DFB-Pokal

Mengede fehlen nur Sekunden zum Sieg

Der TuS Eving entschied die Partie in Marten erst nach der Pause mit 2:0 für sich.

Der TuS Eving entschied die Partie in Marten erst nach der Pause mit 2:0 für sich.

Foto: Knut Vahlensieck

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Eigentlich waren beide Seiten nach dem Ende der Pokalpartie zufrieden. Der TuS Eving, weil das Spiel mit 2:0 gewonnen wurde und auch die Martener, weil sie sich für die schwache Leistung vom Sonntag rehabilitieren konnten. Am Ende war es ein verdienter Sieg für den Westfalenligisten.

Es war keine hochklassige Partie, die beide Mannschaften den 150 Zuschauern boten. Vor allem im ersten Abschnitt wurde auf beiden Seiten zwar im Mittelfeld gefällig kombiniert, doch blieben prickelnde Strafraumszenen Mangelware. Das lag sicherlich auch daran, dass beide Abwehrreihen sicher standen und dass in letzter Konsequenz die entscheidenden Pässe nicht ankamen. Martens Andreas Schmidt, der am Sonntag zweimal entscheidend patzte, überzeugte diesmal als Libero.

Die Arminen spielten keck und erstaunlich selbstbewusst nach vorne und machte es den Evingern sehr schwer. Die Gäste wiederum zeigten das reifere Spiel, produzierten zunächst aber zu viele Abspielfehler.

Besser wurde es in der zweiten Halbzeit. Das lag vermutlich daran, dass die Evinger einen Start nach Maß erwischten und durch Emre Erdur in der 47. Minute mit 1:0 in Führung gingen. Jetzt wurde das Niveau deutlich besser und beide Teams kamen endlich auch zu Möglichkeiten. Die größte hatte Fernandes Gomes mit einem Lattenknaller.

Besser machte es in der 75. Minute Florian Gondrum, der nach einem Pass von Sascha Rammel gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden zum 2:0 traf. Damit war die Partie entschieden, obwohl sich die Martener nie geschlagen gaben.

„Es war wichtig, dass wir in der ersten Halbzeit gut gestanden haben. In der zweiten Halbzeit haben wir dominiert und hatten auch die besseren Chancen“, war Evings Trainer Daniel Rios am Ende zufrieden. Immerhin musste er auf einige wichtige Akteure verzichten.

Martens Trainer Jürgen Litzmanski zog ebenfalls eine positive Bilanz: „Wir haben im Mittelfeld gut gearbeitet und gut dagegengehalten. Am Ende hat die größere Cleverness den Ausschlag gegeben.“

DIE WEITEREN SPIELE

Mengede 08/20 - BV Brambauer 5:6 nach Verlängerung.

Die Siegesserie von Mengede 08/20 ist gerissen: Eine 5:6 (4:4, 2:0)-Niederlage gegen den Westfalenligisten BV Brambauer bedeutete das Aus im Kreispokal und zugleich das Ende aller Hoffnungen, sich erneut für den Wettbewerb auf Verbandsebene zu qualifizieren.

Dabei hatte alles nach ei-nem weiteren Erfolg der Gelb-Roten ausgesehen. Bis zur 88. Minute führte Mengede mit 4:2, ehe der „kleine“ BVB mit zwei späten Treffern noch eine Verlängerung erzwang. Dort kam es wie so oft, wenn eine lange führende Mannschaft kurz vor dem Ziel abgefangen wird: Brambauer zog auf 6:4 davon, der Anschlusstreffer durch Said Cam (116.) fiel zu spät, zumal vorher der angeschlagene Dennis Schultze bereits vom Platz gegangen war. „Das ist halt Pokal - und so ist Fußball“, kommentierte ein enttäuschter Mario Plechaty die nicht mehr erwartete Wende, „aber ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben toll gekämpft. Das war einfach unglücklich.“

Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft, was sich auch in der 2:0-Pausenführung widerspiegelte, für die Oliver Marin (23.) und Fathallah Boufeljat (42.) verantwortlich zeichneten. Sie hatten auch die richtige Antwort parat, als Brambauer nach Wiederbeginn Dampf machte und durch einen Doppelpack von Philipp Hanke den Ausgleich markierte (60., 67.). Nur 180 Sekunden benötigte Mengede, um mit zwei Treffern durch Eddy Sprenger (74., nach Konter und Doppelpass mit Boufeljat) und Boufeljat selbst, der in ei-ner undurchsichtigen Situation im Strafraum den Überblick behielt (77.), vorübergehend wieder für klare Verhältnisse zu sorgen. Überhaupt Boufeljat: er bot gegen seinen Ex-Klub eine ganz starke Vorstellung und traf ebenso wie Marco Aurich (69.) außerdem noch den Pfosten (22.). Doch das war’s noch lange nicht. Nitsche brachte die Gäste nochmals in Spiel (88.) und beim Ausgleich durch Köse sah Andreas Hollmann nicht gut aus (90.) - es war letztlich die entscheidende Szene...

TuS Bövinghausen - FC Brünninghausen 1:2.

Unerwartet knapp mit 2:1 (2:1) gewann der FC Brünninghausen sein Viertelfinalspiel beim vier Klassen tiefer angesiedelten TuS Bövinghausen. Dennoch ging Trainer Volker Rieske nicht zu hart mit seinen Mannen ins Gericht: „Wir hätten die Sache hier natürlich ein wenig eleganter lösen und auch spielerisch überzeugender auftreten können. Aber wir sind weiter - und das allein zählt.“

Schon nach fünf Minuten hatte Michael Kotlewski den Westfalenligisten nach Foul an Christian Wazian per Strafstoß in Führung gebracht, David Ankrah ließ wenig später das 2:0 folgen (14.). Wer sich danach auf einen Spaziergang eingestellt hatte, sah sich getäuscht: Reinholz verkürzte gegen die mit hohem körperlichen Einsatz zu Werke gehenden Gastgeber auf 1:2 (25.). Bövinghausen hatte im zweiten Durchgang sogar zwei große Chancen zum Ausgleich, doch zuvor hatte Brünninghausen eine Reihe bester Möglichkeiten ausgelassen.

FV Scharnhorst - Lüner SV 1:4.

Bezirksligist FV Scharnhorst musste mit dem 1:4 (1:2) im Duell der Liga-Konkurrenten gegen den Lüner SV eine empfindliche Pokalniederlage hinnehmen. Der LSV war immer einen Schritt schneller und hatte keine Mühe, das Spiel gegen die läuferisch schwachen Scharnhorster deutlich für sich zu entscheiden. Dabei waren die Gastgeber durch einen Distanzschuss von Adam Schlosarek in der 32. Minute in Führung gegangen, ehe die Gäste die Partie mit zwei Toren innerhalb von vier Minuten noch vor der Pause drehten.

Auch nach dem Wechsel hatte Scharnhorst gegen den Spitzenreiter der Bezirksliga 8 wenig zu bestellen. Mit zwei weiteren Toren schraubten die Lüner das Ergebnis auf 1:4. „Auch wenn wir auf Kellner, Kramer und Korolczuk verzichten mussten, bin ich von der Leistung meiner Mannschaft enttäuscht. Der LSV war zu clever und abgezockt für uns“, meinte ein frustrierter Roland Fröhling.

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