Fußball Westfalenliga

Wiemelhausen holt in Sodingen die ersten Punkte in der Ferne

Wiemelhausen stand in Sodingen stabil.

Wiemelhausen stand in Sodingen stabil.

Foto: Bastian Haumann / Funke Foto Services GmbH

Die Concordia siegt in Herne mit 4:1. Hordel rettet in letzter Minute einen Zähler beim FSV Gerlingen

SV Sodingen - Concordia Wiemelhausen 1:4 (1:2). Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Die Wiemelhauser haben beim SV Sodingen ihren ersten Auswärtssieg geholt und sich in der Tabelle auf Platz sechs geschoben. Der Sieg war hart erkämpft, und auch das nötige Quäntchen Glück war diesmal auf Bochumer Seite.

Für den SV Sodingen, der abgeschlagen Tabellenletzter ist, geht es schon zu Beginn der Saison in jedem Spiel um alles. Dementsprechend traten die Herner auch auf und sorgten von Anfang an für ein heißes Spiel. Die Concordia hatte damit zunächst Schwierigkeiten, hielt mit der Zeit aber immer besser dagegen.

„Sodingen hat sich richtig aufgebäumt, war sehr kampfstark. Wir hatten mit diesem Fußball mit der Brechstange am Anfang so unsere Schwierigkeiten“, berichtet Trainer Jürgen Heipertz, dessen Team sich mit einem frühen Treffer befreite. Tom Franke war nach einem tollen Solo gefoult worden, Xhino Kadiu blieb vom Punkt aus cool.

Danach übernahm Wiemelhausen die Kontrolle, nutzte aber seine vielen Möglichkeiten nicht. Erst nach einer Scherff-Ecke in der 26. Minute legte Henning Wartala per Kopf nach. Allerdings kam Sodingen noch vor der Halbzeit zum Anschlusstreffer.

Fahrlässige Chancenverwertung

„Wir haben definitiv zu wenig aus unseren Chancen gemacht, das war schon fahrlässig“, haderte Heipertz. Nach dem Seitenwechsel hätte sich die mangelnde Chancenverwertung beinahe gerächt. Sodingen stellte im zweiten Durchgang auf Dreierkette um und schmiss alles nach vorne. Auch nach dem dritten Wiemelhauser Treffer, den Ozan Simsek auf Nicolas Friedbergs Vorlage einschob, steckten die Gastgeber nicht zurück und drängten auf den erneuten Anschluss.

„Da hatten wir schon unsere Schwierigkeiten, Sodingen hat uns ganz schön Probleme gemacht“, so Heipertz. Doch das Glück blieb der Concordia an diesem Tag hold – per Konter stellte Tom Franke kurz vor Schluss auf 4:1 und machte seine Farben damit froh. „Wir haben alles in die Waagschale geworfen“, lobte Heipertz.

Wiemelhausen: T. Schmidt - Kern (46. Danabas), C. Schmidt (69. Sundermann), Nkam, Leone - Scherff (64. Schwindt), Wartala, Simsek (60. Gumpert) - Friedberg, Kadiu, Franke

Tore: 0:1 Kadiu (Foulelfmeter, 7.), 0:2 Wartala (26.), 1:2 (33.), 1:3 Simsek (51.), 1:4 Franke (82.)

FSV Gerlingen - DJK TuS Hordel 1:1 (0:0). Nachdem die Hordeler zuletzt in Finnentrop nur eine Halbzeit lang überzeugten, wollten sie beim Aufsteiger Gerlingen über 90 Minuten konzentriert auftreten. Das Vorhaben ging nach hinten los: Die DJK verschlief nahezu das komplette Spiel und machte erst in den letzten zehn Minuten richtig Dampf. Dank Joker Abdellah Mohammed reichte das immerhin für einen Punkt und Rang acht.

„Also für mich war das ziemlich heftig, wie wir aufgetreten sind. Wir haben uns vom Gegner einlullen lassen und zu wenig aus unserem Ballbesitz gemacht. Wir haben viel vermissen lassen, was uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat. Erst in den letzten Minuten haben wir das Hordeler Gesicht gezeigt, das ich kenne“, haderte Trainer Holger Wortmann, der sichtlich angefressen war. „Ich habe auch der Mannschaft deutlich Töne gesagt: Wir müssen uns drastisch steigern.“

Kein fußballerisches Schmankerl

Das Spiel war auch für die Zuschauer kein Schmankerl. In der ersten Hälfte gelang beiden Teams nicht viel, richtig gefährlich wurde es zu keinem Zeitpunkt vor einem der beiden Tore. Hordel hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, wusste mit der Kugel aber wenig anzufangen.

Auch nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel lange vor sich hin, bis Gerlingen nach einem schlecht verteidigten Freistoß per Kopf zur Führung kam. Die Hordeler wachten zwar nicht sofort auf, aber sie kamen immerhin langsam in die Gänge. Kurz vor Schluss lief der Motor dann, Joker Mohammed traf zum Ausgleich. „Wenn wir noch fünf Minuten länger gespielt hätten, dann hätten wir gewonnen“, war sich Wortmann sicher.

Hordel: Prebanic - Erdelt, Büscher, Gronemeier (46. Köhler), Yamamoto - Schürmann (46. Can), van der Heusen (60. Mohammed), Nemec, Dahoud (77. Severich) - Erdmann, Elbers

Tore: 1:0 (58.), 1:1 Mohammed (86.)

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