Fußball Westfalenliga

Trotz Feuerwerks an Chancen: Wiemelhausen 1:1 gegen Hordel

Tom Franke von Concordia Wiemelhausen (r.) im Duell mit Patrick Nemec vom TuS Hordel.

Tom Franke von Concordia Wiemelhausen (r.) im Duell mit Patrick Nemec vom TuS Hordel.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum-Wiemelhausen.  Im Westfalenliga-Derby geht Hordel nach wenigen Sekunden in Führung, danach spielt nur noch Wiemelhausen. Bis zum Ausgleich aber dauert es.

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Im Westfalenliga-Derby wollten Wiemelhausen und Hordel herausfinden, wer die Nummer zwei in Fußball-Bochum hinter dem VfL ist. Die Entscheidung muss auf die Rückrunde vertagt werden, denn am Sonntag trennten sich die Teams an der Glücksburger Straße mit einem 1:1-Remis. Richtig zufrieden war damit keiner: Die DJK lieferte eine der schwächsten Saisonleistungen ab, die Concordia haderte mit der Chancenverwertung.

Wer nicht pünktlich zum Anpfiff da war, hatte den ersten Treffer schon verpasst. Gerade einmal 35 Sekunden waren vergangen, da lag Hordel in Führung. Timo Erdmann steckte den Ball genau durch die Schnittstelle, Peter Elbers blieb vor dem Tor cool. Es war für lange Zeit die einzige Hordeler Möglichkeit, denn mit der Führung im Rücken konzentrierten sich die Gäste ganz auf ihre Stärke: das Verteidigen.

Das Spiel geht nur in eine Richtung

So ging das Spiel nur in eine Richtung. Zunächst fehlten den Wiemelhausern die Abschlüsse, der letzte Pass saß oft nicht, doch mit der Zeit näherten sie sich dem Tor immer mehr an. Die Chancenverwertung ließ allerdings zu wünschen übrig. Cedrick Hupka jagte den Ball aus 15 Metern vorbei, Tom Franke aus elf Metern, Kai Strohmann köpfte über das Tor, ebenso wie Christopher Schmidt und erneut Hupka.

Auch nach der Pause drückt Concordia

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Geschehen nicht. Die DJK Hordel versuchte hinten den Laden dicht zu machen. Die beste Defensive der Liga hatte dabei jedoch so ihre Probleme, war vor allem über die Außenpositionen anfällig. Die Concordia blieb ständig im Vorwärtsgang, im Abschluss aber unglücklich. Sieben dicke Chancen brauchte es, bis die Gastgeber zum Ausgleich kamen. Schließlich machte es der Kapitän: Bei einer Ecke stieg Abwehrrecke Christopher Schmidt am höchsten, köpfte den Ball mit aller Wucht in die Maschen und war kurz danach unter einer weißen Jubeltraube begraben.

Hordels Torwart ist der beste Spieler der Gäste

In der Schlussphase hätten die Wiemelhauser das Spiel fast noch ganz gedreht, doch Hupkas Schuss landete in den Armen von DJK-Torhüter Ivan Prebanic, der beste Hordeler an diesem Tag. Die Gäste holten zum Ende immerhin noch drei Ecken heraus, doch Gefahr konnten sie nicht mehr heraufbeschwören. So konnten sich die Hordeler zwar glücklich mit dem Punkt schätzen, zufrieden waren sie mit ihrer Leistung aber nicht.

Trainer können nur im Grundsatz mit dem Punkt leben

Auch die Wiemelhauser waren nicht wirklich froh, für sie war mehr drin. So zogen am Ende auch die Trainer ein gemischtes Fazit. „Ich weiß nicht so recht, ob ich mich freuen soll, wir hätten das Ding gewinnen können. Mit einem Punkt im Derby gegen Hordel kann man aber auch nicht unzufrieden sein. Wir sind anscheinend noch nicht so weit, dass wir nach ganz oben schielen können“, sagte Concordia-Trainer Jürgen Heipertz.

Sein Gegenüber Holger Wortmann schloss mit den Worten: „Der Punkt ist etwas glücklich, aber so wie wir uns dagegen geworfen haben, ist er auch nicht unverdient. Spielerisch können wir es besser. Mit dem Punkt bin ich zufrieden, mit der Leistung nicht.“

Wiemelhausen: T. Schmidt – Leone (75. Danabas), C. Schmidt, Strohmann, Kern – Scherff, Wartala, Simsek – Gumpert (88. Bousouf), Franke (46. Schwindt), Hupka (84. Yeboah)

Hordel: Prebanic – Erdelt, Nemec, Gronemeier, Schürmann (74. Köhler) – Can, van der Heusen, Erdmann (90. Mohammed), Alati (46. Severich) – Elbers, Ngankam (66. Deniz)

Tore: 0:1 Elbers (1.), 1:1 C. Schmidt (69.)

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