Esports

Fußballkreis Bochum sucht den Stadtmeister an der Konsole

Beim VfL Bochum gibt es seit einigen Jahren eine eSports-Abteilung (Bild im Sommer 2019). Jetzt bieten Verband und Fußballkreis eine eStadtmeisterschaft für Amateurklubs an.

Beim VfL Bochum gibt es seit einigen Jahren eine eSports-Abteilung (Bild im Sommer 2019). Jetzt bieten Verband und Fußballkreis eine eStadtmeisterschaft für Amateurklubs an.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Bochum.  Der Fußballverband Westfalen und der Kreis Bochum suchen den Stadtmeister im esports. Ab 14. Juli können sich Vereine bewerben.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ruft zusammen mit dem FLVW Kreis Bochum und der Sparkasse Bochum die erste Bochumer eStadtmeisterschaft ins Leben. Hiermit wird ein Angebot für die Vereine und Mitglieder des Kreises geschaffen, sich abseits des grünen Rasens im esports an der Konsole zu beweisen, teilte der Kreis am Sonntag mit. Bewerbungsbeginn ist der 14. Juli. Gespielt wird die Fußball-Simulation FIFA 20 auf der PlayStation 4. Über fünf Wochen spielen zehn Vereine des Kreises Bochum in einer Liga um den Titel des virtuellen Stadtmeisters.

Seit 2018 ist der Verband im esports unterwegs mit seiner FLVWESPORTS Vereinstour. Hierbei werden FLVW-Mitgliedsvereine besucht, ebenso wird für die technische Ausstattung gesorgt und gemeinsam mit den Vereinen eine Vielzahl an esports-Turnieren vor Ort ausgerichtet. Seit November 2019 betreibt der Verband seinen FLVWESPORTS-Hub, auf welchem interessierte Amateur-E-Sportler an den eigenen Online-Turnieren teilnehmen können.

Auch in der Führungsetage des FLVW öffnet man sich dem kontrovers diskutierten Bereich des E-Sports. Verbandspräsident Gundolf Walaschewski erkennt die Vorteile eines Engagements: „Fakt ist, esports hat vor allem bei der heutigen Jugend einen hohen Freizeitwert. Es ist Thema. Und damit ist es auch ein Thema, an dem unsere Vereine nicht mehr vorbeikommen.“

Öffnung in Richtung Ligabetrieb: Bochum ist Pilotregion

Nun will der Verband einen Schritt weitergehen und sich durch das Pilotprojekt der Bochumer eStadtmeisterschaft erstmals in Richtung eines Ligabetriebes öffnen. Erfahrungswerte aus anderen Kreisen zeigen, dass selbst kleinere Veranstaltungen und Turniere erfolgreich durchgeführt werden. Zweitligist VfL Bochum hat vor drei Jahren eine esports-Abteilung gegründet.

Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Leiendecker zeigt sich optimistisch vor dem Start der Bochumer eStadtmeisterschaft, die vor allem die kleineren Vereine erreichen soll. „Die Gespräche mit dem Verband und der FLVW Marketing GmbH liefen sehr positiv. Wir freuen uns, dass im Kreis Bochum ein solch modernes und dynamisches Thema den Weg zu unseren Vereinen findet und wir als Kreis Teil dieses Pilotprojektes sind.“

Sparkasse Bochum fördert das Projekt mit 1.500 Euro Preisgeld

Das Projekt wird von der Sparkasse Bochum begleitet und mit einem Gesamtpreisgeld in Höhe von 1.500 Euro für die besten vier Vereine unterstützt. Die Anmeldephase für Vereine beginnt am 14. Juli. Die ersten Partien steigen am ersten August-Wochenende. Teilnahmebedingungen, die Anmeldemöglichkeit und weitere Informationen zur Bochumer eStadtmeisterschaft sind unter www.flvw-esports.de zu finden. Darüber hinaus ist ein vergleichbares Projekt mit dem FLVW Kreis Gelsenkirchen geplant. Der Ligastart wird hier ebenfalls im August liegen.

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