Rudern

Studenten der Ruhr-Uni Bochum greifen nach dem WM-Titel

Der Deutschland-Achter (v.l.): Johannes Weißfeld, Laurits Follert, Christopher Reinhardt, Torben Johannesen, Martin Sauer, Jakob Schneider, Malte Jakschik , Richard Schmidt und Hannes Ocik.

Der Deutschland-Achter (v.l.): Johannes Weißfeld, Laurits Follert, Christopher Reinhardt, Torben Johannesen, Martin Sauer, Jakob Schneider, Malte Jakschik , Richard Schmidt und Hannes Ocik.

Foto: Guido Kirchner / dpa

Linz/Österreich.  Sieben Studenten der Ruhr-Universität kämpfen bei der Ruder-WM um Titel, Medaillen und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020.

Die Tour durch Europa endet für die Ruderer im österreichischen Linz. Das primäre Ziel ist, Tickets für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu lösen. Sieben Ruderer der Ruhr-Universität Bochum kämpfen ab Sonntag bei den Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim um Titel, Medaillen und eben Olympia. Allen voran die Recken aus dem erfolgsverwöhnten Deutschland-Achter werden wieder im Fokus stehen.

Steuermann Martin Sauer (Jura), Malte Jakschik (Maschinenbau), Jakob Schneider (Biologie und Politik, Wirtschaft, Gesellschaft), Christopher Reinhardt und Johannes Weißenfeld (beide Humanmedizin) wollen drei Monate nach dem Gewinn des EM-Titels auch Weltmeister werden.

Das Flaggschiff ist seit Jahren konstant Weltklasse

Die Qualifikation des Achters für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr scheint angesichts der jüngsten Erfolgsgeschichte – seit über elf Jahren war das deutsche Ruder-Flaggschiff in keinem Rennen schlechter als Platz zwei, die überwiegende Mehrzahl wurde gewonnen – reine Nebensache zu sein. Aber die Sportler haben die Olympia-Hürde fest im Blick: Hierzu ist Platz fünf Pflicht.

Das Ziel ist die Titelverteidigung

„Es wird ziemlich eng zur Sache gehen. Im WM-Finale mit sechs Booten wird es dann ein Hauen und Stechen geben“, sagte Jakschik, der Mittwoch mit seinem Team aus München nach Linz reiste. Der Plan: Über den Vorlauf am Dienstag ins Finale einziehen und dann voll angreifen: Das Ziel ist schließlich die erfolgreiche Titelverteidigung.

Michaela Staelberg hat hohe Ambitionen mit dem Doppelvierer

Hochgesteckte Ambitionen hat auch RUB-Psychologie-Studentin Michaela Staelberg. Nach dem Gewinn von EM-Gold in Luzern peilt die 24-Jährige mit dem Doppelvierer der Frauen auch in Linz eine Medaille an. Dabei tritt das Quartett in einer leicht veränderten Besetzung an. Für die verletzte Julia Lier rückt wie zuletzt schon beim Weltcup-Sieg in Rotterdam Daniela Schultze ins Boot und Staelberg vom Bug auf Position zwei einen Platz nach vorn.

Für Felix Wimberger ist die WM fast ein Heimspiel

Fast ein Heimspiel ist die WM in Linz für RUB-Student Felix Wimberger. Der Passauer, der seit vielen Jahren in Dortmund lebt und an der RUB seinen Master in Maschinenbau angeht, macht den Vierer ohne Steuermann stark. Nach zwei WM-Titeln mit dem Deutschland-Achter fährt er nun in dem etwas kleineren Boot ebenfalls in der Weltspitze mit. EM-Bronze und der dritte Platz beim Weltcup in Rotterdam lassen hoffen, dass Wimberger mit dem Vierer auch bei der WM vorne mitmischt – und das Olympia-Ticket holt.

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