Tennis

Die Tennisfamilie rückt an Finaltagen noch enger zusammen

Jan-Rudolf Möller steht im Endspiel der Herren und will sich den Titel holen.

Jan-Rudolf Möller steht im Endspiel der Herren und will sich den Titel holen.

Foto: Felix Hoffmann

Bottrop.  Bei den Stadtmeisterschaften steigen am Wochenende die Finalspiele. Die Titelkämpfe bewegen sich in diesem Jahr zwischen Partylaune und Besorgnis

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Stadtmeisterschaften 2019 haben für Schlagzeilen gesorgt. Der tragische Unfall mit einem glücklichen Happy End in einem Match bei den Herren 65 rückte für einen Moment die wichtigen Dinge im Leben in das Bewusstsein der Sportlerinnen und Sportler. Auch unter diesem Eindruck steigen am Wochenende die Finalspiele, die auch diesmal sportliche Leckerbissen versprechen.

Es war mitunter eine andächtige Stimmung, denn nicht immer waren die Gedanken der Bottroper Tennisspielerinnen und Tennisspieler in den vergangenen drei Wochen auf den Sport fokussiert. Schließlich gelten die Titelkämpfe seit jeher als Treffpunkt der Bottroper Tennisgemeinde. Und die hatte zuletzt gleich mehrere Hiobsbotschaften zu verkraften. Zahlreiche verdiente Akteure verstarben - zum Teil plötzlich - in diesem Kalenderjahr, die jüngste Hiobsbotschaft ist gerade einmal drei Tage alt.

Vor diesem Hintergrund war es nahezu Balsam für die geschundene Seele der Tennisspieler, dass Manni Rüther nach seinem Zusammenbruch in der zweiten Turnierwoche dank des beherzten Einsatzes von Rettungssanitäter Damian Frank und glücklichen wie idealen Umständen mit einem gigantischen Schrecken, aber mit dem Leben davon kam. „Keine einfachen Zeiten“, gibt auch Fachschaftsleiter Klaus Bürger zu, um zu ergänzen: „Vielleicht ist aber gerade das auch ein Grund, um am Finalwochenende ein richtig tolles Sportfest zu feiern. Schließlich haben die Stadtmeisterschaften schon immer die Bottroper Tennisspieler aller Clubs vereint und sind ein wertvolles Gut für den Tennissport in unserer Stadt.“

Players-Party am Samstagabend mit Livemusik

Der Rahmen stimmt jedenfalls. Für das Wochenende kehrt der Sommer noch einmal zurück, die Players-Party am Samstagabend mit Livemusik der Band N’Jam um Jörg Banaszak, den Vorsitzenden des TC Waldhof, verspricht tolle Unterhaltung und das sportliche Niveau ist sowieso unbestritten, wenn es um die begehrten Silberbarren geht. Den Höhepunkt bildet traditionell das Herrenfinale, in dem sich am Sonntag Jan-Rudolf Möller und sein Herausforderer Leonard Krichel gegenüberstehen.

„Ich freue mich extrem, dass ich bei diesem tollen Turnier mal wieder im Finale spielen darf. Einfach wird es gegen Leonard aber nicht, auch wenn ich weiß, was auf mich zukommt.“ Für den Waldhöfer ist es die dritte Finalteilnahme in Serie. Nach zwei Niederlagen gegen Christian Schmitke (2017) und Kim Möllers (2018) soll es nun wieder der Titel sein. Es wäre der vierte Einzelerfolg für den 36-Jährigen Regionalligaspieler. Für seinen Kontrahenten ist es dagegen die Finalpremiere.

Die Turnierleiterin spielt um den Titel

Eine schöne Geschichte schreibt auch das Damen-Endspiel. Hier gelang es Lisa Schmitke, auf dem Court den Stress in ihrer Funktion als Turnierleiterin abzuschütteln und sich für das Finale zu qualifizieren. Eine eindrucksvolle Entwicklung vor dem Hintergrund, dass die 28-Jährige vor fünf Jahren noch das Endspiel der B-Konkurrenz bestritten hat und nun nach dem ganz großen Coup greifen darf. Allerdings ist die Nummer 1 des TC Waldhof im Finale nur Außenseiterin. Ihr gegenüber steht mit Paulina Loipfinger, die unangefochtene Turnierfavoritin. Die 18-Jährige vom TV Blau-Weiß stand bereits im vergangenen Jahr im Endspiel und konnte auch den letzten Vergleich der beiden Endspielgegnerinnen vor zwei Jahren für sich entscheiden.

Insgesamt stehen am Samstag und Sonntag 24 Endspiele im Einzel und Doppel an. Mit dabei sind bekannte Namen wie Renate Czekalla, die einmal mehr im Finale der Damen 60 steht. Julia Lazareck, 2018 noch Siegerin in der offenen Klasse, freut sich auf ein spannendes Duell gegen ihre Teamkollegen Katharina Zietlow in der Altersklasse 30 und im Mixed der offenen Klasse dürfen sich die Tennisfans auf den Auftritt von Bundesligaspieler Kim Möllers freuen, der an der Seite seiner Partnerin Stephanie Winter nach dem Titel greift. Der Rahmen stimmt also, um trotz schwerer Zeiten ein tolles Tennisfest zu feiern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben