Fußball-Bundesliga

Andre Hoffmann: „Ich habe mega Bock auf Fortuna“

Andre Hoffmann (rechts) feiert mit seinem Teamkameraden Lewis Baker den 3:1-Sieg in Bremen

Andre Hoffmann (rechts) feiert mit seinem Teamkameraden Lewis Baker den 3:1-Sieg in Bremen

Foto: faja

Im Interview spricht Innenverteidiger Andre Hoffmann über Ziele und Führungsrollen, die er bei Fortuna Düsseldorf einnehmen soll.

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Letztlich war es nur eine Formsache. Fortuna wollte Andre Hoffmann unbedingt halten, der Innenverteidiger wollte gern bleiben – und so einigte man sich schnell darauf, den Vertrag des 26-Jährigen bis 2023 zu verlängern. Im Gespräch erläutert der gebürtige Essener die Hintergründe.

Frei nach Robert Lembke: Gehe ich recht in der Annahme, dass Ihre Vertragsverlängerung keine schwere Entscheidung war?

Andre Hoffmann: Definitiv ja. Wir sind schon seit ein paar Monaten in sehr guten Gesprächen, die Idee war auf beiden Seiten klar. Der Verein ist auf mich zugekommen, das war für mich ein Zeichen der Wertschätzung.

Hatten Sie nie die Idee, anderswo eine neue Herausforderung zu suchen?

Nein. Jeder weiß, dass ich mich in der Stadt, im Verein und in der ganzen Umgebung wohlfühle. Ich habe mega Bock auf Fortuna und die nächsten Jahre hier. Ich will unsere Erfolgsgeschichte fortführen und dabei helfen, diesen Verein in der Bundesliga zu etablieren.

Inwieweit hat der 3:1-Sieg in Bremen dabei schon geholfen?

Es hat Riesenspaß gemacht am Samstag, aber wir lassen uns davon nicht blenden. Das zweite Jahr in der Bundesliga ist schwieriger als das erste, das ist leider nicht nur ein Spruch. Die Gegner unterschätzen uns nicht mehr, nehmen uns ernster.

Wie sieht denn Ihre Zielsetzung aus?

Wir bei Fortuna wissen alle, dass der zehnte Platz, den wir in der vergangenen Saison sensationell erreicht haben, zunächst einmal kein realistisches Ziel ist. Es geht für uns nur darum, drei Mannschaften hinter uns zu lassen.

Und wie schätzen Sie die Chancen für die Umsetzung ein?

Wir werden alles dafür tun, den Klassenerhalt erneut zu schaffen. Unsere sportliche Leitung hat sehr gute Personalentscheidungen getroffen, schmerzhafte Abgänge durch richtig gute Jungs ersetzt. Die Neuen, die am Samstag in Bremen mit auf dem Platz standen, haben sofort jene Mentalität gezeigt, die uns in den vergangenen Jahren stark gemacht hat.

Haben Sie also den Eindruck, dass Fortuna den zuletzt so gelobten Teamgeist über die Sommerpause gebracht hat?

Das gelingt uns doch schon seit Jahren. Wir schaffen es immer wieder, neue Spieler einzubauen und ihnen zu vermitteln, was für uns entscheidend wichtig ist.

Sportvorstand Lutz Pfannenstiel und Trainer Friedhelm Funkel wünschen sich, dass Sie in den nächsten Jahren eine Führungsrolle übernehmen.

Das ist auch mein Anliegen. Wissen Sie, ich bin kein Freund von Zielen, die zu weit in der Zukunft liegen. Aber in dieser Saison möchte ich so oft wie möglich auf dem Platz stehen und so viel Verantwortung wie möglich übernehmen. Ich will meinen Teil dazu beitragen, die Klasse zu halten.

Das letzte Hoffmann-Tor ist datiert vom 4. März 2018 gegen St. Pauli...

Ja, diese Bilanz zu verbessern, ist auch ein Ziel. Wenn mir ab und zu einer auf den Kopf fiele, hätte ich nichts dagegen.

In Bremen waren Sie dicht dran.

Stimmt, als Kaan Ayhan das 3:1 köpfte, war ich ein paar Zentimeter neben ihm. Diese Ecken von Erik Thommy sind so irre gut, den hätte ich auch versenkt. Aber es wird weitere Chancen geben.

Sie haben also noch einiges vor bei Fortuna?

Auf jeden Fall. Mit 26 stehe ich wohl etwa auf der Hälfte meiner Karriere, aber das heißt nicht, dass es ab jetzt bergab geht. Als Innenverteidiger komme ich doch jetzt erst ins beste Alter. Je mehr Erfahrung man hat, desto mehr zusätzliche Prozente bringt das.

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