Basketball - 2. Liga ProB

VfL Sparkassen-Stars warten weiter auf den ersten Saisonsieg

Lars Kamp machte ein gutes erstes Spiel für die VfL Sparkassen-Stars Bochum. Es reichte nicht für den ersten Saisonsieg.

Lars Kamp machte ein gutes erstes Spiel für die VfL Sparkassen-Stars Bochum. Es reichte nicht für den ersten Saisonsieg.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Bochum.  Die Basketballer der VfL Sparkassen-Stars Bochum steigern sich von Spiel zu Spiel. Was fehlt, ist ein Sieg. Gegen die BSW Sixers gab es ein 72:77

Wenn es für die VfL Sparkassen-Stars Bochum in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegen Mannschaften geht, die Kooperationen mit Erstligateams haben, ist erst mit Spielbeginn klar, auf wen sie sich einstellen müssen. Die BSW Sixers reisten am vierten Spieltag ohne Ferdinand Zylka an. Der hat eine Doppellizenz, spielt auch für den Mitteldeutschen BC in der höchsten deutschen Liga. Auch ohne ihren bislang besten Werfer waren die Sixers zu stark für die Bochumer. Oder anders: Auch gegen die Sixers hatten die Bochumer viele gute Aktionen. Sie zeigten ihr bestes Saisonspiel, spielten mit hohem Einsatz, am Ende aber erneut glücklos. Das 72:77 (36:38) bedeutet die vierte Niederlage im vierten Spiel.

Das Team von Trainer Felix Banobre bleibt Letzter. Banobre wirbt weiterhin um Geduld. „Wir haben eben ein sehr junges Team. Wir wollen ein neues Team aufbauen, haben acht neue Spieler. Dazu kommt, dass mit Lars Kamp und Marco Buljevic zwei Leistungsträger in der Vorbereitung gefehlt haben. Deshalb mussten andere junge Spieler, die ansonsten nicht so viel gespielt hätten und nicht so viel Verantwortung hätten tragen müssen, deutlich mehr machen.“

Buljevic fällt länger aus

Gegen die Sixers konnte Buljevic erneut nicht mitspielen. Er saß auf der Bank, die lädierte Schulter mit einem Verband gestützt. Er wird noch länger ausfallen. Möglich, dass er in der normalen Punkterunde nicht mehr spielen wird. Dafür gab Lars Kamp seine Premiere. Auch deshalb hatten sich die Bochumer von diesem Spiel mehr erhofft.

Der junge Aufbauspieler ist zu dieser Spielzeit vom SC Rist Wedel nach Bochum gewechselt. Er soll das Bochumer Spiel lenken, er soll treffen und gut verteidigen. Gegen die Sixers deutete er an, dass er der Spieler sein kann, den sie die Bochumer Verantwortlichen in ihm sehen. Er lenkte im Wechsel mit Mario Blessing und Niklas Bilski das Spiel. Er traf. Er verteidigte gut. Es reichte nicht. Bei Kamp wechselten sich gute Aktionen mit unglücklichen ab. „Er hat noch nicht seinen Rhythmus“, sagte Banobre. „Kann er ja auch noch nicht haben. Er hat jetzt erst eine Woche mit dem Team trainiert. Und dann ist es schwer ein Spiel zu bestreiten, in dem so viel Erwartung steckt. Wir haben noch kein Spiel gewonnen, spielen daheim. Wir hatten was zu verlieren. Die Sixers hatten nichts zu verlieren.“

Das Wurfglück fehlt

Zudem haben die Sixers auch ohne Zylka ein talentiertes Team. Vor allem eins, das die Ruhe behielt und sich im Spielverlauf mehr und mehr auf einen Mitspieler verlassen konnte, den die Bochumer derzeit nicht haben. Der heißt Wurfglück, ist der große Bruder des Wurfpechs und das Lieblingskind aller Basketballer.

Die Bochumer liefen ständig einem Rückstand hinterher. Immer, wenn sie das Spiel hätten drehen, oder zumindest zunächst ausgeglichen gestalten können, wackelten die Hände, fielen die Bälle nicht in den Korb.

Große Hoffnung

Nach einem Drei-Punktwurf von Mark Gebhardt hieß es 66:69 im letzten Viertel. Die Halle war da, war laut, die Hoffnung beim Bochumer Team und seinem Anhang, das Spiel drehen zu können, groß. Wenig später führten die Sixers beim 74:68 wieder mit sechs Punkten. Sie brachten die Führung routiniert ins Ziel.

Viertel: 17:22, 19:16, 18;24, 18:15
Bochum: Bilski (5 Punkte, 1 Dreier), Kamp (10/2), Gebhardt (16/1), Neusel, Behr, Wendeler (13/1), Bungart, Bals (7), Böther, Lang, Blessing (7/1), Haney (14/1)
Sixers: Baslyk (5 Punkte), Jelic (14/2 Dreier), Krstanovic (15/1), Papenfuß (1), Rahn (7), Winterstein (11/3), Smith (10), Varytimiadis (10), Okao (6)

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