Interview

TV Jahn Hiesfeld fördert seine Talente

Michael Pfitzner ist Leiter des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften an der Universität Duisburg/Essen. Dort bereitet er angehende Lehrer auf den Sportunterricht vor – und sieht besonders im Grundschullehramt großen Bedarf für Fachkräfte. Das gilt auch für Sportvereine.

Michael Pfitzner ist Leiter des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften an der Universität Duisburg/Essen. Dort bereitet er angehende Lehrer auf den Sportunterricht vor – und sieht besonders im Grundschullehramt großen Bedarf für Fachkräfte. Das gilt auch für Sportvereine.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Mit einem Sportentwicklungsplan fördert der TV Jahn Hiesfeld seine Hockey-Talente. Dabei soll nicht einzig der Sport im Vordergrund stehen.

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Der Essener Sportpädagoge Michael Pfitzner spricht über den Umgang mit Kindern und Jugendlichen – und was einen guten Trainer ausmacht.

Volker Kossol, Abteilungsleiter für Hockey beim TV Jahn Hiesfeld, berichtet über die Förderungen von Talenten bei seinem Klub und wie der Verein den Akteuren hilft, wenn es sportlich mal nicht so läuft. Außerdem bezieht er Stellung, inwiefern die schulischen Leistungen die Aktivität der Spieler betreffen.

Wie verhelfen Sie im Verein Talenten zu besseren Leistungsergebnissen?

Wir haben vor ein paar Jahren einen Sportentwicklungsplan entwickelt, an den sich unsere Trainer halten sollen. Zusätzlich bieten wir für besonders talentierte Sportler mehrere Fördertrainings an. Damit versuchen wir, ihr Potenzial zu nutzen und sie weiter zu entwickeln. Außerdem haben wir sogenannte „P-Teams“. Diese „Preparation“, also Vorbereitung, soll älteren Jugendlichen bereits helfen, im Erwachsenenbereich Erfahrungen zu sammeln und Fuß zu fassen.

Wie versuchen Sie Talente nach Misserfolgen und negativen Erlebnissen wieder aufzubauen und zu stärken?

Wir sprechen den Jugendlichen Mut zu, loben sie und sagen: ,Du bist gut, hast es versucht aber nun leider nicht geschafft’, beispielsweise wenn ein Sichtungslehrgang nicht erfolgreich lief. Zusammen mit den Mitspielern blicken wir dann frohen Mutes in die Zukunft, denn das Leben geht weiter. Häme gibt es bei uns nicht.

Wie wichtig ist Ihnen der schulische Erfolg der Spieler und gibt es beim TV Jahn Hiesfeld auch einen Plan B für die Talente?

Sport ist in erster Linie Freizeit und soll nicht zu Lasten der Schule gehen. Es ist eher ein Ausgleich für die Kinder und soll keine Belastung darstellen. Ziel ist es, positiv zu bleiben. Wenn die Zeit für Schule mal nötiger wird, wird diese eingeräumt und dann ist es kein Problem, das Training ausfallen zu lassen. Bei Bedarf gibt es Hilfe von uns.

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