Fußball

Der SuS Niederbonsfeld setzt auf Rückkehrer Timo Kemper

Der verlorene Sohn ist wieder da: Mit Timo Kemper (links) kehrt ein absoluter Leistungsträger zum SuS Niederbonsfeld zurück Foto:Volker Speckenwirth

Der verlorene Sohn ist wieder da: Mit Timo Kemper (links) kehrt ein absoluter Leistungsträger zum SuS Niederbonsfeld zurück Foto:Volker Speckenwirth

Hattingen.   Die Tore des Stürmers wurden in der vergangenen Saison schmerzlich vermisst. Mit dem zwölften Platz war am Ende niemand zufrieden.

So richtig toll war die abgelaufene Saison für den SuS Niederbonsfeld nicht. Oder konkreter besser gesagt: Sie war gar nicht gut, sie war richtig schlecht. Mit dem zwölften Platz, auf dem die Blau-Weißen am Ende einliefen, war niemand zufrieden. Und der Sportliche Leiter, Detlef Pehlke, schon einmal gar nicht.

Zwei Leistungsträger weg

Detlef Pehlke sucht keine Ausreden für das schlechte Abschneiden. Nein, er nennt Gründe. Zwei davon kann er auch an Namen festmachen. Ramon Sauret-Kranz und Timo Kemper verließen den SuS vor der Saison. Und bei diesen beiden Akteuren handelte es sich um absolute Leistungsträger, die zudem sehr gut miteinander harmonierten. Ramon Sauret-Kranz war ein Mittelfeldspieler, der in der Lage wart, Pässe genau in die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr zu spielen. Und in diesen Bereichen hielt sich gerne Timo Kemper auf. Die Treffer des Torjägers fehlten in dieser Saison ungemein. „Timo ist in der Lage, pro Saison 30 Tore zu erzielen. Und mit 30 Toren kann man 15 Punkte holen. Wenn wir die hätten, dann wären wir ja wieder um Platz fünf eingelaufen“, sagt Detlef Pehlke mit einem Lachen. Der Sportliche Leiter weiß natürlich genau, dass es nicht nur daran lag.

Großes Verletzungspech

Allzu groß war der Kader der Niederbonsfelder nicht. Und wenn bei dünner Personallage auch noch wichtige Spieler ausfallen, wird es eng. Probleme gab es vor allem auf der Sechser-Position. Normalerweise spielt der SuS mit zwei Sechsern, beide eingeplanten defensiven Mittelfeldspieler fielen aber lange aus. So hielt sich David Kampmann zwei Monate lang in Asien auf, während sich Eric Weißhaupt einen Kreuzbandriss zuzog.

Schwacher Start

Obwohl der SuS bei der Stadtmeisterschaft noch stark aufspielte und das Finale erreichte, war der Start schwach. „Die Punkte, die man anfangs leicht hergibt, die sind für immer verloren, die holt man nicht mehr. Das war bei Schalke in der Bundesliga nicht anders“, sagt Detlef Pehlke, dessen Lieblingsfarben halt Blau und Weiß sind.

Miserable Rückrunde

Die Hinrunde schloss Niederbonsfed noch auf Rang neun ab. In der Rückrundentabelle wird der SuS aber nur auf Platz 14 geführt. Doch auch dafür gibt es Gründe. In der Rückrunde machte der SuS auch die zweite Mannschaft stark, die so in der Kreisliga B gehalten wurde. Doch das wirkte sich negativ auf die erste Mannschaft aus, für die es allerdings auch frühzeitig um nicht mehr viel ging. Denn obwohl die Formkurve stark nach unten deutete, waren die Abstiegsplätze ganz weit weg, weil SV Kray, Yurdum Spor und vor allem der VfL Kupferdreh kaum konkurrenzfähig waren. Am Ende hatte der SuS als Tabellenzwölfter 19 (!) Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Was bringt die Zukunft?

Auf jeden Fall einen neuen Trainer. Stefan Kronen hat die Nachfolge von Marcel Manzombe angetreten. Die Trennung von Manzombe habe weh getan, sagt Pehlke. Doch die Entscheidung sei in einem Gremium letztlich mehrheitlich nun einmal so getroffen worden, verrät der Sportliche Leiter. Im Bonsfelder Vorstand war man der Meinung, dass man etwas Neues probieren sollte. „Und dann trifft es leider halt meistens den Trainer“, so Detlef Pehlke.

Der neue Trainer

Stefan Kronen hat selbst den Kontakt zum SuS gesucht – bei der Hattinger Stadtmeisterschaft in Welper. „Es war dann auch schnell klar, dass er sich bei uns engagieren würde. Dass er das zur neuen Saison aber als Trainer tun würde, war damals nicht geplant“, beteuert Pehlke. Kronen, dem Co-Trainer Tim Liedtke und Torwart-Trainer Jens Formella zur Seite stehen, hat auch einige Spieler mitgebracht. Von denen erhofft man sich beim SuS neue Impulse. Doch weitaus wichtiger ist eine andere Personalie: Timo Kemper kehrt vom SV Burgaltendorf zum SuS Niederbonsfeld zurück.

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