Fußball Bezirksliga

Bottroper Trio kämpft gegen Mittelmaß und Abstiegsangst

Norman Hassenrück (r.) steht dem SV Fortuna Bottrop am Sonntag wieder zur Verfügung. Dennoch haben die Rot-Weißen vor dem Spiel gegen BW Oberhausen Personalprobleme.

Norman Hassenrück (r.) steht dem SV Fortuna Bottrop am Sonntag wieder zur Verfügung. Dennoch haben die Rot-Weißen vor dem Spiel gegen BW Oberhausen Personalprobleme.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Bottroper Teams VfB Bottrop, SV Fortuna und FC Bottrop spielen am Sonntag in Oberhausen und Essen um Erfolgserlebnisse.

Zweimal Oberhausen, einmal Essen: Bottrops Bezirksligisten gehen am Sonntag geschlossen auf Reisen. Um sich nicht mit dem Herbst-Blues anzustecken, geht es bei schlagbaren Gegnern um die nächsten Punkte.

BW Oberhausen – Fortuna Bottrop
Vor dem Auswärtsspiel bei Blau-Weiß Oberhausen ist beim SV Fortuna der graue Saisonalltag eingekehrt. Nach den ersten guten Ergebnissen und ansprechenden Leistungen, mit immerhin zwei Derbysiegen, musste das Team von Sebastian Stempel zwei Niederlagen in Folge hinnehmen.

Fortunas Coach stellte nach dem 1:3 gegen Adler Osterfeld ernüchtert fest: „Wir treten etwas auf der Stelle.“ Dabei will er diese Diagnose gar nicht mal mit der aktuellen Tabellensituation in Verbindung bringen. „Vielleicht sollten wir nicht darauf schauen, wo wir stehen, und uns nicht damit beschäftigen, was da momentan für uns drin ist. Wir müssen auf das schauen, was wir zu leisten in der Lage sind. Für Sonntag heißt das: Unser Potenzial nicht nur 45, sondern über 90 Minuten abrufen. Gelingt uns das nicht, wird es gegen Oberhausen schwer werden.“

Auch bei der Einschätzung des nächsten Gegners heißt es: Sich nicht von den Ligarängen in die Irre führen lassen, schon gar nicht nach erst sechs gespielten Partien. BWO kann mit einem Heimsieg an der Tulpenstraße beim Merkmal Punkte mit den Fortunen gleichziehen.

In der vergangenen Saison erlebt Bottrop gegen Blau-Weiß eine ihrer sportlich-dunkelsten Stunden. Mit sechs Gegentoren im Gepäck traten die Bottroper seinerzeit die Heimreise an. Die enge Personallage auf Rheinbaben erinnert ebenfalls an die vorige Spielzeit.

Tim Strickerschmidt, Kevin Wenderdel und Said Faddahi sind weiterhin verletzt, Dominik Wenderdel und Sebastian Schumann weiterhin im Urlaub. Norman Hassenrück ist zwar „entsperrt“, dafür kann Stempel diesmal nicht auf Benedikt Kracke zurückgreifen. „Ich hatte gehofft, dass uns diese Engpässe durch den größeren Kader erspart bleiben würden.“ Zumindest die Trainingsbeteiligung stimmt: „Das wäre das falscheste Signal, wenn die Spieler nach ein, zwei Rückschlägen alles sofort schleifen ließen.“

SC Phönix Essen – VfB Bottrop
Bereits am Sonntagvormittag eröffnet der VfB mit seinem Gastspiel in Essen den siebten Spieltag. Um 11 Uhr tritt die Mannschaft beim SC Phoenix Essen an und will sogleich für den vierten Saisonsieg sorgen.

Dabei stehen die Chancen auf einen „Dreier“ gut: Die Essener warten als abgeschlagenes Schlusslicht noch auf den ersten Punktgewinn und sind somit in der Außenseiterrolle. Von der tabellarischen Situation wollen sich die Bottroper aber keinesfalls blenden lassen. „Natürlich wollen wir punkten“, stellt Trainer Patrick Wojwod klar, „aber wir werden den Gegner nicht unterschätzen.“

Immerhin wollen es nicht ausgerechnet die VfB-Akteure sein, die die ersten Punkte gegen Phoenix liegen lassen. Allerdings haben die Bottroper allen Grund dazu, selbstbewusst in die Partie zu gehen. Nach dem Remis in Osterfeld holte der VfB zuletzt ein überzeugendes 4:0 gegen BW Oberhausen, zeigte spielerisch gute Ansätze und wirkte defensiv stabil.

Dazu fielen insbesondere die jungen Spieler um Doppeltorschütze Julian Krasniqi auf, die offensiv immer wieder Akzente setzten. Gelingt ein Sieg, winkt dem VfB die Rückkehr in die Spitzengruppe der Liga. „Wir blicken von Spiel zu Spiel. Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt der Partie gegen Phoenix.“

Sterkrade 06/07 – FC Bottrop 19
Der Aufsteiger aus Welheim steht weiterhin auf dem ersten Abstiegsplatz, dennoch sieht Mevlüt Ata seinen FC auf dem richtigen Weg. „Die Mannschaft braucht Hilfe und nimmt sie an. Das überrascht mich positiv, wie sehr die Jungs Gas geben“, freut sich der Trainer über intensive Einheiten. Sowieso könne seine Truppe mit jedem Gegner mithalten, betont Ata – wenn denn der eine oder andere Kicker seinen persönlichen Bock umstößt.

Das fängt bei der Chancenverwertung an und hört bei der Einstellung auf. „Wir brauchen keine Angst, sondern Mut“, fordert der 48-Jährige – gerade bei einem Kontrahenten wie der Spielvereinigung, die mit vier Zählern – ergebnistechnisch – nicht viel mehr gerissen hat als der FCB.

Dennoch weiß Mevlüt Ata auch um die Stärken der Hausherren, die er an zwei Punkten festmacht: „Sie spielen schon jahrelang zusammen und sind erfahren, gerade gegen die Abwehr müssen wir Lösungen finden.“ Das Offensivpersonal ist vorhanden und heiß, dafür fehlt Turgut Senyüz weiterhin in der Abwehr.

„Das Spiel ist wichtiger als letzte Woche, aber wir gehen unverkrampft an die Sache – wir brauchen einfach noch Zeit“, sagt Mevlüt Ata abschließend. Dass die Sterkrader schlagbar sind, bewies der FC 19 noch unter altem Namen: In der Sommervorbereitung zur letzten Spielzeit hieß es nach 90 Minuten 2:1 für Bottrop.

Tabelle & Spielpaarungen: Bezirksliga

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