Eishockey

DEG-Talent Hendrik Hane bringt nichts aus der Ruhe

Hendrik Hane (rechts) steht am Freitag in Krefeld hinter Nationalverteidiger Bernhard Ebner zwischen den Düsseldorfer Pfosten.

Hendrik Hane (rechts) steht am Freitag in Krefeld hinter Nationalverteidiger Bernhard Ebner zwischen den Düsseldorfer Pfosten.

Foto: Birgit Haefner

Düsseldorf.  19-jähriges Talent der DEG steht am Freitag im Derby in Krefeld im Düsseldorfer Tor. Fomin-Vertrag aufgelöst.

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Hendrik Hane ist nicht gerade das, was man einen typischen 19-Jährigen nennt. In diesem Alter gibt es zwar eine ganze Menge talentierte Sportler, die auf dem Sprung zu einer möglichen Profikarriere sind, auch im deutschen Eishockey – aber einen mit den besonderen Qualitäten des DEG-Torhüters muss man schon mit der Lupe suchen. Hanes hervorstechendste Eigenschaft: seine Souveränität.

„Hendrik hat die Ruhe weg“, sagt Co-Trainer Thomas Dolak, der bei der DEG für die Arbeit mit der Defensivabteilung zuständig ist, lächelnd. „Ihn kann überhaupt nichts aus seiner inneren Balance bringen.“ Und deshalb bekommt der Youngster am Freitag zur ungewohnten Eishockeyzeit von 16.30 Uhr auch eine Bewährungsprobe der knisternden Art: Hane steht im „kleinen“ rheinischen Derby bei den Krefeld Pinguinen im Düsseldorfer Tor.

Auf den ersten Blick ist das eine mutige Entscheidung, die Chefcoach Harold Kreis da gemeinsam mit Dolak getroffen hat, steht doch gerade in Krefeld eine extrem hitzige Atmosphäre zu erwarten. „Aber Hendrik geht da ganz unbefangen dran“, versichert Dolak. „Wir trauen ihm ohne jeden Zweifel zu, dass er auch am Freitag seine Leistung bringt.“

So wie der gebürtige Düsseldorfer es auch bei seinen bisherigen Einsätzen in dieser Saison getan hat. Hanes Hauptjob ist es ja, sich als Nummer zwei der DEG stets bereitzuhalten, falls Stammkeeper Mathias Niederberger ausfällt oder sich während eines Spiels verletzt. Da der 19-Jährige aber in der Vorbereitung, unter anderem beim 5:0-Sieg bei Servette Genf, sein Talent nachhaltig unter Beweis stellte, bekommt er auch dann seine Einsätze, wenn Niederberger fit ist.

Sonntag gegen Schwenningen

In Iserlohn und Schwenningen gab es mit ihm jeweils 3:2-Siege, einmal nach Verlängerung, einmal nach Penaltyschießen – und beide Male hielt Hane glänzend. „Wir führen Hendrik langsam an die DEL heran“, betont Dolak; die nächste Station ist nun Krefeld.

Am Sonntag wird dann wieder Niederberger den Kasten hüten, und wieder muss die DEG zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit ans Werk: um 17 Uhr im ISS Dome gegen die Schwenninger Wild Wings. Eine sehr unglückliche Ansetzung, da die Partie schon beginnt, wenn das Fußballderby Fortuna gegen den 1. FC Köln noch läuft. So richtig voll wird es im Dome folglich nicht werden, was sehr schade ist: Die DEG hat die Riesenchance, sich in der Spitzengruppe festzusetzen. Danach macht die DEL dann bis zum 14. November Deutschland-Cup-Pause.

Die DEG hat den Vertrag mit Nachwuchsstürmer Michael Fomin aufgelöst. Der 20-Jährige wechselt auf eigenen Wunsch zu den Ravensburg Towerstars in die DEL2.

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