Volleyball

Markus Mülleneisen ist jetzt der Kapitän der Grummer

Markus Mülleneisen (am Netz) spielt seit sechs Jahren für Eintracht Grumme.

Markus Mülleneisen (am Netz) spielt seit sechs Jahren für Eintracht Grumme.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Mit Markus Mülleneisen hat Volleyball-Verbandsligist Eintracht Grumme einen neuen Kapitän. Die nächste Partie ist richtungsweisend, sagt er.

Nicht nur die Liga der Grummer Männer hat sich nach der vergangenen Saison geändert. Auch im Kader gab es einige Veränderungen. Viele Spieler verließen den Oberliga-Absteiger. Sechs Neuzugänge kamen in das Team von Karina Zuk.

Da auch der bisherige Kapitän Christian Klinge zu dieser Spielzeit etwas kürzer tritt, kam die Trainerin vor der Saison auf Markus Mülleneisen zu und bot ihm das Amt an. Der 26-Jährige spielt seit sechs Jahren für die Eintracht und zählt damit zu den dienstältesten Spielern. „Das Angebot habe ich gerne angenommen“, so der Mittelblocker. „Natürlich bedeutet die Rolle mehr Verantwortung, aber daran möchte ich auch wachsen.“

Als Kapitän ist er aber nicht nur in der Kabine als Wortführer gefragt, sondern auch auf dem Feld. Im dritten Saisonspiel gegen Holsterhausen wurde Mülleneisen dies zum Verhängnis. Bei der Tie-Break-Niederlage sah er im fünften Satz die Rote Karte. „Das war ein sehr strittiger Platzverweis. Ich habe mich beim Schiedsrichter nur wegen einer Entscheidung erkundigt“, sagte der Spielführer.

Unglückliche Niederlage gegen Holsterhausen

Generell lief die Partie etwas unglücklich. Grumme lag schon 0:2 nach Sätzen hinten, drehte im dritten Satz noch einen 23:24-Rückstand und daraufhin sogar die Partie, ehe man im Entscheidungssatz unterlag. Trotz der Niederlage wollte Mülleneisen die Fans loben. „Besonders die Unterstützung der ersten Frauenmannschaft ist wirklich bemerkenswert“, betonte er.

Einen Tag vor dem Spiel gegen Holsterhausen unterlagen die Bochumer bereits der WVV-Auswahl mit 1:3. „Sie haben wirklich intelligent angegriffen und einen guten Block gehabt“, so Mülleneisen. „Trotz der neu zusammengewürfelten Mannschaft und vieler Ausfälle haben wir gut mitgehalten.“Auf das Saisonziel angesprochen, hätte Mülleneisen vor dem ersten Spiel mit dem direkten Wiederaufstieg geantwortet. Mit den Eindrücken der ersten drei Partien und den Verletzungsproblemen wolle er auf jeden Fall oben mitspielen, denn das Team habe Lust und Trainerin Zuk würde ein gutes Training machen. Dies sei auch der Grund gewesen, dass sich viele der neuen Spieler für Grumme entschieden hätten.

Kontakt über das Studentenwohnheim

Mülleneisen selbst kam über den ehemaligen Grummer Felix Kunz zur Eintracht. Der Bauingenieur hatte während seines Auslandsjahres in Neuseeland erste Erfahrungen mit Volleyball gemacht. Wieder zurück in Bochum entstand über das Studentenwohnheim der Kontakt zu Kunz.

Der weitere Saisonverlauf hängt jetzt auch von den kommenden Partien ab. Besonders das Spiel gegen Mitabsteiger Humann Essen IV werde laut Mülleneisen richtungsweisend. Vorher trifft man aber auf die fünfte Essener Mannschaft. Dort sei ein Sieg Pflicht.

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