Fußball-Kreisliga A

Glückauf Möllen siegt, aber verliert Serdal Temin

Glückwunsch! Glückauf Möllens Pierre Grzeskowiak (Nr. 10) freute sich mit Torschütze Daniel Pietruszka über das 1:0.

Glückwunsch! Glückauf Möllens Pierre Grzeskowiak (Nr. 10) freute sich mit Torschütze Daniel Pietruszka über das 1:0.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Voerde/Dinslaken.  Eine schwere Verletzung Serdal Temins trübte die Freude des Fußball-A-Kreisligisten Glückauf Möllen über den Sieg gegen den SC Wacker Dinslaken.

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Eiskalt war am Mittwochabend einzig und allein die Außentemperatur an der Rahmstraße. Die Gemüter der 22 Protagonisten beim Wiederholungsspiel zwischen Glückauf Möllen und dem SC Wacker Dinslaken waren stets erhitzt, und von eiskalten Torabschlüssen konnte auch nicht die Rede sein. Dennoch gelang dem Tabellenzweiten der Fußball-Kreisliga A ein ungefährdeter 2:0 (0:0)-Erfolg gegen die Gäste aus Dinslaken.

Die Begegnung begann furios. Die Gastgeber hatten in den ersten fünf Minuten bereits zwei Großchancen durch Serdal Temin und Pierre Grzeskowiak. Die Gastgeber investierten viel, aber auch der SC Wacker machte seine Sache ordentlich und stand hinten gut. Die Spannungen zwischen den beiden Mannschaften waren über neunzig Minuten spürbar. Kleine Nickeligkeiten gab es bei jeder Gelegenheit. Nach einer guten Anfangsphase war das Niveau aber ähnlich wie die Außentemperatur, nur knapp über dem Gefrierpunkt. Einziger Aufreger in der ersten Halbzeit blieb ein nicht gegebener Strafstoß für Wacker, wobei der Unparteiische Richard Barkoczi eigentlich gute Sicht hatte. Nichtsdestotrotz ging es ohne Tore in die Kabine.

Mit dem Krankenwagen ins Hospital

Nach dem Pausentee wirkten beide Seiten wieder wacher. Der Möllener Serdal Temin wollte etwas übereifrig über die Bande hüpfen, um den Ball zum Einwurf zu holen. Der Frost auf der Bande wurde dem 23-Jährigen aber zum Verhängnis. Er rutschte ab und fiel bösartig auf seinen Arm. Regungslos lag der Mittelfeldspieler mit schmerzverzerrter Miene am Boden, ehe ihn kurze Zeit später ein Krankenwagen abholte. „Fußballspielen können sie in den nächsten Wochen erstmal vergessen“, belehrte der Rettungssanitäter den Verletzten auf dem Weg zum Wagen. Kurze Zeit später wurde im Krankenhaus ein Handgelenkbruch festgestellt, somit wird Temin den Möllenern einige Zeit fehlen.

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Der Schock wurde auf beiden Seiten recht schnell verdaut und es folgte die nächste gute Möglichkeit für die Gastgeber. Mehmet Rustemi zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern an die Latte und verpasste den Führungstreffer nur knapp (63.). Fünf Minuten später klingelte es dann aber im Kasten der Dinslakener. Eine Flanke von Rustemi wurde nicht gut geklärt und der Ball kam zu Daniel Pietruszka, der nicht lang fackelte und den Ball aus zwölf Metern in die Maschen drosch (68.).

Die Mannschaft von Trainer Julien Wans gab sich kämpferisch und ging weiter engagiert zur Sache. Etwas übereifrig agierte dann allerdings Verteidiger Pierre-Mourice Wagner. Der Ball ging zurück auf Wackers Torwart Philipp Isselhorst. doch Wagner schnappte seinem Torwart den Ball vor der Nase weg. Der Verteidiger wollte den Ball rausschlagen, dieser rutschte ihm allerdings über den Schuh und fand den Weg ins eigene Tor (79.). Aufgrund mangelnder Offensivkraft seitens der Wackeraner war die Messe an der Rahmstraße nun gelesen. Möllen verpasste lediglich noch das 3:0, ging aber als verdienter Sieger vom Platz.

Fairer Verlierer

„Wenn wir unsere Möglichkeiten genutzt hätten, wäre das noch höher ausgegangen, dennoch haben wir kein gutes Spiel gemacht“, bewertete Möllens Sportlicher Leiter Kevin Kapteina die Leistung.

Julien Wans auf der anderen Seite gab sich als fairer Verlierer: „Wenn wir den Elfmeter bekommen, kann das Spiel auch in eine andere Richtung gehen, aber wenn ich ehrlich bin, dann war das ein Spiel auf ein Tor. Wir hätten Möllen natürlich gerne geärgert, aber das Ergebnis geht in Ordnung.“

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