Fußball Bezirksliga

Kompletter Kontrollverlust beim SV Fortuna Bottrop

Sebastian Stempel war nach dem Schlusspfiff restlos bedient.

Sebastian Stempel war nach dem Schlusspfiff restlos bedient.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Rot-Weißen gehen gegen den SC Frintrop mit einer 5:2-Führung in die Schlussphase, aber nur mit einem Punkt in die Kabine. Stempel stocksauer.

„Ich kann meine Enttäuschung kaum in Worte fassen, das habe ich weder als Spieler noch als Trainer erlebt.“ Sebastian Stempel kochte am Sonntagabend vor Wut und musste sich bremsen, so sehr war ihm das 5:5-Remis seiner Fortuna Bottrop gegen den SC Frintrop auf den Magen geschlagen.

Eine große Rolle spielte dabei die Schlussphase, in die Fortuna mit einer 5:2-Führung ging. Dann folgte der komplette Kontrollverlust: In den Minuten 83, 90 und 92 erzielte der Tabellen-14. drei Treffer und vergab mit der letzten Aktion sogar die Chance, den Spielverlauf komplett auf den Kopf zu stellen.

Fortuna Bottrop eine Halbzeit lang in Überzahl

Schon zuvor sah Bottrops Coach wenig von dem, was die Rot-Weißen in den letzten Wochen ausgezeichnet hatte. Nur mit Glück und einem frühen Elfmeter-Treffer von Kevin Wenderdel lagen die Hausherren vorne, dazu spielte Bottrop die Rote Karte gegen Essen nach einer Tätlichkeit in die Karten (45.).

Derart im Vorteil machte Fortuna nach dem Seitenwechsel – zumindest auf dem Papier – das Rennen. Ralf Thiel (46., 65.) schnürte ebenso seinen Doppelpack wie Co-Trainer Nico Andreadakis (53., 82.) – dennoch schlichen sich gefährliche Fahrlässigkeiten ein. „Wir vergeben vorne unzählige Chancen und machen hinten Geschenke“, ärgerte sich Sebastian Stempel maßlos.

Frintrop blieb dank Anschlusstreffern in den Minuten 52 und 70 in der Partie und machte dann das denkwürdige Comeback perfekt. Sebastian Stempel zum Ende mit Grauen: „Das war eine Frechheit.“

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