Handball

TV Arnsberg vor dem Derby arg angeschlagen

Vor dem Derby gegen den TV Neheim ist der TV Arnsberg um David Capristo (Mitte) – hier gegen Alex Rohde vom TV Lössel – personell geschwächt. Gleichwohl drängt Trainer Frank Mähl auf Punkte für den sicheren Klassenverbleib.

Vor dem Derby gegen den TV Neheim ist der TV Arnsberg um David Capristo (Mitte) – hier gegen Alex Rohde vom TV Lössel – personell geschwächt. Gleichwohl drängt Trainer Frank Mähl auf Punkte für den sicheren Klassenverbleib.

Foto: Echtermann

Arnsberg.   Vor dem Lokalduell gegen den TV Neheim bangt der TV Arnsberg in der Handball-Bezirksliga um gleich mehrere Spieler. Das erwartet den HV Sundern:

Der Tabellenzweite der Handball-Bezirksliga der Herren, die SG Ruhrtal, hat spielfrei und Zeit, die eigenen Wunden zu lecken, die die bittere Niederlage gegen die HSG Gevelsberg-Silschede II hinterlassen hat. Derweil rüsten sich die beiden Lokalrivalen TV Arnsberg und TV Neheim für ein fast einmaliges Derby. Der abstiegsbedrohte HV Sundern empfängt die HSG ECD Hagen.

TV Arnsberg – TV Neheim (Sa., 19.30 Uhr). Ein Meisterschaftsmatch zwischen den Nachbarn hat es in der Rundturnhalle noch nicht gegeben. Entsprechend hoch dürfte am Samstagabend das Zuschauerinteresse sein, zumal es für den TVN um ganz wichtige Punkte für den Ligaverbleib geht. „Wir spielen aber auch nicht nur ums Prestige“, betont Frank Mähl, Trainer der Hausherren des TV Arnsberg.

Ein jüngstes Verbandsschreiben lässt offenbar Sorgen aufkommen, dass der am Grünen Tisch errungene Sieg in Attendorn doch noch aberkannt werden könnte. Und mit aktuell erst sicheren 21 Punkten ist der TVA noch nicht gerettet. Neheims Co-Trainer Sebastian Gohr mutmaßt sogar, dass mindestens 24 Zähler nötig sind, um nicht auf einem der letzten vier Plätze zu landen. Mit anderen Worten: Der TV Neheim steht, zumal noch extrem schwere Duelle bei den Spitzenteams SG Ruhrtal und HSG Herdecke/Ende anstehen, mächtig unter Erfolgsdruck.

Im Hinspiel, das 31:28 für den TV Arnsberg endete, waren die Neheimer arg ersatzgeschwächt. Diesmal wird ihnen nur der weiter verletzte Felix Pater fehlen. Doch auch der TVA ist nicht sorgenfrei. „Ich habe das Montagstraining abgesagt, weil nur ein Feldspieler gekommen wäre“, schildert Frank Mähl sein Dilemma. Etliche Akteure haben wegen ihrer Erkältungen Stubenarrest. Definitiv fehlen werden Johannes Mevenkamp, Fabian Röhrig und Paul Capristo, der sich auf eine Leistenoperation vorbereitet. Die bei der knappen Niederlage beim TV Lössel schmerzlich vermissten Jonas Erk und Johanns Dame sind wieder an Bord.

HV Sundern – HSG ECD Hagen (So., 18 Uhr). Im Hinspiel beim 31:10 gelang Schlusslicht HSG ECD Hagen einer seiner bislang zwei Saisonsiege. Die Sunderaner sind zwar aufgrund ihrer Heimstärke gefürchtet, kommen aber nur ganz selten in den Genuss, als Favorit in ein Spiel zu gehen. „Diesmal erwartet jeder einen Sieg von uns. Das ist eine gefährliche Ausgangslage, denn sie könnte zu einer nachlässigen Einstellung führen. Wir waren schließlich nur deshalb daheim bislang so erfolgreich, weil wir uns immer zu 100 Prozent ins Zeug gelegt haben“, warnt HVS-Trainer Frank Schaden.

Der Gast, der nur einen Punkt aus den vergangenen 13 Partien sammelte, hielt jedoch in vielen Partien bis in die Schlussphase hinein mit. „Wir müssen das Tempo hochhalten, damit wir notfalls über konditionelle Vorteile den Sieg einfahren“, meint Schaden. Er setzt darauf, dass sein Team erneut mit einer aggressiven Abwehr und hoher Kampfkraft überzeugt.

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