Motorsport

Ein Anfang ist gemacht von Lirim Zendeli

Ist von der Formel 4 auf die Formel 3 umgestiegen: Lirim Zendeli

Ist von der Formel 4 auf die Formel 3 umgestiegen: Lirim Zendeli

Foto: Michael Schulz

Das erste Rennwochenende in der Formel 3 liegt hinter dem Bochumer Nachwuchstalent Lirim Zendeli und seinem Sauber Junior Team by Charouz.

Das erste Rennwochenende in der Formel 3 liegt hinter dem Bochumer Nachwuchstalent Lirim Zendeli und seinem Sauber Junior Team by Charouz. Mit den Plätzen 11 und 14 im Gepäck kehrte Zendeli aus Barcelona am Sonntagabend zurück nach Bochum. Den Start in die neue Klasse verbuchte der junge Rennfahrer vor allem unter der Rubrik: Erfahrungen sammeln.

„Ich bin eigentlich ganz zufrieden“, lautet Zendelis Fazit nach drei aufregenden Renntagen in Spanien. Dennoch wäre für den Formel 3-Rookie bei seinem Debüt mehr möglich gewesen. Im Qualifying, das die Startaufstellung für Rennen 1 festlegte, belegte Zendeli Rang 14. Auf Platz 7 fehlte dem 19-Jährigen gerade einmal eine Zehntelsekunde. „Auf der entscheidenden dritten Qualifiying-Runde hatte ich viel Verkehr“, haderte Zendeli ein wenig mit dem Schicksal und zog dieses Fazit: „Mehr war einfach nicht möglich.“

Und ähnlich wie in der Formel 1 ist auch in der Formel 3 das Überholen eine Sache für sich und in Barcelona extrem schwierig. Die verwirbelte Luft des vorausfahrenden Rennwagens sorgt dort nämlich für Haftungsprobleme. So endete Rennen eins am Samstag für Zendeli auch auf Platz 14.

Sprintrennen lief etwas besser

Im Sprintrennen am Sonntag lief es dann schon etwas besser. Von Platz 14 pilotierte Zendeli seinen Formel 3-Renner auf Platz 11. „Wir als Team und ich als Pilot haben an diesem Wochenende sehr viel gelernt und wir haben uns über das gesamte Wochenende hin kontinuierlich gesteigert. Vor allem über das Setup des Wagens haben wir viele Erkenntnisse gewonnen und werden uns speziell darin sicherlich noch weiter verbessern“, berichtet der Formel 4-ADAC-Meister des Jahres 2018: „Die Formel 3 ist eine ganz andere Welt, die Formel 4 war dagegen eher Mini-Kicker.“

Sehr angespannt sei er gewesen im Rahmenprogramm der Formel 1-Welt am Steuer zu sitzen. Beinahe Auge in Auge mit den Hamiltons oder Vettels der Rennfahrerwelt. „Die Atmosphäre an der Rennstrecke hat mich schon sehr beeindruckt. Da muss ich einfach noch lockerer und cooler werden“, so der Bochumer, dem es offensichtlich an Selbstkritik nicht mangelt.

Die nächste Gelegenheit, mehr Coolness und vielleicht auch Sicherheit zu beweisen, bietet sich dem jungen Bochumer vom 21. bis 23. Juni bei den beiden Rennen im französischen Le Castellet. Auch hier fährt die Formel 3 wieder im Rahmenprogramm der Formel 1, also praktisch im Windschatten der Königsdisziplin. Auf ein Neues heißt es dann für Lirim Zendeli, der sich dann auch schon einen Schritt nach vorne erhofft.

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