Fußball-Landesliga

Hiesfelds Kapitän Krystofiak: „Jeder ist für jeden da“

Der Kapitän in seiner Lieblingspose: Kevin Krystofiak (M.) bejubelt mit Kevin Menke (2.v.l.) und Co. einen Treffer des TV Jahn Hiesfeld.

Der Kapitän in seiner Lieblingspose: Kevin Krystofiak (M.) bejubelt mit Kevin Menke (2.v.l.) und Co. einen Treffer des TV Jahn Hiesfeld.

Foto: Thorsten Tillmann

Dinslaken.  Kapitän Kevin Krystofiak spricht über die Stärken des Landesliga-Tabellenführers TV Jahn Hiesfeld und das Spitzenspiel gegen den FSV Duisburg.

Die Meisterschaft wird am kommenden Sonntag noch lange nicht entschieden. Aber wenn der TV Jahn Hiesfeld und der FSV Duisburg aufeinandertreffen, ist es auch kein Spiel wie jedes andere. Der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga empfängt zum Rückrundenauftakt den ersten Verfolger und gleichzeitig das einzige Team, das den „Veilchen“ bisher eine Niederlage beibrachte. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt Hiesfelds Kapitän Kevin Krystofiak mit Blick auf die Partie: „Wir sind hochmotiviert.“

Die erste Halbserie lief für den 27-Jährigen, der seit Saisonbeginn die Spielführerbinde trägt, nahezu optimal. Nach einer verkorksten Saison, die sportlich mit dem Abstieg aus der Oberliga endete und von zahlreichen Querelen geprägt waren, stand im Sommer ein Neustart unter Leitung von Marcus Behnert und seinem Trainerteam an: „Der harte Kern der Mannschaft ist geblieben, weil wir uns so nicht verabschieden wollten“, erklärt Krystofiak.

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Zu welchen Leistungen das Team imstande wäre, war die große Frage, die mit dem 0:2 zum Start beim FSV Duisburg weitere Nahrung erhielt. Dass darauf 14 Siege und zwei Unentschieden folgten, der TV Jahn nach der Hinrunde schon fünf Punkte vor der Konkurrenz an der Spitze thront, „damit habe ich nach dem ersten Spiel natürlich nicht gerechnet“, so der Käpt’n. „Aber ich habe auch nicht gedacht, dass wir in der Tabelle unten reinrutschen.“ Viel besser als es dann kam, „kann man es sich ja nicht wünschen“. Ein Verdienst der mannschaftlichen Geschlossenheit, glaubt er: „Jeder ist für jeden da. Und wir machen auch privat viel zusammen.“

Zum Erfolg trug für den Defensivspieler zudem bei, dass der Kader „bis auf zwei, drei Leute“ weitgehend vom Verletzungspech verschont blieb, auch wenn etwa Danilo Curaba und Phil Klemm langfristig ausfielen. Das neue Trainerteam habe einen Motivationsschub gebracht, sich neu zu beweisen, und konditionell ist der Kader besser aufgestellt: „Wir können durchziehen und im Spiel hinten raus immer noch ein bisschen zulegen, wenn nötig.“ Als Kritik am vorherigen Trainergespann will der 1,87 Meter lange Schlaks das nicht verstanden wissen: „Das hat natürlich auch damit zu tun, dass wir weniger Ausfälle als in der Vorsaison haben. Damals konnten wir das nicht richtig kompensieren.“

Mannschaftsinternes Ziel vorgegeben

Das Wörtchen Aufstieg kommt „Krysto“ trotz der Erfolgsserie dennoch zu früh. „Es ist noch eine lange Serie zu spielen“, findet er. „Ich würde nicht sagen, dass wir aufsteigen müssen. Aber wir haben uns mannschaftsintern ein Ziel vorgenommen, dass wir zu gegebener Zeit öffentlich machen.“ Erst einmal steht ohnehin das Duell mit dem FSV auf dem Plan, ein Gegner, den der Hiesfelder Spielführer zusammen mit dem SC Düsseldorf-West zu den größten Konkurrenten zählt: „Die sind individuell stark besetzt und spielen gut nach vorne“, analysiert er. „Andere Teams wie Rath haben ihre Stärken eher in der Defensive, und Frohnhausen würde ich mittlerweile nicht mehr zum engsten Kreis zählen.“

Ein enges Spiel erwartet der Anführer der „Veilchen“ auf jeden Fall. „Wir sind gut drauf“, verspricht Krystofiak, „auf jeden Fall besser als am Saisonanfang, als wir noch nicht wussten, wo wir stehen“. Jetzt wissen sie es. Sie stehen ganz oben. Auch nach dem Spiel am Sonntag, egal wie es ausgeht. Und das ist im in der Vergangenheit lange geplagten Hiesfelder Kader ein gutes Gefühl.

>>>DAS IST KEVIN KRYSTOFIAK

Kevin Krystofiak wurde am 29. März 1992 geboren. Der 1,87 Meter große Defensivspieler läuft bei den „Veilchen“ meist im zentralen Mittelfeld oder als Innenverteidiger auf. Er kam im Sommer 2017 von Rot-Weiß Oberhausen, wo er sieben Jahre spielte. In der Jugend kickte Krystofiak unter anderem beim FC Schalke 04, MSV Duisburg und KFC Uerdingen.

Marcus Behnert bestimmte ihn vor Saisonbeginn zum Mannschaftskapitän des TV Jahn. „Ich bin Ansprechpartner des Trainers“, sagt Krystofiak, „aber das sind die anderen erfahrenen Spieler wie Kevin Kolberg, Damiano Schirru, Kevin Menke oder die Gataric-Brüder auch“. Beruflich ist der gebürtige Oberhausener beim Stadtsportbund in Duisburg angestellt.

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