Regionalliga

SG Wattenscheid will in Wuppertal die Talfahrt stoppen

Nach dem 1:2 gegen Lotte wollen Matthias Tietz (l.) und die SG Wattenscheid zurück in die Erfolgsspur finden.

Nach dem 1:2 gegen Lotte wollen Matthias Tietz (l.) und die SG Wattenscheid zurück in die Erfolgsspur finden.

Foto: Thorsten Tillmann

Wattenscheid.  Nach fünf Spielen ohne Sieg und dem drohenden Abzug von neun Punkten steht Regionalligist SG Wattenscheid 09 beim Wuppertaler SV unter Zugzwang.

Unter der Woche gab es für beide Teams Rückschläge. Am Montag traf es die SG Wattenscheid 09, die bei der 1:2-Heimniederlage gegen Drittliga-Absteiger Sportfreunde Lotte eine Führung verspielte. Tags darauf spielte der Wuppertaler SV bei Aufsteiger TuS Haltern nach einer 2:0-Führung nur 2:2. Damit ist klar: Im Duell der beiden Traditionsvereine im Stadion am Zoo am Samstag (14 Uhr) werden beide Mannschaften darauf brennen, die jeweilige Negativserie zu stoppen.

Die Reihe der sieglosen Partien hält bei der SGW allerdings schon etwas länger an. Nach dem 2:0-Auftaktsieg beim SC Verl hat die Mannschaft von Trainer Farat Toku nur noch einen Punkt geholt. Angesichts des drohenden Abzugs von neun Punkten bei Eröffnung des beantragten Insolvenzverfahrens hat sich die Situation bei den Schwarz-Weißen zugespitzt.

Insolvenzantrag: Urteil des Gutachters steht noch aus

Seitdem der Antrag am vergangenen Donnerstag beim Amtsgericht Bochum liegt, ist mit Ausnahme des Heimspiels gegen Lotte nur wenig Beachtenswertes passiert. Der vom Amtsgericht bestellte Gutachter hat sich dem Vernehmen nach noch nicht auf der Geschäftsstelle der SG Wattenscheid gemeldet. Sein Urteil wird darüber entscheiden, ob das Insolvenzverfahren über den Klub eröffnet wird oder nicht. Rund um das Lohrheidestadion gibt es derzeit kein anderes Thema.

Canbulut verspricht: Spieler geben weiter alles

Auch die Spieler sind gedanklich nicht ausschließlich bei den Aufgaben, für die sie der Verein geholt hat. „Natürlich steckt uns die Situation in den Köpfen“, betonte Berkant Canbulut, der gegen Lotte zur Wattenscheider Führung getroffen hatte. „Allerdings sind wir froh, dass die Verantwortlichen uns aufgeklärt haben. Wir werden weiterhin alles für diesen Verein in die Waagschale werfen.“

In Wuppertal soll der Knoten nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg platzen. Beim WSV hingegen hat sich die finanzielle Lage eingependelt. Vor der Saison geisterte auch rund um das Stadion am Zoo immer wieder das Gerücht von einer drohenden Insolvenz, doch die Spieler, darunter auch der ehemalige Wattenscheider Torhüter Edin Pepic, zeigen sich in dieser Saison trotzig. Der Traditionsklub startete mit neun Punkten aus den ersten drei Partien - und das trotz eines Mini-Etats von nur 300.000 Euro.

Silvio Pagano hängt in Wuppertal eine Saison dran

Manager Karsten Hutwelker und Trainer Andreas Zimmermann scheinen einen guten Job zu machen. Seit Dienstag gehört auch wieder ein alter Bekannter zum Kader des Regionalliga-Sechsten. Silvio Pagano (33), der seine Karriere eigentlich beenden wollte, hat für eine weitere Saison beim WSV zugesagt. Ob der Rechtsverteidiger schon am Samstag zum Kader im Heimspiel gegen Wattenscheid gehören wird, ist unklar.

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