Fußball

Was Daniel Struwe als Trainer des TuS Rumbeck vorhat

Erst auf dem Feld, jetzt an der Seitenlinie für den TuS Rumbeck aktiv: Daniel Struwe (links), hier in einer Partie bei der SG Balve/Garbeck.

Erst auf dem Feld, jetzt an der Seitenlinie für den TuS Rumbeck aktiv: Daniel Struwe (links), hier in einer Partie bei der SG Balve/Garbeck.

Foto: Reker

Rumbeck.  Fußball-A-Ligist TuS Rumbeck hat mit Ex-Kapitän Daniel Struwe einen neuen Trainer. Kontrahent TuS Bruchhausen traf eine bedeutende Entscheidung.

„Wir freuen uns auf ein neues, interessantes Kapitel.“ So äußert sich Vorsitzender Stephan Kersch in einer Mitteilung des TuS Rumbeck über die Verpflichtung von Daniel Struwe, der ab sofort das Traineramt übernimmt. Stephan Kerschs Vater Wolfgang Kersch war im Nachgang der 2:3-Pleite beim SV Hüsten 09 II von seinem Amt zurückgetreten.

Den Rumbeckern ist es also wie angekündigt gelungen, eine schnelle Lösung für den vakanten Trainerposten zu präsentieren. Für den Neuen, Daniel Struwe, der laut Aussage des Vereins in der neuen Spielzeit ohnehin hatte übernehmen sollen, ist es die erste Station als alleinverantwortlicher Trainer.

Vom Spielführer zum Coach

Der 29-Jährige kennt sich beim TuS Rumbeck indes bestens aus: Struwe hatte selbst sechs Jahre für den TuS gespielt und das Team als Kapitän angeführt, ehe er zum Ende der vergangenen Spielzeit beschloss, kürzer zu treten. „Es freut mich sehr, dass ich mich jetzt beim TuS Rumbeck als Trainer beweisen darf. Ich kenne die Truppe gut, bin mit fast allen Jungs gut befreundet und weiß, wie sich die Mannschaft fühlt“, sagt Daniel Struwe. Dass seine veränderte Rolle weg vom Mitspieler hin zum Trainer ein Problem im Umgang darstellen könnte, findet Struwe nicht: „Im Gegenteil, ich glaube das ist ein Vorteil.“

Gegenüber dieser Zeitung hatte sein zurückgetretener Vorgänger Wolfgang Kersch Zweifel gehegt, ob die Mannschaft des TuS aktuell die richtige Einstellung aufbringe, um erfolgreich Fußball zu spielen. „Meiner Meinung nach ist die Mannschaft alles andere als eine Thekentruppe. Natürlich trinkt man gerne mal ein Bier, aber wir waren schließlich auch eine lange Zeit lang erfolgreich“, sagt Struwe.

Das Debüt kommt schneller als gedacht

Sein Debüt als Coach des auf Tabellenplatz acht abgerutschten TuS Rumbeck feiert der Oeventroper nun bereits an diesem Sonntag um 15 Uhr mit dem Heimspiel gegen den TuS Oeventrop. Co-Trainer Denis Lage, Torwart-Trainer Uwe Bornemann und Betreuer Burkhard Lenze bilden weiterhin das unterstützende Team neben dem neuen Coach.

Für die Saison möchten Struwe und sein „Co“ Denis Lage noch kein ganz konkretes Ziel ausrufen. „In unserer Mannschaft steckt viel Potenzial. Wir wollen gern zwischen Tabellenplatz fünf und acht landen“, sagt Struwe. Gesucht werden derzeit noch ein neuer Abwehr- und ein Mittelfeldspieler.

TuS Bruchhausen zieht sich zum Saisonende zurück

Der zweite Absteiger aus der Kreisliga A Arnsberg ist gefunden. Neben dem bereits sportlich feststehenden Absteiger FC BW Gierskämpen hat nun der TuS Bruchhausen bekannt gegeben, sein Team zum Ende dieser Saison aus der A-Liga zurückzuziehen.

Wie berichtet, hatte der TuS bereits vor Wochen angekündigt, künftig nur noch in der B-Liga spielen und sich neu aufstellen zu wollen. Offen war bislang indes noch, ob sich der TuS Bruchhausen zum Ende dieser Saison oder nach Ende dieser Spielzeit zurückzieht. In letzterem Fall hätte ein Absteiger mehr als jetzt die A-Liga verlassen müssen, da aus der Bezirksliga 4 sowohl der TuS Müschede als auch der SV Herdringen – sollte kein Wunder geschehen – absteigen werden. „Wir ziehen unsere Mannschaft vor dem letzten Spieltag aus der A-Liga zurück. Das hat aber keine Konsequenzen auf die Partien unserer ersten und zweiten Mannschaft. Die Spiele werden wie geplant stattfinden“, sagt Stephen Hoffmann, Sportlicher Leiter des TuS Bruchhausen.

Derzeit steht die SG Allendorf/Amecke mit 16 Punkten auf dem zweiten Abstiegsplatz. Der TuS Bruchhausen habe die Entscheidung so getroffen, da die „Zweite“ in der C-Liga bei neun Punkten Rückstand zu Platz zwei „keine Chance mehr hat, aufzusteigen“, so Hoffmann.

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