Fußball-Regionalliga

Auch der BVB 2 auf dem Weg zu einem Spitzenteam

Torschütze und Vorbereiter: Daniel Ginczek erzielte beim 3:1 in Lotte seinen achten Saisontreffer.

Torschütze und Vorbereiter: Daniel Ginczek erzielte beim 3:1 in Lotte seinen achten Saisontreffer.

Foto: Bodo Goeke

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Hat diese Mannschaft die Klasse, um in der Regionalliga ganz oben mitzuspielen? Diese Frage lässt sich nach dem verdienten 3:1 (2:0)-Erfolg beim bisherigen Spitzenreiter SF Lotte durchaus positiv beantworten - wenn es den Jungs von Theo Schneider gelingt, das Niveau der wirklich starken ersten Halbzeit auch über einen längeren Zeitraum hinweg zu konservieren.

Der BVB 2 rückt und mehr in den Fokus - und nach dem sechsten Sieg im siebten Spiel wächst auch der Respekt, den die Konkurrenz dem Drittliga-Absteiger entgegenbringt. „In dieser Verfassung sind die Bo-russen auf jeden Fall ein Aufstiegskandidat“, urteilt Lottes Trainer Maik Walpurgis. Eine realistische Einschätzung

Es war das Schlüsselspiel - diese Nagelprobe haben sie mit diesem „Dreier“ gegen ein Top-Team mit Bravour bestanden. Welche Entwicklung sie eit dem Saisonstart sowohl im Kollektiv als auch individuell genommen haben, wurde speziell in den ersten 45 Minuten deutlich. Eine stabile Innenverteidigung mit Marc Hornschuh und Lasse Sobiech, die prima harmonierende Doppel-Sechs mit Nedim Hasanbegovic/Marvin Bakalorz und schließlich ein Daniel Ginczek, der als Schütze des 2:0 (23.) und Vorbereiter des 3:1 durch Damien Le Tallec (90.) einen weiteren Beweis seiner Topform lieferte - sie vor allem waren die Trümpfe der Borussen, bei denen auch Dede seine Sache 70 Minuten lang erwartet souverän löste, freilich ohne nach seiner langen Pause zu glänzen.

Taktische Marschroute
exzellent umgesetzt

„Wir wussten um die Defensivqualitäten von Lotte, deshalb haben wir von Beginn an früh gestört und versucht, Fehler zu provozieren“, gab Schneider einen Einblick in die Marschroute, die auf dem Platz konsequent verfolgt wurde. Die Gastgeber, personell durch einige Verletzungen ge-schwächt, bekamen aufgrund der aggressiven Dortmunder Spielweise lange Zeit kein Bein auf die Erde, leisteten sich zudem ebenso ungewohnte wie haarsträubende Fehler in der Abwehr, die von Nedim Hasanbegovic (per Kopf nach Flanke von Marvin Bakalorz, 15.) und Daniel Ginczek (nach Vorarbeit von Tim Treude und Damien Le Tallec) konsequent bestraft wurden.

Die Zitterminuten in der Schlussphase, als Benjamin Wingerter einen von Christian Eggert verursachten Handelfmeter verwandelte (82.), waren absolut unnötig. Denn bei besten Konterchancen hatten zuvor Ginczek und Le Tallec die endgültige Entscheidung verpasst.

Genau hier hakte Schneider ein: „Da müssen wir noch cleverer werden. Und auch als Lotte nach der Pause mehr Druck machte, hatten wir Probleme, uns zu befreien.“ Trotz des minimalen Rückstands auf Platz eins gibt’s also noch Luft nach oben. Bei aller Freude über den Erfolg fiel die Analyse des Trainers daher auch betont nüchtern aus: „Es ging erst einmal darum, sich in der Spitzengruppe zu positionieren. Wir wissen jetzt, dass wir mithalten können, aber das müssen wir immer wieder aufs Neue bestätigen.“ Schon am Samstag: dann kommen die punktgleichen Schalker.

HINTERGRUND

Verwirrung um Langerak und Feulner

Verwirrung um Mitchell Langerak und Markus Feulner: die beiden Profis waren überraschend mit nach Lotte gefahren, kamen jedoch nicht zum Einsatz, da Unklarheit über ihre Spielberechtigung geherrscht hatte. „Eigentlich waren wir uns sicher, dass sie hätten spielen können. Doch aufgrund technischer Probleme konnten wir kurzfristig nicht die Spieler-Meldeliste des DFB einsehen, um uns die endgültige Bestätigung zu holen“, berichtete Theo Schneider, „daraufhin haben wir beide draußen gelassen. Das Risiko war dann doch zu groß.“ Ein anderes gingen sie dagegen notgedrungen ein: es fehlte ein zweiter Torhüter, nachdem Zlatan Alomerovic zu Hause geblieben war...

Der Fitnesstest von Dede im Hinblick auf die Europa League-Partie gegen Paris St. Germain war nach 71 Minuten beendet: „Er litt unter Krämpfen und wollte raus“, verriet Schneider, nachdem sich der Brasilianer bis dahin ohne erkennbare Probleme gut ins Spiel eingefügt hatte.

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