WAZ-Serie: Einfach Ehrensache

Monika Feygin lebt und liebt den Karate-Sport

Monika Feygin im Trainingsraum ihres Vereins Budokan Bochum. Sie macht Karate und engagiert sich ehrenamtlich im Verein.

Monika Feygin im Trainingsraum ihres Vereins Budokan Bochum. Sie macht Karate und engagiert sich ehrenamtlich im Verein.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum.  Sie ist erst 20 Jahre alt und leitet bald die neue Außenstelle von Budokan Bochum: Monika Feygin. Kinder sollen Disziplin lernen und Spaß haben.

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Jung und aktiv, das ist Monika Feygin. Die 20-jährige Karateka hat bereits sportliche Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene vorzuweisen. Außerdem studiert sie bereits im fünften Semester Jura an der Ruhr-Universität. Für Feygin noch nicht genug: ab Januar 2020 wird sie die zweite Außenstelle vom Karate-Verein Budokan Bochum in Wattenscheid übernehmen.

Wenn man mit Monika Feygin durch die Halle von Budokan Bochum nahe der Bessemer Straße läuft, ist ihre Begeisterung für den Sport nicht zu überhören. „Es ist wie eine zweite Heimat“, sagt Feygin, die seit 2005 Mitglied des Vereins ist. Das familiäre Gefühl und der Zusammenhalt haben sie bis heute nicht losgelassen. Stolz erzählt sie von ihren sportlichen Erfolgen der vergangenen Jahre. Mehrere Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften im Einzel und im Team hat die junge Sportlerin bereits erreicht. Auch international sammelte sie Erfahrung. „Wichtig ist mir, dass ich aus dem Kampf gehe und stolz auf mich bin“, sagt Feygin.

Ihre Erfahrung gibt die junge Karateka gerne an noch jüngere Generationen weiter. Schon jetzt unterstützt sie ihren Trainer Tim Milner bei den Einheiten der Leistungsgruppen. Eine Kinder-Gruppe mit teils mehr als 30 Schülern teilt sie sich momentan noch mit einer Kollegin. Es solle „viel um Spaß gehen“, findet die 20-jährige. Vor Strafliegestützen sind die Kinder in ihren Trainingsgruppen hingegen auch nicht sicher. Grenzen, so Feygin, müsse man den 5-7-jährigen schon beibringen.

Außenstelle in Wattenscheid

14 Jahre Erfahrung im Vereinsleben und viel Training sind Ausbildung genug für Monika Feygin. Einen Trainerschein peilt sie dennoch für nächstes Jahr an. Einen klaren Plan davon, was sie den Karate-Anfängern ab Januar in Wattenscheid zeigen möchte hat sie jedoch schon. Das einstündige Training beginnt mit einer Einheit Fitness. Besonders die Koordination und Stabilität der Kinder solle gestärkt werden. Danach folgen etwa 20 Minuten Technik. „Die Grundlagen werden häufig vernachlässigt“, erklärt Feygin. „Die Kinder müssen lernen, wie man richtig steht“.

Ehrensache: Monika Feygin vom Verein Budokan Bochum
Ehrensache- Monika Feygin vom Verein Budokan Bochum

Die ersten Anmeldungen für Feygins neue Gruppen in Wattenscheid sind bereits eingegangen. Interessierte können auf der Internetseite von Budokan Bochum Kontakt aufnehmen. Für Trainerin Feygin werde es zu Beginn vermutlich noch eine Herausforderung, die Kinder-Gruppen allein zu leiten. „Mit mehr Erfahrung wird das schon. Ich traue es mir auf jeden Fall zu“, sagt sie.

Familiäres Miteinander

Das familiäre Miteinander, der Zusammenhalt und das gegenseitige Motivieren machen für sie Karate und den Budokan Bochum aus. Im Laufe der Jahre hat sie viele Menschen in ganz Deutschland kennengelernt und Karate aus vielen Perspektiven betrachten können. Die gesammelte Erfahrung möchte sie nun an Kinder weitergeben. Sie ist sich sicher: „Jeder sollte Vereinssport machen.“

<<<<BOCHUMS GRÖSSTER KARATE-VEREIN

20 Jahre ist es her, dass Bernhard Milner den Budokan Bochum gegründet hat. Sein Sohn Tim, selbst seit über 30 Jahren auf der Matte, berichtet nun stolz vom „breitgefächerten Angebot“. Von 2 bis 88 Jahren sei jede Altersgruppe willkommen. Der Budokan Bochum ist nunmehr Landesstützpunkt für wettkampforientierte Sportler und öffnet demnächst seine zweite Außenstelle.

Wer einmal in der Halle von Budokan war, wird den Besuch so schnell wohl nicht vergessen. Eine ehemalige Kirche in der Halbachstraße fungiert seit 1999 als Trainingsstätte. Um die über 400 Mitglieder kümmern sich gut zehn Trainer sowie Milner und seine Mutter in Vollzeit. Ein großes und ein kleines Dojo in der Halbachstraße seien für so viele Mitglieder nicht genug. Deshalb folgt auf eine erste Außenstelle in Werne im Januar 2020 eine zweite in Wattenscheid.

Sportlich hat Budokan viele Deutsche Meister und auch EM- sowie WM-Medaillengewinner hervorgebracht. Zudem ist Bochum der Landesstützpunkt für Wettkampf-Sportler. Landestrainer ist Tim Milner, der den fünften Dan trägt. Das familiäre Gefühl, so berichten die Mitglieder, gehe dennoch nicht verloren und bleibt die womöglich größte Stärke des Karate-Vereins.

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