Frauenfußball

Rhenania Bottrop sackt Punkte im Schweinespiel ein

Gözde Senyüz setzt sich gleich gegen zwei Spielerinnen des SV Spellen durch. Rhenania verteidigte die Tabellenführung durch den dritten Sieg in Serie.

Gözde Senyüz setzt sich gleich gegen zwei Spielerinnen des SV Spellen durch. Rhenania verteidigte die Tabellenführung durch den dritten Sieg in Serie.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Diesmal nicht gut, aber dennoch erfolgreich. Der SV Rhenania Bottrop gewinnt auch das dritte Spiel und bleibt Tabellenführer.

„Wir haben es uns heute selbst schwer gemacht“, meinte Marc Wittstamm nach dem 4:3 (2:2) gegen den SV Spellen. Nichtsdestotrotz lobte er „unter dem Strich“ die Begegnung gegen den Aufsteiger. „Wenn man ganz oben mitspielen will, muss man aber solche Schweinespiele gewinnen. Wir haben die nötige Ruhe bewahrt und Geduld bewiesen.“

Der Partie der Gastgeberinnen fehlte es vor allem in der ersten Halbzeit an Struktur. Das spielte dem SV Spellen in die Karten. Nach langen Bällen tauchten sie gefährlich im Strafraum der Bottroperinnen auf. Nach nur fünf Minuten bedankte sich Vivien Schwennen für den ihr gewährten Freiraum mit dem 0:1. Ein Rückschlag für die Rhenania, aber kein nachhaltiger Schock. Mandy Reinhardt gelang nur eine Minute später der Ausgleich. Die Gastgeberinnen zeigten nun einige vielversprechende Ansätze in der Offensive. In der 15. Minute verweigerte Ulrich Telke einem weiteren Reinhardt-Treffer wegen einer Abseitsstellung der Stürmerin die Anerkennung. In der 16. Minute hatte er keine Beanstandungen und Reinhardt schloss nach Vorlage von Katharina Grochola zum 2:1 ab. Mit einem weiteren Tor der Marke „wie aus dem Nichts“ glich Spellen - erneut durch Schwennen - aus.

Kathrin Dreyer erhöht für Rhenania auf 4:2

Wittstamm und Trainerkollege Marvin Höner beschworen in der der Kabine ihre Spielerinnen, nicht den Kopf zu verlieren. Die beschwichtigenden Worte zeigten Wirkung. Die Rhenania verbuchte mehr und mehr Spielanteile für sich. Allein das nächste Tor wollte nicht fallen. In der Trinkpause etwa Mitte der zweiten Halbzeit nahm das Trainerduo noch einmal jeden Druck aus der Situation. „Wir haben noch 20 Minuten. Easy going!“ Wie bestellt fielen nun die Tore. In der 71. Minute schloss Reinhardt einmal mehr erfolgreich ab - nach einem schnell und sicher vorgetragenen Angriff über Bianca Anna Krystek, Lea Michelle Schmidt und Kathrin Dreyer. Vier Minuten später fiel das 4:2, diesmal setzte sich Dreyer im gegnerischen Strafraum sehenswert durch.

Zunächst schien Spellen geschlagen, die Rhenania hatte das Spiel im Griff. Erst als Telke fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, wurden die Bottroperinnen noch einmal leichtsinnig und verlorenen einen schon sicheren Ball aus den eigenen Reihen. Schwennen verkürzte auf 4:3. In der letzten Minute hielt Rhenanias Anhang hörbar den Atem an, doch Spellens Distanzschuss ging knapp neben das Tor. Ebenso hörbar war der Seufzer der Erleichterung nach dem Abpfiff.

Nächste Aufgabe heißt RSV Praest

„Da spielen wir nicht clever, wie auch in Halbzeit eins“, sagte Wittstamm. „Es war erwartet schwer heute, aber die Punkte nehmen wir natürlich sehr gern mit.“ In der kommenden Woche steht das Auswärtsspiel beim RSV Praest an - Neuland für die Bottroperinnen. Praest spielte in der Vorsaison in Gruppe eins und wurde Zehnter.

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