Schwimmen - Titelkämpfe

Bochumer Schwimmer geben bei Stadtmeisterschaften alles

Stadtmeisterschaften im Schwimmen. Ausrichter waren der SV Langendreer 04 Schwimmen und WASPO Langendreer-Werne.

Stadtmeisterschaften im Schwimmen. Ausrichter waren der SV Langendreer 04 Schwimmen und WASPO Langendreer-Werne.

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Bochum.  178 Schwimmerinnen und Schwimmer traten bei den Stadtmeisterschaften in Langendreer an. Ein Verein dominierte Teilnehmerfeld und Titelkämpfe.

Große Pokale warteten auf die frisch gekürten Stadtmeister der verschiedenen Altersklassen. Wer eine der begehrten Trophäen gewinnen wollte, musste sich in einigen Vorläufen für die Finals qualifizieren. Fünf der sechs Sieger kamen vom Blau-Weiß Bochum. „Ein bisschen stressig, aber super.“ So fasste Stefan Ickler, sportlicher Leiter des SV Langendreer 04, die Organisation der Meisterschaften zusammen.

Der Verein war in Kooperation mit der WASPO Langendreer-Werne Ausrichter. Die Teilnehmer schwammen auf sechs Bahnen im Hallenfreibad Langendreer. Dabei finden dort aktuell Renovierungsarbeiten statt. Ickler ist daher froh, dass „man sich für die Vereine entschieden hat“. Zwischen Kartons und Staub sitzt er an einem Laptop und sortiert die Ergebnisse.

Vorbereitungsturnier

Für die Schwimmer beginnt die Saison erst in einigen Monaten, bislang sind sie noch in der Vorbereitung. So auch der SV Bochum 03. Thomas Schmidt, erster Vorsitzender des Vereins: „Mit den Leistungen bin ich für diesen Zeitpunkt in der Saison zufrieden.“ Stephan Herzog trainiert die erste Mannschaft beim Blau Weiß Bochum und ergänzt: „Der Wettkampf fällt mitten in unsere Vorbereitung.“

Besonders der Name eines Vereins war auf den Ergebnislisten immer wieder zu lesen. Etwa die Hälfte aller Teilnehmer kam vom Blau Weiß. „Die Stadtmeisterschaften sind sehr wichtig. Besonders in einer Randsportart wie Schwimmen“, so Herzog. Auch sportlich sei er zufrieden. „Wir haben ein ordentliches Niveau gezeigt“, sagte der Blau Weiß-Trainer nach den Finals. Immerhin kamen fünf der sechs Gesamtsieger aus seinem Verein.

BW-Dominanz unterbrochen

So wurde David Bauer Sieger des Nachwuchs-Finals, Julian Schulz gewann das Junior-Finale und Junior-Siegerin wurde Marie Linn. Auch bei den Erwachsenen standen Blau-Weiß-Athleten ganz oben auf dem Treppchen. Niklas Reibenspiess bei den Männern und Anna Kroniger bei den Frauen erreichten den jeweils ersten Platz. Lediglich Fee Lukosch von der SG Ruhr konnte die BW-Dominanz mit ihrem Sieg unterbrechen. Sie wurde erste in der Nachwuchs-Wertung.

Anna Kroniger, zuletzt bei den Hochschul-Weltmeisterschaften am Start, zeigte sich zufrieden: „Es ist immer eine schöne Bestätigung, hier zu gewinnen.“ Trotz ihrer Erfolge und eigentlichen Trainingsstandorts in Essen sei es „immer schön die Leute wiederzusehen“, so die 19-jährige.

Positive Entwicklung

Das Geschehen vom Beckenrand aus beobachtend wurde von einigen Trainern und Verantwortlichen die Schließung des Unibades als Knick im Vereinswesen bezeichnet. „Für die Vereine war das sehr schwierig“, so Arne Hörber, Fachschaftsleiter Schwimmen des Stadt-Sportbundes. „Es gibt aber wieder mehr junge Sportler. Die Qualität hat sich kontinuierlich gesteigert.“ Auch der erste Vorsitzende der Linden-Dahlhäuser Schwimm Vereinigung, Lothar Middendorf attestiert eine „gute Stimmung“. Er habe das Gefühl, dass „die Jugend die Meisterschaften wahrnimmt“.

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