Handball Bezirksliga

DJK Adler 07 Bottrop lässt im Derby die Muskeln spielen

Kein Durchkommen für den SCB: Die Adler hatten ihren Gegner fest im Griff und landeten den zweiten Saisonsieg.

Kein Durchkommen für den SCB: Die Adler hatten ihren Gegner fest im Griff und landeten den zweiten Saisonsieg.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Mannschaft von Sebastian Wycichowski vergoldet den Saisonstart mit einem klaren Sieg gegen den Nachbarn. SC Bottrop II unterliegt mit 13:36.

Die Bezirksliga-Handballer der DJK Adler 07 Bottrop haben am zweiten Spieltag der neuen Spielzeit die Muskeln spielen lassen und den Lokalrivalen SC Bottrop II im Derby deutlich in die Schranken gewiesen. In einem gänzlich einseitig geführten Stadtduell ließen die Adler der SC-Reserve nicht den Hauch einer Chance und setzten sich überdeutlich mit 36:13 (15:8) durch. Dadurch verdeutlichte die Mannschaft von Adler-Trainer Sebastian Wycichowski sogleich die eigenen Ambitionen in der neuen Saison.

„Wir wollen natürlich auf dem Teppich bleiben“, äußerte sich Wycichowski im Anschluss an die Galavorstellung seiner Sieben. „Die Saison ist noch sehr, sehr lang, wir haben gerade einmal zwei Partien absolviert.“ Doch auch der Bottroper Coach dürfte spätestens jetzt wissen: Viele haben Adler 07 nun auf dem Zettel, der Bezirksligist avanciert zu einem ernsthaften Aufstiegskandidaten. Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr, immerhin rüsteten die Adler den eigenen Kader in der Sommerpause gehörig auf, begeisterten etablierte Spieler für eine Rückkehr zu den 07ern und überzeugen auch auf organisatorischer Ebene.

Adler 07 spielt lange zu umständlich

All dies spiegelte sich im Derby gegen die SC-Reserve wieder: Zumindest in der ersten Halbzeit hielt das Team von SC-Trainer Jens Remmert noch einigermaßen mit. Allerdings fiel das Pausenergebnis mit 15:7 zugunsten der Adler nur deshalb „knapp“ aus, da die Wycichowski-Truppe nach dem Empfinden des Trainers noch zu kompliziert spielte. „Da hat uns teilweise noch ein wenig das Tempo gefehlt, auch haben wir uns einige Fehler erlaubt“, so Wycichowski.

Als umso lobenswerter empfand der 07-Coach daher die Leistungssteigerung seiner Truppe nach dem Seitenwechsel. „Du führst schon recht deutlich und trotzdem legen die Jungs noch einen drauf und geben bis zum Ende alles. Das war schon ziemlich gut“, fand Wycichowski anerkennende Worte. Das Tempospiel, welches nach Ansicht des Adler-Trainers im ersten Durchgang noch zu kurz geriet, wurde in den zweiten 30 Minuten vermehrt praktiziert, viele Tore entstanden durch ein schnelles Umschaltspiel der 07er.

Keine Meisterschaftsansage von Wycichowski

Bezeichnend, dass ausgerechnet das Tor zum 35:13 den größten Jubel erfuhr - und das, obwohl das ungleiche Duell schon längst entschieden war und der 35. Treffer der Adler eigentlich nur der Statistik diente. Doch die Art und Weise spiegelte wieder, mit welcher Spiellust die 07er zu Werke gingen: Ein Pass des Adler-Keepers zum Gegenstoß geriet eigentlich zu lang, der als Passempfänger gedachte Simon Sisnaiske konnte den Ball vor dem Sechs-Meter-Raum des SC-Gehäuse nicht mehr kontrollieren. Daher entschied sich der Außenspieler zu einer akrobatischen Einlage, sodass das runde Leder zur allgemeinen Verwunderung doch noch ins Tor gelenkt wurde.

Wycichowski: „Alle haben hier große Lust, etwas zu bewegen. Das merkt man auch. Ich werde nun aber keine Kampfansagen oder ähnliches rausposaunen. Wenn wir im Saisonendspurt immer noch ganz oben stehen, dann bin ich gerne dazu bereit über das Aufstiegsthema zu reden. Wir wissen die aktuelle Situation aber gut und realistisch einzuordnen.“

Tabelle: Bezirksliga

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