SuperCup in Sundern

Interview mit Jan Gajewski, Trainer der SG Balve/Garbeck

Kleine Konferenz am Spielfeldrand: Jan Gajewski (rechts), Trainer des Fußball-A-Kreisligisten SG Balve/Garbeck, im Gespräch mit seinem Assistenten Mirko Cofalla. Die Szene zeigt das Duo beim Regional-Cup in Plettenberg.

Kleine Konferenz am Spielfeldrand: Jan Gajewski (rechts), Trainer des Fußball-A-Kreisligisten SG Balve/Garbeck, im Gespräch mit seinem Assistenten Mirko Cofalla. Die Szene zeigt das Duo beim Regional-Cup in Plettenberg.

Foto: Dietmar Reker

Balve/Garbeck.   Finale des Volksbanken-WinterCups in Sundern: Wir haben mit Jan Gajewski, Trainer der SG Balve/Garbeck, über Favoriten und Aussichten gesprochen.

Anpfiff für das Finale. Der SuperCup findet am Sonntag, 3. Februar, in der Sporthalle des Schulzentrums in Sundern statt. Der Volksbanken-WinterCup ist nach Veranstalterangaben das größte Hallenfußballturnier in NRW. Von anfangs 146 Teams haben 16 den Sprung in die Endrunde geschafft. Darunter befindet sich die SG Balve/Garbeck. Wir haben mit Jan Gajewski, Trainer des Fußball-A-Kreisligisten, unter anderem über die Gegner, die Favoriten und den Trainingsbetrieb gesprochen.

In Plettenberg hat Ihr Team beim RegionalCup den Sprung in den SuperCup geschafft. Wie ist der Trainingsbetrieb seitdem verlaufen?

Jan Gajewski: Die Qualifikation für den SuperCup hat schon ein wenig unsere spiel- und trainingsfreie Zeit aufgemischt. Ursprünglich sollten alle rund um unsere Mannschaft einen Moment Abstand zum Geschehen bekommen. Aber, dass dieser Plan durch die eine oder andere Trainingseinheit aufgeweicht wurde, haben wir natürlich gerne in Kauf genommen.

Wie sieht Ihre Zwischenbilanz beim 30. Volksbanken-WinterCup vor dem Start in Sundern aus?

Ich habe vor dem Turnier gesagt, dass man sportlich ehrgeizig und ambitioniert sein muss, wenn man an solch einer Veranstaltung teilnimmt und dann mit der Zielsetzung in die Spiele geht, diese auch gewinnen zu wollen. Das halte ich für eine wertvolle Grundlage für unsere gesamte Entwicklung. Und trotzdem ist es keine Selbstverständlichkeit für eine junge Mannschaft wie uns, dass wir jetzt die Finalspiele bestreiten werden. Wir können schon von einer erfolgreichen Turnierteilnahme sprechen.

Mit welchem Team werden Sie in Sundern an den Start gehen?

Bei aller Wertschätzung für die Möglichkeit, sich mit Mannschaften zu messen, mit denen wir im Alltag ansonsten eher weniger Berührungspunkte haben, war für uns aber auch immer klar, dass wir dem Hallenspiel nicht alles unterordnen werden. So wird es auch im SuperCup sein. Wir müssen einige kranke Spieler und Rekonvaleszenten ersetzen. Aber das ist ja nichts Neues und wird uns auch am Sonntag wieder gut gelingen.

Ihr Team ist in der Gruppe B am Start. Unter anderem geht es gegen den Westfalenligisten SC Neheim. Wie beurteilen sie das Kräfteverhältnis?

In den Finalspielen wird jedes Spiel eine Herausforderung, unabhängig von der Ligazugehörigkeit der Teams. In unserem Fall hat BW Büderich souverän seine Vorrundengruppe gewonnen und ist zudem beim letzten Wintercup Gesamt-Vierter geworden, VfR Borgentreich hat den RegionalCup in Warburg angeführt und der SC Neheim ist als Westfalenligist ohnehin Mitfavorit auf den Titel – da werden wir als Team einen geschlossen starken Tag haben müssen, um die Vorrundengruppe erfolgreich zu gestalten.

Was trauen Sie Ihrer Mannschaft zu?

Wir haben uns in den beiden Vorrunden zum SuperCup dadurch ausgezeichnet, dass wir uns im Laufe der Spiele in den Wettbewerb hineingearbeitet und von Spiel zu Spiel dazugelernt haben. Ohne Zweifel sind um uns herum starke Teams aufgestellt. Zu denen gehören wir aber selber ebenfalls und deshalb dürfen wir auch auf die Finalrunde hoffen, sofern uns ein guter Start in den Turniertag gelingt.

Insgesamt 16 Teams spielen beim SuperCup. Wer ist für Sie der Favorit auf den Gesamtsieg?

Als Titelverteidiger und ranghöchste Mannschaft auf dem Parkett kommt man nicht umhin, den SC Neheim ganz vorne zu sehen. Aber schon der RegionalCup hat gezeigt, dass sich keine Mannschaft vom Gesamtfeld deutlich abgesetzt hat, so dass prinzipiell spannende Spiele bevorstehen dürften.

Ist die Zeit der Hallenturniere für Ihr Team nach dem Auftritt in Sundern beendet?

So ist es. Das spiel- und trainingsfreie Wochenende haben wir noch einmal gegen unseren letzten Auftritt in der Halle getauscht, danach setzen wir die Vorbereitung auf den Rückrundenstart am 10. März fort.

Wie stellt sich aktuell die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Kreisliga A Arnsberg dar?

Glücklicherweise sind beinahe alle Spieler, die zum Ende der Hinrunde längere oder kürzere Zeit ausgefallen sind, mit dem Trainingsauftakt zurückgekehrt. Das gibt uns mehr Flexibilität und Alternativen für unser Spiel, die wir im Prinzip während der kompletten Hinrunde nie hatten. Außerdem kommen demnächst Jakob Wülle nach seinem Auslandssemester und Stefan Schwartpaul, der dann hoffentlich eine knapp einjährige Schulter-Odyssee hinter sich haben wird, wieder zur Mannschaft. Beide werden uns mit ihrem fußballerischen Geist und tollen Typus beleben.

Mit welchen Erwartungen blicken Sie auf die Fortsetzung der Meisterschaft?

Wir müssen nach der Halle auch auf dem Großfeld in unserer Entwicklung weiter lernen wollen. Dieser Prozess ist ein wenig komplexer und benötigt einen längeren Anlauf. Da spielen sicherlich auch unsere Neuzugänge Mirco Camminady und Dennis Kluy eine hoffnungsvolle Rolle, sich unseren Rookies anzunehmen und an ihrer Seite weiterentwickeln zu lassen. Diesen Weg sollten wir mit aller Entschlossenheit weitergehen und an unsere Stärken glauben.

Wie überzeugen Sie einen Fußballfan, ein Spiel der SG Balve/Garbeck live zu verfolgen?

Grundsätzlich macht es jedem Fußballfan doch Spaß, eine junge, hungrige Mannschaft zu erleben, die sicher nicht perfekt ist, aber ihrer Entwicklung entgegenstrebt und als Teil eines tollen Vereins der gefestigten Vereinshülle ihr Gesicht gibt. Das gilt für jede unserer drei Seniorenmannschaften, die in ihrer Weise insbesondere unseren Jugendteams zum Vorbild werden sollen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben