VfL Bochum

VfL Bochum: Janelt und Leitsch wollen wieder angreifen

Will schon bald wieder mit der Mannschaft trainieren: Vitaly Janelt.

Will schon bald wieder mit der Mannschaft trainieren: Vitaly Janelt.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing

Bochum.  Zwei junge Spieler, eine Verletzung: Eine Schambeinentzündung stoppte Janelt und Leitsch. Jetzt bereiten sie sich auf die kommende Saison vor.

Vitaly Janelt macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Ich bin jetzt zweieinhalb Jahre hier, irgendwann wird es mal Zeit, dass ich ein paar Spiele mehr mache“, sagt der 21-Jährige, will das aber nicht als Kritik verstanden wissen, sondern als Ausdruck seines Ehrgeizes. 29 Zweitliga-Spiele stehen bereits in seiner Bilanz, aber es hätten ein paar mehr sein können, wenn sich der gebürtige Hamburger nicht im letzten Saisondrittel eine Schambeinentzündung zugezogen hätte.

Janelt teilt dieses Schicksal mit Maxim Leitsch. Nur wurde der junge Innenverteidiger bereits nach den ersten acht Saison-Spielen als Stammkraft der Startelf aus allen Träumen gerissen und konnte seitdem kein Spiel mehr bestreiten. Für beide bedeutet die neue Spielzeit auch einen neuen, zum Teil vorsichtigen Anfang.

Es ist schon kurios: Janelt und Leitsch sind fast gleichaltrig, der Hamburger ist lediglich acht Tage älter als der Essener, beide wurden jäh gestoppt, als es gerade gut lief für sie - gestoppt von ein- und derselben Verletzung, einer tückischen und kaum kalkulierbaren Verletzung: Schambeinentzündung. Manch’ einer lässt sich operieren und ist dann enttäuscht, dass sich keine nachhaltige Besserung einstellt. Die beiden jungen Bochumer haben darauf verzichtet und versuchen nun auf dem Trainingsplatz und im Kraftraum auszuloten, wie hoch die Belastung sein darf, eine Woche bevor der Großteil der Mannschaft in die Vorbereitung startet.

Leitsch mit längerer Pause

Leitsch hat die deutlich längere Pause hinter sich, dementsprechend zurückhaltend ist er. Er will „nicht zu schnell zu viel machen“ und erinnert an Jan Gyamerah, der rund zwei Jahre ausgefallen war. Diese Erfahrung möchten beide nicht machen. Und während Maxim Leitsch, der Anfang des Jahres einen Rückfall erlitten hatte, jetzt erst einmal „von Tag zu Tag schauen“ wird, sieht sich Janelt bereits mit einem Bein im regulären Training: „Ich hatte jetzt zwei gute Tage, habe Steigerungsläufe ohne Schmerzen machen können und möchte in der kommenden Woche wenigstens teilweise mit der Mannschaft trainieren.“

Die Gesamtentwicklung beim VfL Bochum dürfte, jenseits der persönlichen Befindlichkeit, auf Gefallen stoßen. „Ich denke, wir gehen auf die jüngere Schiene zu“, sagt Vitaly Janelt und denkt dabei vor allem an Armel Bella-Kotchap, Stelios Kokovas und Moritz Römling, die allesamt ihr Zweitliga-Debüt geben durften. Verglichen mit denen sind die beiden 21-Jährigen allerdings schon Routiniers - mit einem entsprechendem Anspruch. Nur gesund müssen sie halt werden - und bleiben. Dann können sie angreifen.

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