern, der neben dem BC Eslohe noch ungeschlagen ist, auf dem Prüfstand.

„Eine Tabelle lügt nicht und damit ist es gerecht und verdient, dass Wünnenberg ganz oben steht“, sagt Eric Wachholz, Fußball-Abteilungsleiter des TuS Sundern, der seinen Verein mit acht Punkten aus vier Partien bislang im Soll sieht. „Die zwei Unentschieden mit dem 1:1 gegen Hüingsen und dem 4:4 in Serkenrode waren leistungsgerecht. Die Tabelle zeigt, wie stark die SG Serkenrode/Fretter ist, und dass das Remis dort ein gutes Ergebnis war. Außerdem waren wir personell erst am dritten Spieltag voll besetzt und sind danach in Tritt gekommen“, berichtet Wachholz. Nach den zwei Punkteteilungen feierte der TuS Sundern einen 4:1-Sieg gegen den FC Arpe/Wormbach und zuletzt ein 4:0 beim SV Oberschledorn/Grafschaft.

3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand

Jetzt will der TuS Sundern im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer nachlegen. In der vergangenen Saison gewann die Mannschaft im heimischen Röhrtalstadion nach 0:2-Rückstand durch einen Dreierpack von Pasquale Curcio noch mit 3:2. In Wünnenberg gab es einen 1:0-Sieg. „Wir wollen natürlich wieder oben mitspielen und aus den Fehlern der vergangenen Saison lernen“, sagt Wachholz und fügt hinzu: „Ein großer Fokus liegt aber auch auf der Weiterentwicklung unserer Jugendabteilung, der Röhrtalschmiede. Hier sind wir seit drei Jahren auf einem sehr guten Weg, der jedoch noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Röhrtalschmiede wird unser Fundament sein, und uns in Zeiten, in denen der Amateurfußball im Sauerland gnadenlos an Substanz verliert, die Zukunft sichern.“

Mit der FSV Bad Wünnenberg/Leiberg, den Sportfreunden Hüingsen, dem TuS Neuenrade, den Sportfreunden Birkelbach und der SG Serkenrode/Fretter sind mittlerweile fünf Teams in der Liga, die nicht aus dem Fußball-Sauerland kommen. Leidet darunter der Zuschauerzuspruch? „Natürlich gab es vergangene Saison mit den Spielen gegen den SSV Meschede, SV Herdringen und TuS Müschede mehr Derbys für uns. Deswegen ist die Liga aber nicht weniger interessant“, teilt Eric Wachholz mit und weiter: „Die Zuschauerzahlen im Sauerland sind grundsätzlich nicht berauschend. Es wäre schön, wenn sich die heimischen Fußballfans wieder mehr auf ihre Heimatvereine konzentrieren würden, anstatt nur den Bundesliga-Profis zu frönen.“

„Wir wissen, wie der TuS zu packen ist“

Vielleicht gibt es ja im Top-Spiel gegen die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg endlich wieder einmal ein volles Röhrtalstadion. Die Gäste werden seit dieser Saison von Ralf Brake trainiert, der die Nachfolge von Christian Nolte (zum VfB Marsberg) angetreten hat.

Der 53-jährige Brake arbeitet bei den Wasserwerken Paderborn und lobt insbesondere die Kameradschaft in der Truppe. „Die Spieler kennen sich seit der Jugend und halten zusammen wie Pech und Schwefel, auf und neben dem Platz. Somit kommt der Erfolg nicht von ungefähr“, sagt Brake. Mit Julian Scholz aus Brilon-Alme steht nur ein externer Spieler im Kader. Alle anderen kommen aus den beiden Ortschaften. „Bei uns bekommen die Spieler zudem keinen Cent. Es steht der Spaß im Vordergrund“, berichtet Brake, der das Spielsystem ein wenig geändert hat: „Während mein Vorgänger mehr Wert auf eine gute Defensive gelegt hat, gehe ich lieber Risiko. Der Mannschaft gefällt das.“

Die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg stellt bislang mit 16 erzielten Treffern den zweitbesten Sturm sowie mit Hendrik Mühlenbein (sieben Tore) den besten Liga-Schützen. Brake: „Wir werden auch in Sundern offensiv spielen und wissen, wie der TuS zu packen ist.“

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