Fußball - Westfalenliga

Wiemelhausen und Hordel kämpfen um den Platz hinter dem VfL

Szene aus der vergangenen Saison: (v.l.) Orkun Koymali, Marcel Erdelt, Iliass Adinda-Ougba beim Derby in der Westfalenliga.

Szene aus der vergangenen Saison: (v.l.) Orkun Koymali, Marcel Erdelt, Iliass Adinda-Ougba beim Derby in der Westfalenliga.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Bochum.  Wiemelhausen und die DJK Hordel wollen im Westfalenliga-Derby ausmachen, wer die Nummer zwei hinter dem VfL ist. Die Rollen sind klar verteilt.

Auf dieses Duell haben beide Seiten lange gewartet: Am Sonntag steigt an der Glücksburger Straße das Bochumer Westfalenliga-Derby zwischen Gastgeber Concordia Wiemelhausen und der DJK TuS Hordel (14.30 Uhr). Das Duell ist geprägt von großem Respekt voreinander, aber auch von dem Ehrgeiz, die beste Mannschaft Bochums nach dem VfL zu sein.

In der vergangenen Saison gingen alle drei Derbys, inklusive des Pokals, an Wiemelhausen. In der aktuellen Spielzeit haben sich die Vorzeichen ein wenig verändert. Die Hordeler stellen die mit Abstand beste Defensive der Liga und auch offensiv ist bei ihnen der Knoten geplatzt. Nach acht Spielen ohne Niederlage – von der es überhaupt erst eine gab – steht die DJK auf Platz drei.

Concordia fehlte die Konstanz

Der Concordia hingegen fehlte bislang die Konstanz. Zuletzt gelang nur ein Sieg in den vergangenen vier Spielen, so dass die Wiemelhauser auf Rang acht, vier Punkte hinter Hordel, abgerutscht sind. „Hordel geht als Favorit in die Partie. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die dort geleistet wird. Trotz der vielen Umstrukturierungen im Sommer ist da eine gefestigte Mannschaft gewachsen. Der Erfolg ist hoch zu bewerten“, sagt Concordia-Trainer Jürgen Heipertz.

Auch sein Gegenüber Holger Wortmann zollt dem Gegner Anerkennung: „Für mich war vor der Saison klar, dass sie eines der Überraschungsteams werden können. Die haben ein riesiges Niveau und tolle Qualität im Kader. Ich glaube, am Ende werden sie auch unter den ersten Drei landen.“

Trainer kennen sich schon lange

Die beiden Trainer kennen sich aus alten Tagen, als Heipertz noch Nachwuchsleiter beim VfL Bochum und Wortmann U17-Trainer bei Preußen Münster war. Damals war Heipertz auf Dennis Grote aufmerksam geworden, dem ihm Wortmann wärmstens empfahl. Danach kreuzten sich die Wege noch einige Male.

Am Sonntag jedoch gibt es das erste Duell der beiden an der Seitenlinie. „Ich freue mich darauf. Überhaupt können wir froh sein, dass wir in Bochum ein Derby in der Westfalenliga sehen können. Wir sind heiß auf dieses Spiel“, unterstreicht Heipertz. Das gleiche gilt auch für die Gegenseite, Wortmann sagt: „Wir sind alle elektrisiert. Es ist in der Mannschaft und im Umfeld deutlich zu spüren, dass es für alle das Spiel schlechthin ist.“

Platz zwei in Sichtweite

Beide Teams würden sich gerne den inoffiziellen Titel von Bochums Nummer zwei hinter dem VfL anheften, aber auch in der Liga geht es um einiges. Die Hordeler sind in der Tabelle so weit geklettert, dass sie nun sogar dem DSC Wanne-Eickel auf Platz zwei gefährlich werden können. „Wir sind begeistert von dieser Möglichkeit und wollen es so lange wie möglich da oben auskosten. Aber wichtig ist, dass wir demütig bleiben, weiter hart arbeiten und unsere Qualitäten im Spiel an den Tag legen“, hält Wortmann seine Mannschaft auf den Füßen.

Wiemelhausen will den Abwärtstrend stoppen und wieder Anschluss an das obere Tabellendrittel gewinnen. Mit einem Sieg gegen Hordel wären sie am Lokalkonkurrenten wieder bis auf einen Punkt dran. Heipertz stimmt sein Team auf das Derby ein: „Wir wollen das Heft in die Hand nehmen und die Punkte bei uns zu Hause behalten. Dafür müssen wir uns wieder steigern. Wir brauchen elf Mann, die bereit sind, alles für den Sieg zu geben.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben