Regionalliga

Uerdingens Pläne kennt in Wattenscheid niemand

Jubeln demnächst auf der Tribüne in der Lohrheide auch Fans des KFC Uerdingen?

Jubeln demnächst auf der Tribüne in der Lohrheide auch Fans des KFC Uerdingen?

Foto: Gero Helm

Wattenscheid.   Drittligist KFC Uerdingen würde gerne umziehen und nach Wattenscheid wechseln. Mit den Verantwortlichen hat jedoch niemand gesprochen.

Das darf man inzwischen sagen: Der Pflichtspielauftakt der SG Wattenscheid 09 wird am Samstag planmäßig über die Bühne gehen können. Nachdem bereits vor ein paar Wochen die drohende Insolvenz abgewendet werden konnte, haben sich nun auch die Bodenverhältnisse so weit verbessert, dass man unter die weitgehend „eingefrorene“ Vorbereitung einen Strich ziehen kann. Der Rasen in der Lohrheide wird noch einmal gewalzt, dann kann die Partie gegen den Bonner SC (14 Uhr) angepfiffen werden.

Gerade einmal drei Punkte trennen die SG 09 auf dem 12. Tabellenplatz derzeit vom Bonner SC, ein „Dreier“ zum Jahresauftakt wäre für den Regionalligisten nicht nur ein enorm wichtiges Signal im Kampf um den Klassenerhalt, sondern würde den Abstand nach unten zu den bedrohten Klubs vermutlich auch vergrößern. Um für dieses Vorhaben mehr Rückhalt auf den Tribünen zu bekommen als in der jüngeren Vergangenheit, hatten sich die Wattenscheider an der großen Zahl an Spendern orientiert und eine „Vorverkaufsaktion“ angeschoben. Immerhin hatten 2287 Menschen mit ihrem Beitrag dafür gesorgt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Oguzhan Can seinen Teil beisteuerte und nun die restliche Saison, wie er sagt, finanziell abgesichert ist.

Das Vorhaben, bereits im Vorfeld eine nennenswerte Anzahl an Tickets für den kommenden Spieltag an Mann und Frau zu bringen, ist bislang nicht aufgegangen. „Der Wattenscheider kauft ungern Karten im Vorverkauf“, kommentiert SG-Pressesprecher Daniel Knorr die mäßige Resonanz auf die Aktion.

Ein anderes Thema kursiert seit Dienstag rund um die Lohrheide. Vom Drittligisten KFC Uerdingen war zu hören, dass man gerne von Duisburg nach Wattenscheid umziehen würde. Mit den Verantwortlichen der SG 09 wurde darüber allerdings noch nicht gesprochen, und auch im Sportamt, eigentlich erster Ansprechpartner für potenzielle Interessenten, weiß man offenbar von nichts.

Derweil hat sich Mannschaftskapitän Nico Buckmaier Gedanken über seine Zukunft gemacht. „Ich will mich erst entscheiden, wenn ich auch weiß, wie es hier weiter geht - sowohl mit dem Trainer (Farat Toku, die Redaktion) als auch wirtschaftlich“, sagte „Bucki“ dem Reviersport. Der Vertrag des 26-Jährigen endet wie nahezu alle Verträge des Regionalligisten zum Ende der laufenden Spielzeit. Buckmaier befindet sich nun in seiner vierten Saison seit seiner Rückkehr aus Uerdingen. Eine fünfte Spielzeit scheint derzeit nicht sehr wahrscheinlich zu sein.

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