Frauenfußball Bezirksliga

Rhenania Bottrop rückt Haldern wieder auf die Pelle

Nach dem 4:2 gegen Hemden freuen sich die Fußballerinnen des SV Rhenania Bottrop auf das anstehende Gipfeltreffen mit Spitzenreiter SV Haldern.

Nach dem 4:2 gegen Hemden freuen sich die Fußballerinnen des SV Rhenania Bottrop auf das anstehende Gipfeltreffen mit Spitzenreiter SV Haldern.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Bottroperinnen haben nach dem 4:2-Erfolg gegen den Hemdener SV wieder die Tabellenführung im Visier. SV Haldern patzt unerwartet gegen TuB Mussum

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Nach dem Abpfiff klatschten die Spielerinnen des SV Rhenania Bottrop I mit ihren Trainern ab, stolz über den 4:2 (3:1)-Sieg gegen den Hemdener SV, um anschließend rasch in die Wärme der Kabinen zu eilen. Der Tabellenzweite hatte nicht nur erfolgreich knackender Kälte getrotzt, sondern einen Herausforderer geschlagen, der sich Im Blankenfeld so gar nicht wie ein Abstiegskandidat präsentiert hatte. „Das hatten wir auch erwartet. Sie haben gut dagegen gehalten und waren nicht hier, um die Punkte abzuliefern“, sprach Marvin Höner dem Gegner seine Anerkennung aus. „Marc Wittstamm und mir war aber auch wichtig: Wir wollten wieder besser spielen und das ist der Mannschaft heute auch gelungen.“

Aufseiten der Rhenania war das Spiel tatsächlich davon geprägt, fußballerisch zu überzeugen und spielerische Lösungen zu finden. Ihre Aktionen zeigten zudem auch die Entschlossenheit, sich auch im Zweikampf durchzusetzen, und den Weg zum gegnerischen Tor zu finden. Als „Abfallprodukt“ sprangen die beiden Gegentore heraus, in den Fällen, als Rhenanias Defensive zu weit vorgerückt war und gegen die laufstarken Gäste das Nachsehen hatte. Hemdens Malina Blits sorgte in der 28. und 60. Minute für die Anschlusstreffer. Aus der Ruhe ließen sich die Hausherren durch diese Treffer allerdings nicht bringen. Stattdessen hieß es: passgenau spielen, gern auch unter Einbeziehung der Abwehr um Keeperin Kathrin Schaffrath.

Leyla Kirmizi schießt Rhenania Bottrop früh in Führung

Für den ersten Torjubel sorgte Leyla Kirmizi nach nur drei Minuten. In der 37. Minute schaute sich Chantal Giesen Estrada nach einer besser postierten Mitspielerin um und entschied sich dann doch, selbst abzuschließen - Lotte Wagner hatte die nötigen Zentimeter zu weit vor ihrem Tor gestanden und war gegen den Heber machtlos. Lea Michelle Schmidt tat es ihrer Teamkollegin gleich. In der 38. Minute lupfte sie den Ball zum 3:1 ins HSV-Tor.

Nach dem Seitenwechsel verpassten es die Bottroperinnen, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Schmidt (49.) und Malin Cziuraj (54.) konnten Wagner nicht überwinden; Gözde Senyüz traf nur den Pfosten (58.). Erst nach der „Bestrafung“ dieser mangelhaften Chancenverwertung durch den HSV setzte sich die Rhenania wieder durch (67.): Wagner lenkte Kirmizis Schuss noch zur Ecke. Bei dem Standard stand sie goldrichtig und vollendete per Kopf.

In der 68. Minute rettet der Pfosten

Hemden produzierte zwar noch einen Pfostenschuss (68.), aber in ihrer Schlussoffensive dominierte die Rhenania das Spiel und hätte das Ergebnis deutlich höher stellen können. Die größten Möglichkeiten hatten Kirmizi, die einmal mehr in Wagner ihre Meisterin fand, und Senyüz, deren Nachschuss an die Latte knallte (85.).

Dennoch waren Höner und Wittstamm insgesamt zufrieden mit dem Sieg. Am 1. Dezember steht das Spitzenspiel beim SV Haldern auf dem Programm; es ist das letzte Ligaspiel der Hinrunde und das vorletzte vor der Winterpause. Trainingsüberdruss und Langeweile wird die Rhenania bis dahin aber nicht erleben. In der Meisterschaftspause wird sie zwei Pokalspiele absolvieren. Am Mittwoch reisen die Bottroperinnen in Runde zwei des Kreispokals zum FC Sterkrade 72. Am Samstag geht es im Achtelfinale des Verbandspokals gegen Borussia Bocholt, dem Spitzenreiter der Regionalliga West.

Tabelle: Bezirksliga

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