Fussball Kreisliga A

Donald Ojiako bittet Fortuna Bottrop II zum Tänzchen

In der Fußball Kreisliga A spielen am Sonntag, 22. September 2019, die Mannschaften von Fortuna Bottrop II (weiß) und Dostlukspor Bottrop auf der Anlage an der Rheinbabenstraße in Bottrop gegeneinander. Faruk Dibekci (52, Fortuna), Donald Ojiako (18, Dostlukspor). Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

In der Fußball Kreisliga A spielen am Sonntag, 22. September 2019, die Mannschaften von Fortuna Bottrop II (weiß) und Dostlukspor Bottrop auf der Anlage an der Rheinbabenstraße in Bottrop gegeneinander. Faruk Dibekci (52, Fortuna), Donald Ojiako (18, Dostlukspor). Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Dostlukspors Stürmer spielt Fortuna Bottrop II im Derby schwindelig und avanciert zum Matchwinner beim 4:3-Erfolg.

Fußball-Bottrop ist um eine Attraktion reicher. Im Derby bei Fortunas Reserve avancierte mit Donald Ojiako ein Teil des neuen Dostlukspor-Sturms zum Matchwinner und spielte die Hausherren schwindelig. Seine Bilanz beim 4:3-Erfolg: Zwei Treffer und ein Tänzchen.

Bei Dostlukspor Bottrop ist Musik im Sturm

Stanislas Santos Kiankaulua und Donald Ojiako. Das neue Sturmduo von Dostlukspor klingt nach Sommer, Sonne und einem Tänzchen. Da Kiankaulua sich im Pokal gegen die SF Königshardt verletzte, nahm Ojiako das Unterhaltungsprogramm selbst in die Hand. Erst am Mittwoch mit einem herrlichen Freistoß zur Führung, dann am Sonntag mit zwei Toren und einer Vorlage – Dostlukspor genoß die Show, während Fortuna mit Schwindelgefühlen den Platz verließ.

Es war sehenswert, was Donald Ojiako etwa in Minute 16 machte. Auf links drehte er im Zweikampf auf engstem Raum Pirouetten, ließ seinen Gegenspieler gleich vier Mal ins Leere laufen und flankte dann präzise. Ramazan Akyüz musste nur noch den Fuß hin halten und vollendete zum 2:0. Treffer eins und drei besorgte der bullige Angreifer dagegen selbst.

Donald Ojiako-Show beginnt nach 27 Sekunden

Zusammen mit seinen Teamkollegen überrollte Ojiako die Hausherren in der Anfangsphase – trotz Pokal-Fight inklusive Verlängerung in den Knochen. Aggressiv in der Balleroberung kamen die Gäste immer wieder schnell nach vorne und stellten eine schläfrige Fortuna-Defensive bloß. So fiel die Führung schon nach handgestoppten 27 Sekunden: Mert Ata passte in Bedrängnis auf Kerim Yilmaz, der mit seinem Ball Donald Ojiako fand. Ein Schlenzer ins linke Eck, schon lag Dostlukspor vorne.

Es folgte der zweite Einschlag durch Rückkehrer Akyüz – vor einem Monat noch auf Rheinbaben am Ball –, ehe Ojiako Saisontor vier nachlegte. Wieder sehenswert, diesmal per lässigem Heber (22.). Fortuna torkelte angeschlagen über den Kunstrasen und fing sich lange Zeit nicht.

Justin Straßeks 1:3 belebt Fortuna Bottrop II nicht

Daran änderte auch der 1:3-Anschlusstreffer kurz vor der Pause nichts, bei dem Justin Straßek von einem Abwehrpatzer profitierte. Dostlukspor stand sicher und konnte sich zudem auf seinen starken Rückhalt Ibrahim Omeirat verlassen. „Wir haben gepennt und waren völlig von der Rolle“, konnte sich Fortuna-Co Boris Resnik den Auftritt seiner Elf nicht erklären.

Besserung sahen Resnik und 75 Zuschauer zunächst nicht, stattdessen stellte Dostlukspor den alten Abstand wieder her. Leif Lermers Kopfball glich mehr einem Schuss, den Heshyar Khalo aufnahm und auf Akyüz weiterleitete. Der 23-Jährige machte, was ein Stürmer eben macht und zeigte keine Nerven (51.).

Foulelfmeter bringt Fortuna Bottrop II zurück ins Spiel

Erst nach einer Stunde fing die Reserve an, aktiv Wiedergutmachung zu betreiben. Unterstützung bekam Rot-Weiß dabei von Schiedsrichter Frank Breil, der wohl als Einziger ein Foul von Tolgahan Güngör im Sechzehner erkannte – und auf den Punkt zeigte. Mike Sklenak gab sich keine Blöße und leitete die beste Phase der Fortunen ein.

Bottrops Nummer acht war es auch, der mit einem schönen Distanzschuss das 3:4 erzielte (79.). In der Schlussphase hatten die Hausherren dank der besseren Kondition endgültig Oberwasser, doch Joel Zander brachte zwei Großchancen nicht im Tor unter. Stattdessen sah Dominik Meißner in der Nachspielzeit glatt Rot für ein Einsteigen von der Seite. „Ein hartes Foul – keine Frage, aber kein Platzverweis“, legte sich Resnik fest.

Dostlukspor war es egal, freute sich über wichtige drei Zähler – und verabschiedete sich tanzend von Rheinbaben.

Die Tabelle: Kreisliga A

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