Fußball Kreisliga

BV Hiltrop ärgert sich nach unglücklichem 1:2 gegen Bergen

Justin Sarpong vom BV Hiltrop scheitert hier an Bergens Torwart Martin Kozielski

Justin Sarpong vom BV Hiltrop scheitert hier an Bergens Torwart Martin Kozielski

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Bochum.  Union Bergen bleibt auch im letzten Spiel der Hinrunde ungeschlagen und schlägt Hiltrop mit 2:1. Hiltrop hadert über den Schiedsrichter.

Große Freude auf der einen, maximale Enttäuschung auf der anderen Seite. Nach dem Abpfiff hätte die Stimmung beider Vereine nicht unterschiedlicher sein können. Während Bergen den bereits zwölften Sieg der Saison feierte und damit die Hinrunde als ungeschlagener Tabellenführer beendete, haderte Hiltrop mit der unglücklichen Niederlage.

„Ich kann meiner Mannschaft heute absolut keinen Vorwurf machen, die Jungs haben ein überragendes Auswärtsspiel abgeliefert, das wir definitiv hätten gewinnen müssen“, ärgerte sich Gästetrainer Mirko Talaga, der vor allem mit der Leistung des Schiedsrichters alles andere als zufrieden war: „Ich beschwere mich nie über den Schiedsrichter und werde auch jetzt nicht weiter darauf eingehen, aber er war heute der entscheidende Faktor.“

Hiltrop bereitet Bergen Probleme

Was war passiert? Beide Mannschaften hatten stürmisch begonnen, ohne sich dabei wirklich viele Chancen herauszuspielen. Union war bemüht, Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen, bei eigenem Ballbesitz jedoch meist zu hektisch. So dauerte es eine knappe halbe Stunde, bis die Hausherren zu ihrem ersten Abschluss kamen. Bergen setzte sich stark über die linke Seite durch, Sven Sukkels Abschluss aus dem Rückraum konnte Hiltrops Schlussmann aber noch über das Tor lenken.

Patrick Beimdieke gleicht aus

Die Führung für Bergen brachte dann eine Standardsituation. Nachdem Kapitän Pascal Hoffmann im Strafraum nur mit einem Foul zu stoppen gewesen war, zögerte Schiedsrichter Osman Genc nicht und zeigte auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst souverän zum 1:0 für Union (35.). Die zu diesem Zeitpunkt durchaus überraschende Führung währte aber nicht lange. Hiltrop hielt an seiner Spielweise fest und kam nur zwei Minuten später nach einem Eckball zum verdienten Ausgleich durch Patrick Beimdieke.

BV Hiltrop hadert mit dem Schiedsrichter: Treffer zählt nicht

Die zweite Hälfte begann, wie die erste auch, sehr hektisch. Die Partie war geprägt von zahlreichen Unterbrechungen, Strafraumszenen gab es kaum. Eine der seltenen Torchancen vergab Hiltrop leichtfertig, als Jonas Föhrer in der 71. Minute einen Konter überhastet beendete und den Ball ins Aus flankte.

Einige Zeit später wurde es dann laut. Bergens Schlussmann Martin Kozielski war bereits geschlagen, der Ball segelte in Richtung des freistehenden Tores, ehe Hiltrops Mirco Porsdorf ihn über die Linie drückte. Der Unparteiische hatte Porsdorf zum Zeitpunkt des Schusses jedoch im Abseits gesehen und wertete den Treffer nicht, lauten Protesten der Hiltroper zum Trotz (82.).

Aufregung herrschte kurze Zeit später auch, als Genc einen aussichtsreichen Angriff der Bergener zurückpfiff. Hiltrops Torschütze Patrick Beimdieke hatte sich über einen nicht gegebenen Freistoß beschwert und dabei, nach Ansicht des Schiedsrichters, im Ton vergriffen – Platzverweis.

Bergen feiert späten Siegtreffer

Kurz vor Ende der Partie wurde es aus Hiltroper Sicht dann besonders bitter. Bergen verwandelte einen Freistoß aus dem Getümmel heraus zum viel umjubelten 2:1. Bergens Kapitän Hoffmann erhielt wegen Meckerns kurz darauf noch die Gelb-Rote Karte. Den Gästen gelang es trotzdem nicht mehr, noch einmal zurückzukommen.

Union-Coach Deutsch zeigt Mitgefühl mit dem Hiltroper Trainer

„Ich denke, dass heute nicht unbedingt die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen hat“, räumte Bergens Trainer Markus Deutsch ein. „Hiltrop war die stärkste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison bislang gespielt haben, sie haben uns heute wirklich alles abverlangt, von daher tut mir mein Trainerkollege Leid, weil sie es heute nicht verdient hatten zu verlieren“, so Deutsch weiter, der überglücklich über den Ausgang des Spiels war: „Letzte Woche haben wir den Ball in der 90. Minute aus dem Tor geholt, heute war es andersrum, von daher nehmen wir den Sieg natürlich trotzdem gerne mit.“

Tore: 1:0 Hoffmann (35.), 1:1 Beimdieke (37.), 2:1 Rump (44.)

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