Wintersport

Weltcup-Start: HSK-Olympiasiegerinnen vor Herausforderungen

| Lesedauer: 2 Minuten
Bobpilotin Laura Nolte vom BSC Winterberg würde auch beim Weltcup-Start in Kanada gerne feiern.

Bobpilotin Laura Nolte vom BSC Winterberg würde auch beim Weltcup-Start in Kanada gerne feiern.

Foto: Adam Pretty / Getty Images

Whistler/Winterberg.  Bobpilotin Laura Nolte und Skeletoni Hannah Neise (beide BSC Winterberg) holten im Frühjahr jeweils Olympia-Gold. Nun erwarten sie große Aufgaben

Sie sind zwar Olympiasiegerinnen – doch vor dieser Herausforderung haben sowohl Bobpilotin Laura Nolte als auch Skeletoni Hannah Neise (beide BSC Winterberg) Respekt. Zum Auftakt der Weltcupsaison steht für das Duo die Premiere im schnellsten Eiskanal der Welt an. Am Donnerstag, 24. November (23.30 Uhr / Skeleton, Frauen), und Freitag, 25. November (19 Uhr / Monobob, Frauen), fahren Nolte und Neise erstmals im kanadischen Whistler in der Olympiabahn von 2010.

Die Erwartungen an Nolte und Neise sind aber gedämpft – Olympiasiege hin oder her. Wie kompliziert Whistler sein kann, zeigte sich bereits im Training. „Wir hatten zwei Trainingseinheiten vor dem offiziellen Training. Die Bahn war bei minus vier Grad sehr schnell“, sagte Chef-Bundestrainer Bob, René Spies. Er ergänzte: „Mit den Frauen sind wir erst vom unteren Start gefahren, trotzdem hatten sie bis zu 138 km/h drauf. Am ersten Trainingstag ist Christoph Hafer im Zweier gestürzt, die anderen sind gut runtergekommen. Am zweiten Trainingstag ist etwas passiert, das uns noch nie passiert ist: Alle drei Herren sind im ersten Lauf in der Ausfahrt von Kurve 13 gestürzt.“

Heißt: Auch die Top-Piloten Francesco Friedrich und Johannes Lochner erwischte es. „Das gab ein paar Blessuren, aber nichts Besorgniserregendes“, sagte Spies. Mittlerweile fahren auch die Frauen „von ganz oben“. Eine Vorsichtsmaßnahme trifft der Winterberger Spies aber: Pilotin Lisa Buckwitz, die erstmals im Weltcup startet, wird „aus Sicherheitsgründen nur im Monobob starten, weil der Zweier hier schon eine Nummer ist“. Kim Kalicki, ohne Anschieberin Leonie Fiebig (BSC Winterberg), und Laura Nolte fahren beide Disziplinen.

„Die Bahn ist sehr schnell, die Geschwindigkeiten im unteren Bereich sind extrem hoch“, sagte auch Christian Baude, Skeleton-Cheftrainer. Er ergänzte, was auf Nolte und Neise zutrifft: „Ich erwarte auf den Amerika-Bahnen keine TopDrei-Platzierungen.“ Nolte sagte: „Ich setze mich speziell für die Übersee-Rennen nicht unter Druck. Hier werden die Kanadier und Amerikaner stark performen.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Arnsberg

Liebe Nutzerinnen und Nutzer:

Wir mussten unsere Kommentarfunktion im Portal aus technischen Gründen leider abschalten. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie
» HIER