Frauenfußball

VfL Grafenwald und Fortuna Bottrop bleiben top

Lea Koke (l.) und der VfL Grafenwald konnten auch das vierte Saisonspiel gewinnen. Die Wöllerinnen behaupteten sich mit 8:0 gegen Victoria Habinghorst.

Lea Koke (l.) und der VfL Grafenwald konnten auch das vierte Saisonspiel gewinnen. Die Wöllerinnen behaupteten sich mit 8:0 gegen Victoria Habinghorst.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Die beiden A-Kreisligen werden von Bottroper Mannschaften angeführt. Beeindruckend ist die Torausbeute des SV Fortuna nach nur drei Spielen.

Der VfL Grafenwald siegt 8:0, der SV Fortuna sogar 15:1. Und auch der VfB Bottrop feiert am Sonntag einen Erfolg. Ein erfolgreicher Spieltag liegt hinter Bottrops Fußballerinnen.

VfL Grafenwald - Victoria Habinghorst 8:0
Für die Victoria Habinghorst wird das Waldstadion am Sensenfeld sicher einige Zeit ein Ort schlechter Erfahrungen bleiben. Nur wenige Tage nach der 3:9-Pleite im Kreispokal trat das Team aus Castrop-Rauxel erneut beim VfL Grafenwald an und kassierte in der Meisterschaft acht Gegentore, und das sogar zu Null.

In der ersten Halbzeit ging es noch gnädig zu; nach sehenswert herausgespielten Treffern von Anna-Lena Schnieder (29.) und Alina Fockenberg (42.) führten die Grafenwälderinnen zur Halbzeitpause mit 2:0. Der Zwischenstand beflügelte das VfL-Spiel nach dem Seitenwechsel noch einmal merklich. Nach knapp einer Stunde markierte Fockenberg die Vorentscheidung.„Unter“ gingen die Gäste allerdings erst in der Schlussphase. „Da ließen sie die Köpfe hängen und wir hatten reihenweise Angriffe, bei denen wir schließlich immer wieder frei vor der gegnerischen Torfrau standen“, beschrieb Grafenwalds Simon Witt die Trefferserie ab der 81. Minute. Sophie Schmidt (81., 84.), Fockenberg (87., 90.) und Denise Schlagkamp (88.) machten aus dem vierten Sieg im vierten Saisonspiel ein Torfestival.

Das hatte sich zu Beginn der Partie jedoch nicht abgezeichnet. „Wir hatten richtiggehend Schwierigkeiten, in die Begegnung reinzukommen. Durchgehend alle Spielerinnen waren in der ersten Viertelstunde mit den Gedanken komplett woanders. Und in dieser Phase hätten durchaus zwei Gegentore fallen können. Dabei hatten wir den Spielerinnen eingeschärft, konzentriert zu sein. Pokal ist Pokal, das hier ist die Liga und wir beginnen bei Null - so hatte die Vorgabe gelautet.“

Witt lobte die Art und Weise, wie die Spielerinnen gegen den Absteiger aus der Bezirksliga aus eigener Kraft und Zusammenhalt wieder in die Spur gefunden hatten. „Da wurde untereinander gesprochen und von der Bank aus angefeuert. Überhaupt steigern sich die Mädels von Spiel zu Spiel, da ist eine gute Entwicklung zu sehen. Gegen Habinghorst hat vor allem die Defensive überzeugt. Das Zweikampfverhalten war richtig gut. Dass wir bei unseren Chancen irgendwann auch die Tore schießen, das ist ja nichts Neues.“

In der kommenden Woche führen die Grafenwälderinnen das Fernduell gegen Preußen Sutum weiter. Der Tabellenzweite hat wie der VfL noch eine weiße Weste, hat jedoch ein Spiel weniger absolviert. In knapp zwei Wochen kommt es zum Spitzenspiel zwischen den beiden Teams - wenn beide am nächsten Spieltag ihre Hausaufgaben machen.

SG Osterfeld - Fortuna Bottrop 1:15
Besonders beeindruckend ist die aktuell wie geschmiert laufende Tormaschinerie der Fortuna. Die Rot-Weißen siegten bei der SG Osterfeld mit 15:1 (6:1). Asli Acar allein steuerte sechs Treffer bei. Zudem waren Gülsa Bugday (2), Laura Brauner (2), Melissa Grimaldi (2), Sarah Stefanski, Caterina Giacco und Giulia Grimaldi torerfolgreich. Nach nur drei Spieltagen steht die Fortuna mit einer Trefferbilanz von 42:3 glänzend da. „Es passt alles“, meinte ein gut gelaunter Michael Goldberg. „Wir brauchen am Anfang immer etwas, keine Ahnung woher das kommt. Aber nach den ersten Toren läuft es.“ In der kommenden Woche kommt es zum Derby zwischen dem SV Fortuna und der SV Rhenania II auf Rheinbaben - und einem Duell mit Teams auf Augenhöhe.

ESV GWR Meiderich - VfB Bottrop 1:4
Nach dem ärgerlichen Punktverlust am ersten Spieltag ist der VfB Bottrop mit zwei Siegen in der Tabelle nach oben geklettert. Schon nach sieben Minuten traf Lisa Lyttwin beim ESV GWR Meiderich für ihre Farben. Evangelina Gkogkani (25.) und Patricia Haimann (35.) erhöhten auf 3:0 aus VfB-Sicht. Viriginia Tunnats 4:0 (62.) war mehr als eine Vorentscheidung. Die Stürmerin stellte nach Meiderichs 1:4 (75.) auch den alten Abstand wieder her (80.). Auf diesen Lorbeeren wird sich die Mannschaft von Oliver Stuchlik nicht ausruhen können. In der kommenden Woche gibt Verfolger Turnerbund Oberhausen seine Visitenkarte im Jahnstadion ab.

Tabelle: Kreisliga A Westfalen
Tabelle: Kreisliga A Niederrhein

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