Fußball Bezirksliga

Fortuna Bottrop und VfB Bottrop taktieren vor dem Derby

Im Hinspiel jubelte der SV Fortuna. Die Rot-Weißen siegten im Jahnstadion mit 3:1.

Im Hinspiel jubelte der SV Fortuna. Die Rot-Weißen siegten im Jahnstadion mit 3:1.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Das Hinspiel gewann Fortuna 3:1. Auf Revanche aus ist Wojwod nicht, wohl aber auf die Punkte. Der VfB-Trainer über den Stellenwert des Derbys:

Viel mehr geht zum Auftakt nicht: Nach der Absetzung des Spieltages vor einer Woche starten die beiden Bottroper Bezirksligisten SV Fortuna und VfB mit dem Derby in das Ligaprogramm. Suboptimal aus Sicht der Trainer.

„Wir wissen nicht genau, wo wir stehen“, bedauert Patrick Wojwod die Zwangspause. Auch Nico Andreadakis hätte die Standortbestimmung gern hinter sich gehabt. Zumal er im Ortsnachbarn eine hohe Hürde sieht. „Das wird anders als im Hinspiel. Der VfB hat einige Spieler dazugewonnen“, sagt der Co-Trainer von Sebastian Stempel. „Sie haben sich gefangen, wie man an der Tabelle sieht.“ Auch in der Liga sind die Teams benachbart - aufgrund der Tordifferenz würde der VfB mit einem Sieg an der Fortuna vorbeiziehen.

Patrick Wojwod hält alles für möglich

Für Wojwod sind die zu vergebenden Punkte das Hauptinteresse an der Veranstaltung. „Alles andere muss man nicht so aufpushen. Bei der Fortuna spielen fast ausschließlich Bottroper Jungs, bei uns ist das anders. Wer dieses Derby-Gen nicht hat, fragt sich dann: Warum hat der Trainer Schaum vorm Mund?“ Er erwartet ein eher abwartendes Vorgehen: „Mal gucken, was der andere macht, Taktieren ist angesagt.“ Wojwod gibt aber auch zu, dass sein Team für alles gut - oder auch schlecht - ist. „Alles ist möglich.“ Die Statistik bei den Ortsduellen beispielsweise lässt zu wünschen übrig. „Wir waren in allen Derbys Kacke.“ Der Gegenentwurf war der Test gegen den FC unter der Woche, den der VfB mit 7:2 gewann.

Wojwod stellt hörbar gut gelaunt fest: „In den drei letzten Vorbereitungsspielen hat man unsere gute Qualität gesehen.“ Fortunas Testspiele erhielten vom Trainerteam das Prädikat durchwachsen. Doch die Aussicht auf das Derby wirkt belebend. „Das kann man spüren, dass die Jungs heiß auf dieses Spiel sind. Das hat dem Training gut getan“, verriet Andreadakis. Beim Thema taktische Ausrichtung hält er sich bedeckt. „Sonst steht das vor dem Spiel in der Zeitung“, meint er schmunzelnd. „In der Rückrunde weiß man, wie der Gegner auf Situationen reagiert. Diesen Vorteil finde ich gut, man kann jetzt von Gegner zu Gegner planen. Das mache ich gerne und ich finde, das macht einen Trainer aus.“

VfB Bottrop muss auf Gino Pöschl verzichten

Verzichten muss die Fortuna auf Okan Al, der in der gesamten Vorbereitung ausgefallen ist, sowie auf Urlauber Dominik Wenderdel. „Einige sind noch erkältet, da müssen wir schauen, wer rechtzeitig fit ist.“ Aufseiten des VfB wird der erkrankte Gino Pöschl fehlen. „Das tut schon weh“, so Wojwod. Hauptsache sei aber, dass gespielt wird. „Man kann die Spannung nicht endlos hochhalten.“

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